Höxteraner sichern sich bei NRW-Meisterschaften im Taekwon-Do vier Titel  Team Satori vergoldet Einsatz 

Höxter (WB). Das sind ganz starke Auftritte: Bei den NRW-Meisterschaften im Taekwon-Do freuen sich in eigener Halle die Kämpfer von Gastgeber Satori Höxter und der Sportschule Höxter über vier Titel und gute Platzierungen.

Von Heinz Wilfert
Hurra, wir sind die Besten in Nordrhein-Westfalen. Über den Meistertitel freuen sich die jungen Kämpfer des Tul-Teams von Satori Höxter mit ihrer Trainerin Jessica Binder (von links) Marian Schoppmeier, Valeria Fink und Elisa Fink.
Hurra, wir sind die Besten in Nordrhein-Westfalen. Über den Meistertitel freuen sich die jungen Kämpfer des Tul-Teams von Satori Höxter mit ihrer Trainerin Jessica Binder (von links) Marian Schoppmeier, Valeria Fink und Elisa Fink.

 Dabei verbucht Satori einmal in der Teamwertung Platz eins. Dieser Triumph ist ganz besonders hoch zu bewerten. Darauf haben die Höxteraner lange hintrainiert und sind belohnt worden.

 Die Besten der Besten im Taekwon-Do machen in der Höxteraner Bielenberghalle Werbung für ihren Sport. Es war bei sehr guter Resonanz das erste große ITF-Turnier in diesem Jahr. Satori Höxter verdiente sich für die Organisation Bestnoten. 260 Sportler aus 35 Vereinen gaben sich die Ehre. Satori ist ein Verein, der in Deutschland für die asiatische Kampfkunst eine Hochburg darstellt.

 Dass die Höxteraner große Veranstaltungen organisieren können, haben sie in der Vergangenheit bereits bei der Ausrichtung Deutscher Meisterschaften bewiesen. »Wir haben ein super Team«, hob Satori-Vorsitzender Gerd-Olaf Horstmann hervor. Davon schwärmt auch Karl-Heinz Häder, der Taekwon-Do vor Jahrzehnten in Höxter eingeführt und etabliert hat. »Zu Beginn waren es wenige Studenten«, blickte der 66-Jährige, der bei Satori seine Erfahrungen an den Nachwuchs weitergibt, zurück und freut sich über die besondere Entwicklung.

 Der koreanische Kampfsport Taekwon-Do steht für Fußtechnik (Tae), Handtechnik (Kwon) und den geistigen Weg (do). Schnelligkeit und Dynamik sind ausgeprägt. Gegenüber vergleichbaren Kampfsportarten dominieren die Fußtechniken. Mit kontinuierlichem Training und der bewussten Ausübung der Disziplinen sollen Taekwon-Do-Kämpfer zu einer Harmonie von Körper, Seele und Geist finden. Aber auch Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit, aus dem Zentrum soll die Kraft kommen, werden gefördert. Besonders wichtig sind solche Voraussetzungen für die spektakuläre Disziplin Bruchtest. »Nur wenn die Kraft auf einen Punkt konzentriert wird, kann der Sportler Erfolg haben« , erklärte Horstmann.

 Gekämpft wurde in Höxter in den Disziplinen Tul und in der Königsklasse Kampf (Matsogi), in dem Fäuste undFüße zum Einsatz kommen. Was von außen gefährlich aussieht, ist es ganz und gar nicht. Durch ihren Kopfschutz sind die Kämpfer geschützt. An den Händen tragen sie Handschuhe, an den Füßen Polster. Dazu kommt der Mundschutz. Entscheidend ist, wie sauber die von den Kampfrichtern gewerteten Techniken gesetzt werden. »Die Schläge und Treffer erfolgen kontrolliert. Es darf höchstens leichten Kontakt geben. Wer durchzieht, fliegt raus«, erklärte Horstmann die klaren und strengen Regeln.

 Einen Titel bei den Landesmeisterschaften räumte das Satori-Team Marian Schoppmeier, Valeria Fink und Elisa Fink im Tul Team-Wettbewerb sehr zur Freude ihrer Trainerin Jessica Binder ab. In diesem Wettbewerb müssen Schrittfolgen gegen einen imaginären Gegner mit sauberen Techniken gezeigt werden und das völlig synchron. »Auf den Auftritt haben wir uns speziell vorbereitet, es hat sich ausgezahlt«, war Binder von ihren Schützlingen angetan. Elisa Fink erreichte noch einen dritten Platz im Einzellauf. Zufrieden mit zwei zweiten Plätzen in den Disziplinen Tul und Kampf war der 27-jährige Michael Pieper vom Team Satori.

 Ein geradezu sensationelles Comeback feierte Muris Horstmann. Das frühere Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, Worldcupsieger, Sieger bei deutschen Meisterschaften und Europameister als Jugendlicher siegte im Schwergewicht (bis 91 Kilogramm). »Ich stehe zwar nicht mehr im Training, verfüge aber immer noch über Erfahrung und ein gutes Auge« , fasste der 29-Jährige seinen Erfolg zusammen.

 Die weiteren Erfolge von Satori Sportlern: Max Vössing zweimal Platz drei in Kampf und Tul; Bosse Ansorge zweiter Platz im Kampf und dritter Platz in Tul; Marian Schoppmeier dritter Platz im Kampf; Angelika Frederkind dritter Platz in Tul; Alex Bohl dritter Platz in Tul.

 Die Sportschule feierte ebenfalls zahlreiche Erfolge: Angelika Schmidt holte Gold im Formlauf sowie im Kampf. Arnold Marx holte Silber und Bronze. Einen zweiten und einen dritten Platz im Kampf erreichte Georgios Stalioglu. Max Lange freute sich über zwei dritte Plätze im Kampf. Nick Loresch ergatterte Silber im Tul und Bronze im Kampf. Rene Woelk belegte Platz drei im Tul.

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