08-Mitglieder für Sportheim-Neubau  Schonlau: »Es geht um die Zukunft des Vereins« 

Warburg (güs/v.R.). »Es geht um die sportliche Ausrichtung in Warburg und um die Zukunft der Warburger Sportfreunde 08.« Mit diesen Worten macht sich der Vorsitzende des Traditionsvereins, Ansgar Schonlau, für den Bau eines neuen Sportheims in der Diemelaue stark.

Vorsitzender Ansgar Schonlau (Mitte), zweiter Vorsitzender Heiner Müller (rechts) und Geschäftsführer Markus Richter stellen die Pläne zum Sportheim-Neubau in der Diemelaue vor.
Vorsitzender Ansgar Schonlau (Mitte), zweiter Vorsitzender Heiner Müller (rechts) und Geschäftsführer Markus Richter stellen die Pläne zum Sportheim-Neubau in der Diemelaue vor.

Der 48-jährige spricht von einem »sozialen Projekt für die ganze Stadt«. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat der Vorstand die Neubaupläne am Mittwochabend im Saal der Gaststätte »Ratskeller« vorgestellt. Auf der Höhe der Mittellinie möchten die 08er am so genannten Wall (gegenüber dem Diemeldamm) ein 150 Quadratmeter großes Sportheim mit Kabinen, Duschen, Schiedsrichterraum, Abstellraum und Gemeinschaftsraum errichten. »Das alte Sportheim, das auf einer früheren Schmiede errichtet wurde, ist marode, die Bodenplatte ist gebrochen, eine Decke wird von Stützen getragen«, berichtete Schonlau.

Auf der Hüffert haben die Sportfreunde an der Dreifachturnhalle einen Gruppenraum. Auch hier reiche der Platz angesichts von insgesamt zwölf Fußball-Mannschaften sowie Frauen- und Kinderturngruppen bei weitem nicht aus. »Als Verein mit fast 800 Mitgliedern müssen wir unseren Sportlern und Mitgliedern ein Angebot machen«, sagte der Vorsitzende und berichtete, dass Warburg 08 einen großen Zulauf an Kindern und Jugendlichen habe.

Auch aus den umliegenden Dörfern, die aufgrund der demographischen Entwicklung weniger Mannschaften stellen können, würden sich mehr Fußballer den 08ern anschließen. Allerhand Aktive gibt es (wie berichtet) auch im Bereich des Mädchenfußballs.

»Es macht aus unserer Sicht keinen Sinn, ein Sportheim am kleinen Gelände am Hüffertsportplatz zu errichten, zumal wir mit der Diemelaue eine der schönsten Sportanlagen im Umkreis haben«, sagte Schonlau. Der Vorstand habe die Baupläne mit einem Architekten erarbeitet, teilte zweiter Vorsitzender Heiner Müller mit. Geschäftsführer Markus Richter wies darauf hin, dass die erste Mannschaft in der Diemelaue eine neue Heimat gefunden hat. Das alte Sportheim biete nicht einmal die Möglichkeiten zur Bewirtung von Zuschauern und Gästen, fügte er hinzu. »Es fehlen zum Beispiel auch Toiletten«, merkte Schonlau an und wies darauf hin, dass dies zum Beispiel beim Oktoberwochen-Volkslauf des Warburger TV auch oft als Problem genannt worden sei. Auch dem immer stärker aufkommenden Breitensport würde ein neues Sportheim als Treff und Mittelpunkt des Vereinslebens zugute kommen, ist sich das Führungsteam sicher. »Der Vorstand will sich nicht eines Tages den Vorwurf machen lassen, er habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt«, sagte Ansgar Schonlau.

Er machte deutlich, dass die Mitglieder den Bau eines neuen Sportheims mittragen und durch Eigenleistung ermöglichen müssten. Bevor ein Bauantrag gestellt werden könne, müsse außerdem sicher sein, dass das Projekt von Sponsoren und Förderern unterstützt wird. Schonlau: »Jede noch so kleine Spende ist willkommen.«

Nach einer intensiven Diskussion stimmten die anwesenden Mitglieder dafür, dass der Vorstand die Neubaupläne vorantreibt und die entsprechenden Anträge stellt.

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