Roland Klein kann sich Rückkehr als Trainer nur bei optimalen Voraussetzungen vorstellen  Weihnachtsmarkt statt Fußball 

Bad Driburg (WB). 54 Jahre ist er inzwischen. Gibt es nach dem Rücktritt eine Rückkehr als Trainer? »Die letzte Trennung hat mich mitgenommen«, gibt Roland Klein zu. Der Fußball halte manchmal eben auch unliebsame Überraschungen parat.

Von Jürgen Drüke
Jetzt hält er ganz genau Ausschau: Roland Klein ist Ende Oktober als Trainer der Fußballerinnen des Landesligisten SV Ottbergen/Bruchhausen zurückgetreten. Das heimische Fußball-Geschehen hat der 54-Jährige trotzdem weiterhin im Blick.
Jetzt hält er ganz genau Ausschau: Roland Klein ist Ende Oktober als Trainer der Fußballerinnen des Landesligisten SV Ottbergen/Bruchhausen zurückgetreten. Das heimische Fußball-Geschehen hat der 54-Jährige trotzdem weiterhin im Blick.

 Fünf Wochen ist es nun her, dass Klein seinen Trainerjob bei den Fußballerinnen des SV Ottbergen/Bruchhausen quittiert hat. Die Mannschaft stand zu diesem Zeitpunkt nach sieben Spielen auf Rang zwei in der Landesliga. Zudem hatte der Coach mit den Mädels das Halbfinale im Kreispokal erreicht. »Allerdings hat es unüberbrückbare Probleme im zwischenmenschlichen Bereich gegeben«, bleibt der Ex-Oberligaspieler der SpVg. Brakel bei seiner allgemeinen Aussage vom 28. Oktober. Das war der Tag, an dem er seine Konsequenzen gezogen hat und sich bei den Kickerinnen verabschiedete.

 Erst im Sommer hatte Klein den Posten beim hinter dem SV Bökendorf im Kreis Höxter zweitstärksten Fußball-Frauenteam angetreten. Erstmals wagte sich der Herster an eine Frauenmannschaft heran. »Es war etwas Neues für mich, nachdem ich vorher die Seniorenkicker des SV Höxter II trainiert hatte. Sicherlich bin ich auch deshalb zum SV Ottbergen/Bruchhausen gekommen, weil meine Tochter Julika hier gespielt hat, und ich vorher bei vielen Spielen des SV Ottbergen/Bruchhausen Zuschauer war.« Aber Kickerinnen und Kicker seien zwei verschiedene paar Schuhe, musste Klein schnell erkennen. Ihn haben die erfolgreichen Jahre als Abwehr- und Mittelfeldspieler bei seinem Heimatverein TuS Bad Driburg in der Bezirks- und Landesliga sowie danach als Leistungsträger bei der SpVg. Brakel in der Verbands- und Oberliga geprägt. »Das ist lange her«, sagt der Herster und will eigentlich gar nicht zurückschauen. Sein Blick ist nach vorn gerichtet. Klein orientiert sich amaktuellen Fußball. Ob er allerdings auf die Trainerbühne zurückkehren wird, das ist fraglich: »Wenn ich noch einmal einen solchen Posten annehmen werde, dann muss es passen.« Klein wird sich Verein und Mannschaft deshalb ganz genau anschauen.

 Aktuell schaltet der Aussteiger ab. »Ich habe einen stressigen Beruf. Fußball ist Hobby. Dieses sollte Spaß machen und ein guter Ausgleich sein«, hebt Klein hervor. »Wenn das Hobby allerdings zur Belastung wird, sollte man aufhören«, rät der Sportsmann.

 Der Trainerjob sei insbesondere im Amateurbereich nicht einfach und verlange unermüdlichen Einsatz sowie großen Willen. Deshalb genießt Roland Klein nun erst einmal die fußballfreie Zeit. »Natürlich verfolge ich das Geschehen im Fußballkreis Höxter weiterhin interessiert. Das kann ich nun allerdings völlig unbekümmert und neutral«, hebt der Mann, der Ähnlichkeit mit Trainer Norbert Meier von Arminia Bielefeld hat, hervor. An den Sonntagen könne er nun mit seiner Ehefrau etwas unternehmen und in der Adventszeit die heimischen Weihnachtsmärkte besuchen.

 Weihnachtsmarkt statt Fußballspiel. Rolli Klein genießt es.

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