Gelb-Schwarze wollen bestes Rückrunden-Team der A-Liga werden TuS Hembsen greift an

Hembsen (WB). 18 Punkte aus elf Spielen bedeuten Rang neun. Der TuS Hembsen ist in der A-Liga in der Hinrunde hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Beim Dritten der Vorsaison haben sie die Ursachen ausgemacht.

Von Fabian Scholz
TuS-Mittelfeldspieler Amadou Diallo setzt sich hier gegen Jannik Reinhardt (links) und Julian Reinhardt vom SV Kollerbeck durch. Im Hinrundenspiel führte Hembsen gegen Kollerbeck bis kurz vor Schluss und unterlag am Ende mit 1:2-Toren.
TuS-Mittelfeldspieler Amadou Diallo setzt sich hier gegen Jannik Reinhardt (links) und Julian Reinhardt vom SV Kollerbeck durch. Im Hinrundenspiel führte Hembsen gegen Kollerbeck bis kurz vor Schluss und unterlag am Ende mit 1:2-Toren. Foto: Anna Beckmann

Insbesondere der Saisonstart verlief holprig. Trainer Michael Vielain stellt gewohnt kritisch fest: »Mit dem Abschneiden der ersten Saisonhälfte können wir nicht zufrieden sein. Wir haben insbesondere in den ersten Partien unsere Qualität nicht abrufen können.« Das Auftaktspiel sei mit dem 0:3 gegen den FC Stahle vollends daneben geraten. »Bei uns war jeder Akteur ein Totalausfall gewesen.«

Die Stahler sollten sich im Rückspiel auf einiges einstellen. Der Coach gibt sich angriffslustig. Der absolute Tiefpunkt sei die 1:4-Heimniederlage gegen den FC Germete/Wormeln gewesen. »Mir ist bis zum heutigen Tag unklar, warum die Mannschaft so unkonzentriert aufgetreten ist und sich vom einfachen Konterspiel der Germeter überrumpeln ließ.«

Start in die Saison holprig

Dabei war die Vorbereitung im Sommer gut verlaufen. Die Leistungen in den Testspielen ließen sich durchaus sehen. »Die Motivation war groß«, blickt Vielain zurück. Die Probleme aus dem ersten Viertel der Spielzeit 2017/18 sind behoben. In der Endhase der Hinrunde lief der Motor fast schon wieder auf normaler Betriebstemperatur. In den letzten fünf Partien 2017 ließ der gelb-schwarze Express keine Niederlage zu und holte elf Punkte. »Die Winterpause kam für uns etwas zu früh. Wir hätten gerne noch ein paar mehr Spiele bestritten«, sah der Coach sein Team auf dem richtigen Weg. Gegen den souveränen Spitzenreiter TSC Steinheim und den spielstarken Tabellenzweiten TiG Brakel spielten die Hembsener jeweils 1:1. Gegen die Topteams vergab der TuS beste Möglichkeiten zum Sieg. »In beiden Spielen waren wir die agilere Mannschaft. Wir haben leider unsere Möglichkeiten nicht genutzt«, blickt der ehemalige Torjäger zurück. Die mangelnde Chancenverwertung sei die größte Schwäche seines Teams. 27 Tore in elf Spielen – sind ein nicht unbedingt guter Wert. »Es ist letztlich völlig egal, wie der Ball im Tor landet. Meine Spieler haben in vielen Situationen vergessen wo das Tor steht. In aussichtsreichen Positionen wurde zu oft hin und hergespielt. Dabei wäre der direkte Torschuss das beste Mittel gewesen.«

Treffsicherheit hat gefehlt

Mehr Geradlinigkeit und Kaltschnäuzigkeit erwartet Vielain von seinen Schützlingen. Zudem müsse sein Team konzentrierter spielen. Das müssen wir schaffen. Zusätzlich gilt es, einfach konzentrierter aufzutreten«, weiß der Coach.

Hinten wiederum sind sie stabil geblieben. Mit 17 Gegentreffern stellt der TuS die drittbeste Abwehrreihe der Liga. Die Routiniers würden für die guten Werte stehen und zudem das Spiel ankurbeln.

Vielain hat in der Winter-Vorbereitung eine klare Vorgabe gemacht: »Wir wollen bestes Team der Rückrunde werden. Das haben wir auch in der abgelaufenen Saison geschafft. Die Mannschaft hat das Potenzial dafür.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.