Tischtennis-Bundesligist TuS Bad Driburg plant für die nächste Saison  Lingens will leicht abspecken 

Bad Driburg (WB). Das Personalkarussell kommt beim Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg in Bewegung. Zwei von aktuell sechs Akteurinnen haben ihre Zusage für ein weiteres Jahr gegeben.

Von Jürgen Drüke
Die Luxemburgerin Sarah de Nutte spielt auch in der kommenden Saison für den Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg.
Die Luxemburgerin Sarah de Nutte spielt auch in der kommenden Saison für den Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg.

 Zwangsläufig wird es allerdings auch zu Trennungen kommen. Nachdem seit Montag (wir haben in unserer gestrigen Ausgabe berichtet) der Klassenerhalt vorzeitig feststeht, kann es nun in Sachen Planungen für die kommende Spielzeit in die Vollen gehen.

 Dabei will Manager Franz-Josef Lingens, der seit gestern mit den TuS-Akteurinnen Sarah de Nutte und Andrea Todorovic bei den German Open in Bremen weilt, abspecken. »Wir werden von sechs auf fünf Akteurinnen reduzieren«, hat sich der Chef des Bundesligisten festgelegt.

 Grund dafür sind wirtschaftliche Überlegungen. »Es bleibt uns nichts anderes übrig, wir müssen um jeden Kleinsponsor hart kämpfen«, sagt Lingens. 100 Sponsoren werden dafür sorgen, dass auch 2015/16 unter der Iburgerstklassiger Tischtennissport geboten werden kann.

Kumaresan verlässt das Team

 Zum Personal: Nummer eins Nina Mittelham, die aufgrund von Rückenproblemen ihre Teilnahme an den German Open abgesagt hat, und Sarah de Nutte haben ihr Jawort für eine weitere Saison beim Bundesligisten gegeben. Shamini Kumaresan, Tischtennis-Nationalspielern aus Indien, hat nur ein kurzes Gastspiel unter der Iburg gehabt. Erst zu Saisonbeginn im TuS-Kader geführt, wird Kumaresan das Team wieder verlassen. »Der Aufwand war für alle Beteiligten zu groß«, führt Lingens zu dieser Personalie aus. Grund sind die zahlreichen Flugkilometer, welche die Spielerin zurücklegen muss. Das bedeutet hohe Kosten. Und da seien die Verpflichtungen von Kumaresan beim indischen Tischtennisverband.

 Nach Lage der Dinge muss sich wohl auch Andrea Todorovic vom TuS verabschieden – und das ist eine Überraschung. Die serbische Nationalspielerin, die zuletzt aus taktischen Gründen im unteren Paarkreuz aufgeschlagen hat, wird ihre Zelte wohl nach drei Jahren beim Turn- und Sportverein abbrechen. Serbien gehört nicht zur europäischen Union, deshalb würde ein erneuter Vertragsabschluss kostspieliger. »Die Chancen, dass Andrea bleibt, stehen lediglich bei 30:70«, spricht der Manager von zu hohen Kosten.

 Bei Katharina Michajlova ordnet Lingens die Chancen des Verbleibs auf 70:30 ein. »Sicher ist, dass Nina Mittelham und Sarah de Nutte weiter für uns spielen werden«, gibt der Manager nach den Gesprächen mit den beiden wichtigen Akteurinnen bekannt.

 Zudem wird Elena Waggermayer, die inzwischen an der Ostsee wohnt, dem TuS als Standby-Spielerin erhalten bleiben. Bei den German Open schaut sich Lingens nun auch nach Talenten um.

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