Kreishallenmeisterschaften der Ü40-Fußballer: Neunmeter-Krimi im Finale BW Weser entführt Pokal

Steinheim (WB). »Wir haben den Pott«, jubeln die Ü40-Fußballer des FC Blau Weiß Weser, die nach einem 4:3 im Neunmeterschießen gegen SV Dalhausen/Tietelsen/Rothe am Samstag aus Steinheim den Hallen-Kreismeistertitel an die Weser entführt haben.

Von Heinz Wilfert
Die Ü40-Oldies des FC BW Weser haben die Kreishallenmeisterschaften gewonnen. Das Team hinten von links: Mathias Thamm, Torsten Ebeling, Peter Döring, Frank Evers; vorne von links: Eric Wilhelm, Calli Multhaupt, Holger Freisenhausen, Johannes Belde.
Die Ü40-Oldies des FC BW Weser haben die Kreishallenmeisterschaften gewonnen. Das Team hinten von links: Mathias Thamm, Torsten Ebeling, Peter Döring, Frank Evers; vorne von links: Eric Wilhelm, Calli Multhaupt, Holger Freisenhausen, Johannes Belde.

Beide Mannschaften zeigten im Endspiel viel Respekt voreinander und traten mit großer Vorsicht auf. Torchancen blieben in der regulären Spielzeit Mangelware, weil die Abwehr dominierte. Die Entscheidung musste im Neunmeterschießen fallen, mit dem besseren Ende für die Blau Weiß Oldies. Die bejubelten ihren Sieg als ihnen Spielleiter Josef Pürschel den goldfarbenen Siegerpokal überreichte. Etwas geknickt waren die unterlegenen Finalisten, die bis dahin ein bärenstarkes Turnier gespielt und nur in der Vorrunde gegen Drenke einen Punkt abgeben mussten. Der neue Kreismeister hatte seine Vorrundenbegegnung gegen Fürstenau verloren.

 »Ein Quäntchen Glück gehört immer dazu. Bei uns im Team passt aber auch die Mischung«, sagte Blau Weiß-Spielertrainer Frank Evers nach dem Sieg. Die Verlierer waren dagegen für einen Moment am Boden zerstört. »Dieses verflixte Neumeterschießen hat uns schon manchen Erfolg gekostet«, konnte Uwe Bartolles die Enttäuschung nach dem guten Turnierverlauf nicht verbergen. Schon im Vorjahr hatte man das Finale gegen Bredenborn verloren – ebenfalls im Neunmeterschießen.

 Auch das kleine Finale wurde durch ein 5:3 des SV Fürstenau Bödexen gegen SV Holzhausen im Neunmeterschießen entschieden. Beide Teams schenkten sich nichts. Den entscheidenden Treffer für Fürstenau verwandelte Torhüter Tom Rohde. Pürschel lobte bei der Siegerehrung den SV Holzhausen als kleinen Verein, der in solchen Turnieren immer wieder durch einen starken Auftritt imponiere.

 Nach der Vorrunde hatten sich in den drei Gruppen der SV Fürstenau Bödexen, SV Dalhausen/Tietelsen/Rothe und der Vorjahrssieger SV Bredenborn als Gruppensieger durchgesetzt. Alle Spiele der Zwischenrunde endeten mit sehr knappen Ergebnissen. Fürstenau Bödexen schaltete den TuS Bad Driburg mit 2:0 aus, Dalhausen/Tietelsen Rothe gewann seine Partie gegen die SpVg Brakel mit 2:1, Titelverteidiger SV Bredenborn schied gegen Blau Weiß Weser mit 0:1 aus und der SV Holzhausen/Erwitzen erreichte nach einem 1:0 das Halbfinale gegen die SG Niesen/Siddessen.

 Eine klare Sache waren die Halbfinalpaarungen. Dalhausen gewann gegen Fürstenau/Bödexen mit 3:0, Blau Weiß Weser gegen SV Holzhausen Erwitzen mit 3:1.

 Als bester Torhüter des Turniers wurde Jörg Hiltafsky (SV Dalhausen/Tietelsen/Rothe) ausgezeichnet, als bester Feldspieler Calli Multhaupt (Blau Weiß Weser). Kritisch äußerte sich Josef Pürschel zum Verlauf der Ü 40 Kreismeisterschaft, was nicht am Veranstalter SV Steinheim lag. Ausdrücklich dankte Pürschel dem SV Steinheim und Otto Lünz für die gute Organisation und zeichnet ihn mit einem Pokal aus. Nach kurzfristigen Absagen waren am Ende nur 13 Mannschaften angereist. Der Turnierplan wurde dadurch durcheinander gewirbelt und musste am Samstagmorgen neu aufgestellt werden. Statt in vier Gruppen wurde die Vorrunde nur in drei Gruppen gespielt. »So geht das nicht«, stellte der Spielleiter zur mangelnden Beteiligung fest.

 Auch von den Mannschaften kamen deutliche Worte: »Wir haben zwei Stunden auf das nächste Spiel warten müssen, das geht nicht«, so Ulrich Krawinkel vom SV Holzhausen/Erwitzen. Pürschel hat sich zum System und Modus der AH-Meisterschaften bereits Gedanken gemacht und kündigte für das nächste Jahr Änderungen an. »Wir wollen die Ü32 und die Ü 40 zusammenlegen.«

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