Driburgs Basketball-Abteilungsleiter Georg Groddeck im Gespräch Ein Abo auf die Top-Plätze

Bad Driburg (WB). Das ist selbst für die erfolgreichen Basketballer des TV Jahn Bad Driburg eine außergewöhnliche Situation: Acht Mannschaften nehmen in dieser Saison am Spielbetrieb teil – alle belegen in ihren Ligen Platz eins oder zwei. Mit Abteilungsleiter Georg, der dieses Amt seit der Gründung der Jahn-Baskets 1992 ununterbrochen ausübt, sprach WB-Redakteurin Sylvia.

Mit großen Schritten zieht der TV Jahn Bad Driburg hier Daniel Witt) in dieser Saison an seinen Gegnern vorbei. Alle acht Mannschaften, die aktuell von den Damen und Herren bis zur U12 am Spielbetrieb teilnehmen, belegen einen der ersten beiden Plätze in ihren Ligen.
Mit großen Schritten zieht der TV Jahn Bad Driburg hier Daniel Witt) in dieser Saison an seinen Gegnern vorbei. Alle acht Mannschaften, die aktuell von den Damen und Herren bis zur U12 am Spielbetrieb teilnehmen, belegen einen der ersten beiden Plätze in ihren Ligen.

Herr Groddeck, wenn Sie auf die aktuellen Basketball-Tabellen gucken, dürfte das ein gutes Gefühl sein. Die Damen führen die Bezirksliga an, die Herren sind Zweiter. Es läuft offenbar derzeit in die richtige Richtung?

Georg Groddeck: Ja. Da haben wir im Moment wenig Grund zur Klage. Allerdings sind unsere Frauen ja auch freiwillig aus der Landesliga zurück in die Bezirksliga gegangen. Der Aufwand in der Landesliga ist einfach zu groß. Für ein Auswärtsspiel ist man inklusive An- und Abreise schnell mal mehr als acht Stunden unterwegs. Das ist in der Bezirksliga nicht so extrem.

Ihre Damen-Mannschaft hat einen Umbruch erlebt. Dauer-Trainerin Annette Vennemann hat ihr Amt vor der Saison an die beiden Spielertrainerinnen Nadja Kannengießer und Friederike Flemming-Schmidt übergeben. Wie schlägt sich das junge Duo und ist die Landesliga nach dieser Saison wieder ein Thema?

Georg Groddeck: Die beiden machen ihre Arbeit ganz hervorragend. Sie gehen den Weg von Annette Vennemann weiter und bauen auch immer wieder junge Spielerinnen ins Team ein. Die Mannschaft hat bisher erst ein Match in dieser Saison verloren. Allerdings wird sie auch dann nicht in die Landesliga zurück kehren, wenn sie Meister werden sollte. Das Problem mit den langen Auswärtsfahrten ins Ruhrgebiet und darüber hinaus wäre ja immer noch das gleiche.

Wie bewerten Sie die Chancen der Herren, sich im Endspurt noch an die Spitze zu schieben und den Titel zu sichern? Würde die Mannschaft in die Landesliga aufsteigen?

Georg Groddeck: Nein, das glaube ich nicht. Die Herren waren nach der Hinrunde ungeschlagen und hätten auch das Zeug zum Titel gehabt. Wir haben in der Rückrunde jetzt zwei Spiele verloren, weil wir auch in dieser Mannschaft einige Studenten haben, die nicht jedes Spiel bestreiten konnten. Bei den Herren sind die Fahrten ähnlich weit wie bei den Frauen. Außerdem hat es der Aufsteiger immer sehr schwer. Wir haben diese Erfahrung in der Landesliga selbst gemacht und fühlen uns in der Bezirksliga besser aufgehoben.

Ihr Nachwuchsbereich ist im Kreis Höxter mit derzeit sechs Mannschaften führend: Alle sechs Teams stehen in der Kreisliga auf den ersten beiden Plätzen.

Georg Groddeck: Ja. Das stimmt. Seit wir unsere Abteilung 1992 gegründet haben, legen wir viel Wert auf die Jugendarbeit. Bis auf Marius Müller, den Trainer unserer ersten Herren-Mannschaft, den es vor Jahren beruflich nach Bad Driburg verschlagen hat, stammen sämtliche Spielerinnen und Spieler der Damen und Herrenmannschaften aus unserer eigenen Jugendarbeit. Wir arbeiten eng mit dem Gymnasium St. Xaver zusammen. Allerdings ist es nicht so, dass wir in diesem Bereich keine Probleme hätten. Das Turbo-Abi macht auch uns zu schaffen. Das merken wir deutlich auch im Bereich unserer Nachwuchstrainer und Schiedsrichter. Das ist ein sehr schwieriges Thema und eine großes Herausforderung für alle Vereine im Breitensport.

Sie haben die Schiedsrichter angesprochen. Wie sind Sie in diesem Bereich aufgestellt?

Georg Groddeck: Im Moment sehr gut und das liegt mir auch sehr am Herzen. Wir stellen in dieser Saison zwölf Schiedsrichter und damit mehr als wir von der Anzahl unserer Mannschaften müssten. Tobias Großevollmer und Tobias Müller leiten für den TV Jahn Bad Driburg sogar Spiele in der Regionalliga. Müller pfeift auf in der Jugend-Bundesliga. Darius Rostam ist studienbedingt nach Hamburg gezogen und pfeift nun dort in der Regionalliga. Matthias Spiller gehört dem Perspektivkader Landesliga an. Außerdem sind auf WBV-Ebene noch Daniel Witt und Richard Krücke aktiv. Schiedsrichter stehen leider nicht so oft im Fokus, obwohl sie einen wichtigen Job ausüben. Sie müssen auch im Basketball ein dickes Fell haben und einiges aushalten.

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