Tischtennis-Bundesliga: 6:3-Sieg in Leipzig sichert Platz acht Driburg raubt Fuchsbau aus

Bad Driburg/Leipzig (WB). Nach knapp drei Stunden in die Revanche perfekt: Der TuS Bad Driburg besiegt im Kellerduell der Tischtennis-Bundesliga die Leutzscher Füchse Leipzig mit 6:3 und festigt damit den achten Tabellenplatz.

Von Sylvia Rasche
Driburgs Spitzenspielerin Nina Mittelham hat sich in Leipzig in starker Verfassung präsentiert. Sie gewann beide Spitzeneinzel und das Doppel mit Sarah DeNutte und führte Driburg damit zur erhofften Revanche gegen den Kellerkonkurrenten.
Driburgs Spitzenspielerin Nina Mittelham hat sich in Leipzig in starker Verfassung präsentiert. Sie gewann beide Spitzeneinzel und das Doppel mit Sarah DeNutte und führte Driburg damit zur erhofften Revanche gegen den Kellerkonkurrenten.

 Der Klassenerhalt war schon vor dieser Partie im gut besuchten Fuchsbau in trockenen Tüchern. Mindestens Platz acht wollen die Driburgerinnen als Aufsteiger trotzdem erreichen und haben dafür am Karsamstag in Leipzig einen großen Schritt gemacht. Drei Punkte beträgt der Vorsprung nun auf den direkten Konkurrenten aus der Messestadt. »Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Darauf können wir aufbauen«, jubelte Driburgs Manager Franz-Josef Lingens.

 Dabei überzeugte vor allem das obere Paarkreuz der Driburger. Im Vorfeld hatte Lingens seinen Führungsspielerinnen Nina Mittelham und Sarah DeNutte gegen Leipzigs Spitzenkräfte eher Außenseiterchancen eingeräumt. Doch vor allem Mittelham präsentierte sich einen knappen Monat vor ihrem Damen-Nationalmannschaftsdebüt in China in sehr guter Verfassung. Sie gewann beide Spitzeneinzel. »Nina hat beindruckend gespielt. Da waren richtige Zauberbälle dabei. Die Zuschauer haben oft gestaunt. Ich hoffe, dass sie diese Form und Gesundheit halten wird«, berichtete sich Lingens, dass seine Nummer eins endlich wieder auf dem Weg der Besserung zu sein scheint. Luxemburgs WM-Fahrerin DeNutte steuerte im Spitzenpaarkreuz ebenfalls einen Zähler oben bei. Zuvor hatten beide auch noch das gemeinsame Doppel gewonnen und damit insgesamt vier der sechs Driburger Punkte eingefahren.

 Im unteren Paarkreuz war einmal mehr auf Katharina Michajlova Verlass. Sie baute ihre herausragende Bilanz auf inzwischen 11:1-Siege an den Positionen drei und vier aus. »Das war überragend. Katharina hat diese Saison noch einem einen Sprung nach vorne gemacht«, lobte Lingens. Noch am Vormittag vor der Abreise nach Leipzig hatte die Studentin in Bad Driburg eine Sondereinheit eingeschoben, da sie zuletzt wegen einer Verletzung wenig trainieren konnte.

 Die serbische Meisterin Andrea Todorovic musste sich im ersten Match geschlagen geben, hatte ihr zweites Einzel schon gewonnen. In die Wertung kam das aber nicht mehr, da Michajlova mit ihrem 3:2 gegen Anna-Maria Helbig den 6:3-Teamsieg besiegelte. »Somit haben wir eigentlich 7:3 gewonnen. Andrea war leider krank. Das hat man im ersten Einzel deutlich gemerkt. Schön, dass sie das zweite Spiel gewonnen hat«, fasste Lingens zusammen.

 Auch wenn in dieser Saison Platz neun zum Klassenerhalt in der 1. Liga reicht, wollen die Driburger in den kommenden beiden Heimspielen gegen Watzenborn und Schwabhausen weitere Siege einfahren, um mindestens mit Platz acht über die Ziellinie zu gehen und damit eine bemerkenswerte Serie fortzusetzen. Noch nie in insgesamt 13 Jahren ist der TuS Bad Driburg nach sportlichen Gesichtspunkten aus der 1. Bundesliga abgestiegen. »Das soll auch so bleiben. Wir greifen nach diesem tollen Sieg in Leipzig jetzt Platz sieben an«, blickt Lingens voraus und setzt dabei auch auf gute Zuschauerunterstützung in den beiden Heimspielen an den kommende beiden Sonntagen in Bad Driburg.

 Die TuS-Statistik Leutzscher Füchse Leipzig - TuS Bad Driburg 3:6Linda Renner/Huong Do Thi - Nina Mittelham/Sarah DeNutte 2:3, Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina 3:1, Mühlbach - DeNutte 3:1, Shavyrina - Mittelham 1:3, Helbing - Todorovic 3:2, Renner - Michajlova 2:3, Mühlbach - Mittelham 1:3, Shavyrina - DeNutte 0:3, Helbing - Michajlova 2:3

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