B-Junioren-Handballer der DJK Brakel sind Kreisliga-Vizemeister – nur Bösingfeld ist besser  Daumen hoch 

Brakel (WB). Mit zwölf Siegen und vier Niederlagen hat die B-Jugend der DJK Brakel die Saison in der Handball-Kreisliga auf dem zweiten Tabellenplatz beendet.

Von Alexandra Rüther
Daumen hoch: Die DJK-Cracks (vorne von links): Klaus Bolte, Dorian Riepe, Tristan Senft, Robert Senft, Vincent Hoffmann sowie (hinten von links) Michael Krelaus, Leon Fiekens, Finn Rüther, Robin Kleinbrink, Timon Niederprüm und Trainer Wolfgang Niederprüm.
Daumen hoch: Die DJK-Cracks (vorne von links): Klaus Bolte, Dorian Riepe, Tristan Senft, Robert Senft, Vincent Hoffmann sowie (hinten von links) Michael Krelaus, Leon Fiekens, Finn Rüther, Robin Kleinbrink, Timon Niederprüm und Trainer Wolfgang Niederprüm.

 Daumen hoch für die Mannschaft von Trainer Wolfgang Niederprüm, der mit seinen Jungs »fast zufrieden« ist.

 »Der Tabellenplatz ist in Ordnung. Bösingfeld ist völlig verdient Meister geworden«, stellt der Coach fest. Bei seinen Jungs hätte fast in jeder Partie der Schlendrian von zehn bis 15 Minuten Einzug gehalten. So wie auch im letzten Saisonspiel gegen Schloß Neuhaus. Bis zum 4:0 fielen die Tore ausschließlich auf Brakeler Seite, bevor auch die Gastgeber einmal netzen konnten. Zweimal in Folge fand Rechtsaußen Finn Rüther die Lücke und setzte sich gut durch. Es gelangen zwei schöne Anspiele an den Kreis, die Leon Fiekens im Tor unterbrachte. Und auch Michael Krelaus gelangen drei schöne Treffer von halblinker Position. Aber eben »nur« drei. Denn sowohl er als auch Mittelmann Vincent Hoffmann und vor allem der Halbrechte Robert Senft – sonst Torgarant bei der DJK – kamen in Schloß Neuhaus nicht richtig in Fahrt. Der Rest war Kopfsache. Denn während die Nethestädter den zweiten Tabellenplatz sicher hatten, konnte Schloß Neuhaus noch einen Rang gut machen. Dementsprechend motivierter ging der Kontrahent zu Werke und schafften es in der Schlussphase, sich einen kleinen Vorsprung herauszuarbeiten, der schließlich zum 22:20-Sieg reichte.

 »Ich habe bei allen Spielern viel Licht und Schatten gesehen«, lautet die Saison-Einzelkritik von Niederprüm. Richtig gut entwickelt hat sich laut Coach Rechtsaußen Finn Rüther. Mächtig in die Länge geschossen, hat der Jüngste im Team gegen Schloß Neuhaus auch aus dem Rückraum das ein oder andere Tor gemacht und insgesamt acht Treffer erzielt. Ebenso positiv sei die Entwicklung von Robin Kleinbrink zu bewerten. »Als unser Stammtorhüter einige Partien nicht dabei war, hat Robin für Stabilität gesorgt«, lobt der Übungsleiter.

 In der nächsten Saison ist das erste Ziel Konstanz. »Wir wollen in der Kreisliga deutlicher zeigen, was wir können«, verspricht Mannschaftskapitän Vincent Hoffmann. Der Trainer verzichtet bewusst auf eine Meldung für das Qualifikationsturnier um den Aufstieg in die Landesliga. Etwa die Hälfte der jetzigen Mannschaft kommt altersmäßig in die A-Jugend, drei werden dazu stoßen, die aufgrund ihres Alters ein Jahr pausieren mussten, fünf werden hoch gemeldet – Brakel hat mit der D- und B-Jugend nur noch zwei Jugendmannschaften. Ein generelles Problem im Kreis Höxter. Nicht nur, dass die Jugendlichen immer weniger werden, Handball wird in den Schulen erst gar nicht angeboten. »Da fehlt es offenbar an der Bereitschaft«, meint Niederprüm. In Bad Karlshafen beispielsweise werde an der Gesamtschule regelmäßig ein Handballturnier ausgetragen; beim Kreisliga-Meister im lippischen Bösingfeld wird Handball sogar schon in den Grundschulen angeboten. »Bei uns fördern die Schulen den Fußball – Brakel ist DFB-Stützpunkt.«

 Die DJK-Adler allerdings haben Bock auf Handball. Seit 2007 spielt der Kern der Mannschaft zusammen. »Das sind alles meine Kinder«, betont der Trainer, den alle nur »Pimo« nennen. Und weil das so ist, kommen sie auch mit seiner manchmal etwas rauhen Ansprache und den Straf-Liegestützen zwischendurch gut klar. Dass die Sommerpause jetzt so lang ist, ist natürlich nicht schön. »Wenn Turniere angeboten werden, werde ich uns da auch anmelden«, sagt Niederprüm. Ansonsten wird das Training in der Vorbereitung hin und wieder zeitlich nach hinten verlegt, um gegen die Seniorenmannschaft der DJK spielen zu können – dann auch mit dem größeren Ball. Das wird die größte Umstellung in der neuen Saison. »Platz zwei bis vier ist das Ziel«, macht Niederprüm die Vorgabe.

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