Tischtennis-WM: Driburgerin begeistert Mittelhams Show mit Wang Liqin

Bad Driburg (WB). Um diesen Auftritt dürften sie wohl die meisten Tischtennisspieler der Welt beneiden. Die Driburgerin Nina Mittelham hat in Shanghai ein Show-Match gegen Weltstar Wang Liqin bestritten.

Von Sylvia Rasche
Die Driburgerin Nina Mittelham hat bei der WM im Einzel als beste Deutsche das Achtelfinale erreicht.
Die Driburgerin Nina Mittelham hat bei der WM im Einzel als beste Deutsche das Achtelfinale erreicht.

»Nina war mega-begeistert, dass sie diese Chance bekommen hat«, berichtet ihr Vater Olaf Mittelham von dem überraschenden Event. Als Nina Mittelham im Achtelfinale der U18-WM ausgeschieden war, kamen die Veranstalter auf sie zu und fragten, ob sie sich zwei Stunden Zeit nehmen könne. »Nina hat kurz mit ihrem Trainer beraten und dann zugestimmt«, erklärt Olaf Mittelham. Die Fahrt ging in eine große Shopping-Mall ins Zentrum von Shanghai. Dort fand eine Tischtennis-Werbe-Veranstaltung statt. Wang Liqin, dreimaliger Einzelweltmeister und Doppel- sowie Team-Olympiasieger, wartete bereits auf die Driburgerin. Sie durfte gegen den chinesischen Altmeister am Tisch zaubern. So hatte die WM, von der sie ohne die erträumte Medaille zurückkehrt, doch noch ein echtes Highlight parat.

Zuvor schaffte Nina Mittelham in der Runde der besten 32 die Revanche gegen die Hongkong-Chinesin Wai Yam Minnie Soo. Im Teamwettbewerb hatte sie gegen die Asiatin noch verloren und war so hauchdünn an der möglichen Bronze-Medaille vorbeigeschrammt. »Nina hätte lieber im Teamwettbewerb gegen Soo gewonnen und eine Medaille mit nach Hause gebracht«, berichtet Olaf Mittelham, der mit seiner Tochter während der WM regelmäßig in Kontakt stand. »Obwohl das natürlich aus China schwierig ist, weil dort Facebook stark eingeschränkt ist. So blieben uns nur Kurznachrichten über das Handy«, berichtet Mittelham.

Der Revanche-Sieg im Einzelwettbewerb gegen Wai Yam Minnie Soo fiel mit 4:2 deutlich aus und brachte Nina Mittelham sicher ins Achtelfinale. »Der Einzelwettbewerb läuft über vier Gewinnsätze. Im Teamwettkampf reichen drei Sätze zum Sieg. Nina fühlt sich mit vier Sätzen wohler, weil sie da mehr Zeit hat, ins Match zu finden und ein Satzverlust nicht so ins Gewicht fällt wie bei drei Gewinnsätzen«, weiß Olaf Mittelham. Wie schon im Teamwettkampf meinte es das Los mit der Driburgerin auch im Einzel nicht gut. Sie erwischte jeweils die schwerere Turnierhälfte. Im Achtelfinale war dann gegen Mima Ito in vier Sätzen Endstation. Die Japanerin hatte im Vorjahr in Deutschland für Aufsehen gesorgt, als sie als damals 13-Jährige mit ihrer gleichaltrigen Doppelpartnerin den Damen-Wettbewerb der German-Open für sich entschied. Sie ist damit die jüngste Doppel-Siegerin eines World-Tour-Turniers überhaupt.

Am Mittwoch wird die deutsche Nationalmannschaft in Düsseldorf zurück erwartet. Samstag steht schon der nächste Termin im Kalender von Nina Mittelham. Dann geht es zum Abstiegskampf in der Bundesliga mit dem TuS Bad Driburg nach Schwabhausen.

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