A-Junioren-Landesligist SpVg. Brakel hat allerdings Auswärtsschwäche Zuhause ist die Weste weiß

Brakel (WB). Bescheidenheit und Demut sind im Sport wichtige Tugenden. Maik Schmitz, Trainer des A-Junioren-Landesligisten SpVg. Brakel, schätzt diese Werte und betont: »Für uns steht der Klassenerhalt nach wie vor an erster Stelle.«

Von Felix Senftleben
Aus dem Fußball-Lehrbuch: Tarik Aksogan (rechts) zieht hier ab. Der Mittelfeldakteur legt mit den A-Junioren der SpVg. Brakel in der Landesliga bisher eine starke Saison hin. Allerdings muss sich das Team auswärts verbessern.
Aus dem Fußball-Lehrbuch: Tarik Aksogan (rechts) zieht hier ab. Der Mittelfeldakteur legt mit den A-Junioren der SpVg. Brakel in der Landesliga bisher eine starke Saison hin. Allerdings muss sich das Team auswärts verbessern. Foto: Jan-Hendrik Schrick

Außenstehende mag diese Aussage irritieren, denn die Brakeler Kicker haben eine gute erste Saisonhälfte gespielt und belegen mit 16 Punkten aus neun Spielen Rang sechs. Lediglich vier Zähler sind sie in der ausgeglichenen Spielklasse vom Spitzenreiter VfL Theesen entfernt. Zum Vorletzten SV Brilon, der den ersten Abstiegsplatz einnimmt, trennen die Brakeler bereits zwölf Punkte. Es müsste somit schon mit dem Teufel zugehen, wenn die SpVg. Brakel in der Saison 2018/19 nicht in der Landesliga spielen sollte.

Team ist geerdet

Die Nethestädter sind und bleiben geerdet. »Auf uns warten in der Rückrunde schwere Aufgaben«, blickt Schmitz voraus. Sie können die Herausforderungen aus mehreren Gründen selbstbewusst angehen. Vier Spiele und vier Siege ist die Bilanz der Brakeler auf heimischen Rasen. Die Rot-Schwarzen haben eine Heimfestung aufgebaut. Ganze zwei Gegentreffer ließen sie im eigenen Stadion zu. Marvin Fenske und Denis Kisselev, die sich zwischen den Pfosten abwechseln, sind erstklassige Torhüter. In der Fremde gibt es Nachholbedarf: In den bisherigen fünf Auswärtsspielen holten sie nur vier Punkte.

Start nach Maß

Schmitz weiß, dass seine Mannschaft von einem Start nach Maß profitiert hat. In den ersten fünf Begegnungen heimsten sie ungeschlagen 13 von 15 möglichen Zählern ein. »Die Vorbereitung im Sommer war intensiv. Wir sind dafür zu Beginn mit vier Siegen aus fünf Partien belohnt worden«, betont der Coach. Nach dieser Erfolgs­serie folgte das Kreispokalfinale gegen den Bezirksligisten JSG Germete. Brakel gewann 3:1. Nur 40 Stunden später ging es in der Meisterschaft weiter. Der Kraftverlust des Pokalfinales machte sich bemerkbar – 0:5 hieß es bei Borussia Emsdetten. »Zwischen Heim- und Auswärtsauftritten klafft bei uns ein zu großes Gefälle. In der Fremde müssen wir wesentlich kompakter und selbstbewusster auftreten«, feilt der Trainer in der Wintervorbereitung an der Auswärtstaktik. Es folgte ein 4:1-Heimerfolg gegen Wettringen. Wieder war es ein gelungener Auftritt gewesen. Zwei Auswärtsniederlagen schlossen sich in den Topspielen gegen Preußen Espelkamp (0:3) sowie gegen Primus Theesen an. Das 4:5 in Theesen offenbarte das große Brakeler Potenzial in der Offensive und deckte gleichzeitig die Defensivschwächen schonungslos auf. »Am Ende war uns Theesen etwas voraus und hat verdient gewonnen«, blickt Maik Schmitz zurück.

Winterpause beendet

Die ranghöchste Fußball-A-Juniorenmannschaft des Kreises Höxter wird bereits in der kommenden Woche die Winterpause beenden. Dienstag, 9. Januar, beginnt die vierwöchige Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison. Im Westfalenpokal wollen die Rot-Schwarzen am Sonntag, 4. Februar, beim SC Lüdenscheid die nächste Runde erreichen. Die Aussichten sind gut, denn die Lüdenscheider sind in der Bezirksliga, Staffel vier, abgeschlagenes Schlusslicht. In den Meisterschaftsspielbetrieb steigen die Brakeler Sonntag, 18. Februar, mit dem Gastspiel beim SV Herbern wieder ein. Testspiele absolviert der heimische Landesligist vorher gegen den A-Junioren-Bezirksligisten TBV Lemgo sowie gegen die Seniorenkicker des TuS Lüchtringen (B-Liga Nord) und nach dem Pokalauftritt gegen den TuS Hembsen (A-Liga).

»Das erste Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt. Den wollen wir ganz schnell festmachen. Die Mannschaft wird gut vorbereitet in die entscheidende Phase gehen«, schaut Maik Schmitz zuversichtlich nach vorne. Wichtig sei wie zu Saisonbeginn ein guter Start.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.