Trainer Jäger lobt Entwicklung der SG Altenbergen/Vörden in der Fußball-A-Liga  »Eine Prognose ist schwierig« 

Altenbergen (WB). Die SG Altenbergen/Vörden überwintert nach einer schwierigen Hinserie in der Fußball-A-Liga im Mittelfeld. 23 Zähler haben die Fusionierten in 14 Partien eingefahren. Im Interview mit WB-Mitarbeiter Frederichat Trainer Franzein vorrangiges Ziel.

Vorfreude auf die Rückrunde. Die Übungsleiter und Sommer-Neuzugänge der SG Altenbergen/Vörden (von links): Co-Trainer Theo Meier, Karl Justus, Tobias Schinowski, Daniel Schlickwei sowie Trainer Franz Jäger.
Vorfreude auf die Rückrunde. Die Übungsleiter und Sommer-Neuzugänge der SG Altenbergen/Vörden (von links): Co-Trainer Theo Meier, Karl Justus, Tobias Schinowski, Daniel Schlickwei sowie Trainer Franz Jäger.

 Herr Jäger, die Vorbereitung für die Rückrunde läuft auf Hochtouren. Doch zunächst, wie beurteilen Sie das Abschneiden der SG Altenbergen/Vörden in der Hinrunde?

 Jäger:Der siebte Platz und die Punktausbeute ist vor dem Hintergrund des oft wechselnden Personals, zahlreiche Spieler waren angeschlagen und verletzt, in Ordnung. Die Trainingsbeteiligung konnte aufgrund verhinderter Studenten und der verletzten Akteure zwangsläufig oft nicht so gut sein. Manchmal konnten nur vier Spieler an den Übungseinheiten teilnehmen. Wir haben noch zwei Nachholspiele, die wir natürlich gewinnen wollen. So könnten wir uns in der Tabelle noch einige Plätze verbessern.

 Gab es für die SG Altenbergen/Vörden in der Hinrunde ein besonderes Spiel?

 Jäger:In einigen Partien haben wir trotz zahlreicher Ausfälle überzeugende Leistungen geboten. Das Derby gegen den souveränen Primus FC Nieheim ist für uns natürlich das Highlight gewesen. Wir haben aus einem 0:2-Rückstand kurz vor Schluss ein 3:2 gemacht. Das war ein ganz starker Auftritt von uns. Leider haben wir in der Nachspielzeit, die 99. Minute war bereits angebrochen, noch den Ausgleich hinnehmen müssen. Natürlich ist auch der Derbysieg gegen den SV Kollerbeck sehr hoch zu bewerten Wenn wir mitannähernd bester Besetzung spielen, kann diese Mannschaft jeden Gegner der eingleisigen A-Liga Höxter/Warburg bezwingen.

 Wie sehen Sie die Entwicklung des Teams? Was waren die weniger guten Momente der Hinrunde?

 Jäger:Das taktische Verständnis und die Spielintelligenz sind verbessert. Das gesamte Auftreten hat mir imponiert. Es ist gut, dass wir durch dieZusammenlegung der A-Liga gegen Teams aus dem ehemaligen Sportkreis Warburg antreten dürfen. Mitunter sind die Spielsysteme unterschiedlich, das ist ein besonderer Reiz. Negativ waren die Schlappen gegen die Spitzenteams Warburg, das war eine 0:6-Klatsche, sowie das 1:5 gegen Stahle. Uns ist in diesen Spielen kaum etwas gelungen.

 Die SG konnte in den ersten sechs Spielen 13 Zähler einfahren. Wieso konnte die Serie nicht gehalten werden und erfolgte zwischenzeitlich ein Leistungsabfall?

 Jäger:Nach der überraschenden Niederlage im ersten Spiel gegen die Borgentreicher Reserve haben wir uns geschüttelt und die Kurve gekriegt. Dann machte uns die Verletztenmisere, Leistungsträger wie Samuel Weidler und Leo Albrecht sind unter anderem ausgefallen, zu schaffen und unseren Ambitionen einen Strich durch die Rechnung. Das Saisonziel war und bleibt ein Platz zwischen sechs und acht. Wir belegen Rang sieben und liegen trotz der zahlreichen Ausfälle im Soll. Wir wissen allerdings, dass vor uns noch eine harte Rückrunde liegt.

 Vor der Winterpause schaffte Ihr Team eine Serie von drei Siegen in Folge. Kam die Winterpause zum falschen Zeitpunkt?

 Jäger:Wir sind die gesamte Hinserie am Stock gegangen. Wir hätten den positiven Lauf natürlich gerne ausgebaut. In den Wochenspielen der Rückserie dürften unsere Studenten meistens fehlen. Trotzdem werden wir auch ohne sie nicht chancenlos sein.

 Sind die Neuzugänge echte Verstärkungen?

 Jäger:Unsere Neuzugänge haben sich prima eingefügt und ziehen hervorragend mit. Tobias Schinowski aus der A-Jugend der SpVg. Brakel, Hendrik Overgeld und Simon Rau, die aus unserer A-Jugend hochgemeldet wurden, haben sich gut entwickelt. Simon Rau ist ein wunderschöner Treffer gegen den FC Nieheim gelungen und generell macht er vorne viel Betrieb. Benedikt Willberg ist zudem ein ausgezeichneter Sechser. Ihm ist der Sprung von der zweiten in die erste Mannschaft gelungen. Insgesamt haben wir ein starkes Kollektiv. Der Altersdurchschnitt liegt gerade einmal knapp über 20 Jahre.

 Wo sehen Sie Ihr Team in der Endabrechnung?

 Jäger:Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen – nur das zählt. Weitere Akteure aus der A-Jugend sollen ab April an die erste Mannschaft herangeführt werden. Eine Prognose ist aktuell schwierig.

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