Tischtennis: Sarah DeNutte geht bei Olympia-Quali in Schweden leer aus – Chance über Weltrangliste bleibt Driburgerin bangt um ihr Rio-Ticket

Bad Driburg (WB). Sarah DeNutte muss weiter um ihre erste Teilnahme an Olympischen Spielen kämpfen. Die Bad Driburger Tischtennis-Bundesligaspielerin hat in der Europa-Qualifikation in Schweden das direkte Ticket erwartungsgemäß verpasst.

Von Sylvia Rasche
Die Driburgerin Sarah DeNutte hat in Schweden keines der zehn Olympia-Tickets geholt. Jetzt hofft sie, über die Mai-Weltrangliste doch noch in Rio starten zu dürfen.
Die Driburgerin Sarah DeNutte hat in Schweden keines der zehn Olympia-Tickets geholt. Jetzt hofft sie, über die Mai-Weltrangliste doch noch in Rio starten zu dürfen. Foto: Sylvia Rasche

»Ich stehe in Europa ungefähr auf Platz 50. In Schweden werden nur zehn Plätze für Rio vergeben. Da war es sehr unwahrscheinlich, dass ich einen dieser zehn Plätze hole«, schätzt DeNutte ihre Chancen realistisch ein.

Die Ticketvergabe ist im Vergleich zu den Vorjahren vom Weltverband geändert worden. Wurden früher die ersten Tickets über die Weltrangliste verteilt und mussten anschließend die nicht berücksichtigten Spielerinnen ein Qualifikationsturnier bestreiten, ist die Reihenfolge jetzt genau anders herum.

Auch die Stars der Szene müssen das Qualiturnier spielen. Erst im zweiten Schritt werden die Olympia-Plätze über die Weltrangliste vergeben. Auf diese Chance setzt nun Sarah DeNutte.

Platz zwei in der Vorrundengruppe

Sie hat beim Turnier in Schweden in ihrer Vorrundengruppe mit 1:1-Siegen den zweiten Platz belegt und sich damit für die sogenannte erste Phase qualifiziert. Hier wurden in acht Gruppen von je acht Spielerinnen die ersten acht Olympia-Plätze vergeben.

In DeNuttes Gruppe setzte sich erwartungsgemäß die Berlinerin Petrissa Solja, zweitbeste Europäerin der Weltrangliste, durch. Die Driburgerin musste sich nach verheißungsvollem Auftakt gegen die in der Weltrangliste vor ihr platzierte Spanierin Galia Dvorak 2:4 geschlagen geben. Bei einem Sieg hätte sie wertvolle Bonuspunkte für die Weltrangliste gesammelt.

In der zweiten Turnierphase geht es nun noch um die beiden letzten Plätze des Europaturniers. Für DeNutte war in der zweiten Runde Endstation. Zunächst besiegte sie die Türkin Merve Menge, dann lieferte sie Gina Pota vom deutschen Meister Berlin einen harten Kampf, verlor aber 2:4, davon zwei Sätze in der Verlängerung.

Teilnahme am Ranking

Über die Qualiturniere werden weltweit insgesamt 40 Tickets vergeben. Weitere 22 Rio-Fahrkarten sind über das im Mai erscheinende so genannte Olympia-Ranking zu ergattern.

Sarah DeNutte nimmt im April in diesem Ranking, in dem nur die besten zwei Spielerinnen eines Landes berücksichtigt werden, Platz 56 ein – allerdings haben auch schon einige Akteurinnen, die hinter ihr platziert sind (zum Beispiel aus Afrika) ihre Olympia-Plätze sicher.

Es wird also eine ganz enge Zitterpartie für die Bad Driburgerin. Anfang Mai weiß sie, ob sie in Rio ihre Olympia-Premiere feiern darf oder 2020 einen neuen Anlauf nehmen muss.

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