Tischtennis: Driburgs Manager Franz-Josef Lingens im Gespräch – Trio hat verlängert »Wir kämpfen um das Halbfinale«

Bad Driburg (WB). Das wird ein echter Tischtennis-Marathon. Gleich drei Partien muss der TuS Bad Driburg von Freitag bis Sonntag bestreiten. Los geht es mit dem Europapokal-Viertelfinale am Freitag, bevor Samstag und Sonntag die Bundesliga auf dem Programm steht. Vor dem »Tischtennis-Dreikampf« sprach WESTFALEN-BLATT-Redakteurin Sylvia Rasche mit TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

Gesprächsbedarf beim TuS Bad Driburg: Coach Kevin Kösling, Nina Mittelham, Sophia Klee, Linda van de Leur-Creemers und Elena Waggermayer (von links) suchen nach dem Erfolgsgeheimnis. Im Europapokal haben sie den Traum vom Einzug ins Halbfinale trotz der schwierigen Ausgangslage nicht aufgegeben.
Gesprächsbedarf beim TuS Bad Driburg: Coach Kevin Kösling, Nina Mittelham, Sophia Klee, Linda van de Leur-Creemers und Elena Waggermayer (von links) suchen nach dem Erfolgsgeheimnis. Im Europapokal haben sie den Traum vom Einzug ins Halbfinale trotz der schwierigen Ausgangslage nicht aufgegeben. Foto: Sylvia Rasche

Herr Lingens, Ihr Team hat am vergangenen Samstag im Europapokal-Hinspiel in Russland 1:3 verloren. Wie groß ist die Enttäuschung mit ein paar Tagen Abstand ?

Franz-Josef Lingens: Es geht schon wieder. Natürlich war ich sehr enttäuscht, weil wir uns das Spiel in Taganrog anders vorgestellt hatten. Aber jetzt gilt es, nach vorne zu schauen. Es wird nicht leicht, noch ins Halbfinale einzuziehen. Aber wir werden alles versuchen und wollen den Zuschauern ein schönes Spiel bieten. Gerade zu Hause haben wir die Chance, das Match zu drehen.

Wie hoch müssen Sie gewinnen, um noch ins Halbfinale einzuziehen?

Lingens (lacht): Am besten 3:0, dann müssten wir nicht mehr rechnen. Aber auch ein hohes 3:1 würde noch reichen. Allerdings müssten wir dann unsere Siege ohne Satzverlust einfahren und in dem verlorenen Spiel wenigstens einen Satz gewinnen.

Haben Sie sich schon eine Taktik zurecht gelegt, um das Ziel doch noch zu erreichen.

Lingens: Nina Mittelham wird beginnen. Das steht schon fest. Danach gibt es zwei Optionen. Wir könnten Sarah DeNutte an Position drei spielen lassen. Wenn Mittelham und DeNutte ihre Spiele dann jeweils 3:0 gewinnen würden, müsste Sophia Klee an Position zwei einen Satz beisteuern und wir wären weiter. Oder wir belassen es bei der bisherigen Reihenfolge mit DeNutte vor Klee. Das werden wir am Freitag noch mal kurz vor dem Spiel innerhalb der Mannschaft besprechen und dann entscheiden. In jedem Fall können sich die Zuschauer auf eine spannende Partie freuen. Wir geben uns trotz der schwierigen Ausgangsposition noch nicht geschlagen.

Samstag haben Sie ein Bundesliga-Heimspiel gegen Böblingen, Sonntag ein Auswärtsspiel in Bingen. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in diese beiden Spiele?

Lingens: Das Heimspiel am Samstag wollen wir gewinnen, auch wenn Böblingen letzte Woche überraschend gegen Kolbermoor gepunktet hat. Sonntag in Bingen wären wir auch mit einem Unentschieden sehr zufrieden. Bingen hat am vergangenen Sonntag gegen Berlin gewonnen und ist wieder Spitzenreiter.

Sie haben die überraschenden Ergebnisse der Vorwoche angesprochen. Wie sicher sind Sie, dass Sie nicht am Ende noch aus den Play-off-Rängen herausfallen?

Lingens: Da mache ich mir keine Sorgen. Wir sind derzeit Tabellenvierter. Diesen Platz möchten wir gerne halten, weil wir dann in der Play-off-Runde mit einem Heimspiel starten. Wenn alles gegen uns läuft, können wir natürlich in der Tabelle noch abrutschen. Aber nicht soweit, dass es am Ende nicht mehr reicht. Das kann ich mir nicht vorstellen. Die Mannschaften, die unter uns stehen, spielen auch noch direkt gegeneinander und nehmen sich in diesen Spielen Punkte ab. Wir können schon für die Play-offs planen und freuen uns auf diese Endrunde.

Die Europapokal-Abende in der Südstadthalle waren in dieser Saison immer gut besucht. Warum sollen die Fans kaum 17 Stunden nach dem Freitagsspiel schon am Samstag wieder in die kleine Turnhalle zur Bundesliga kommen?

Lingens: Weil sie dort ein attraktives Spiel zu sehen bekommen werden. Allein das Duell der beiden Spitzenspielerinnen zwischen unserer Nina Mittelham und der Böblinger Abwehrspielerin Qianhong Gotsch wird einen Besuch in der Halle wert sein.

Sie müssen in dieser Saison zu jedem Spiel Ihr Team neu zusammenstellen, weil Sie wegen der Babypause von Nadine Bollmeier nur über drei Stammkräfte verfügen. Wie anstrengend ist das?

Lingens: Glücklicherweise sind wir mit drei Stand-by-Spielerinnen in die Saison gestartet. Es ist trotzdem sehr schwer, alle Termine zu koordinieren. Yan Su, Linda van de Leur-Creemers und Elena Waggermayer haben sich ja bewusst dazu entschieden, nur noch als Ersatzspielerinnen zu fungieren und haben letztlich doch mehr Einsätze gehabt als ursprünglich geplant.

Wie sieht es mit den Personalplanungen für die kommende Saison aus? Gibt es schon konkrete Zusagen oder Neuverpflichtungen?

Lingens: Bisher habe ich drei Zusagen unserer aktuellen Spielerinnen: Sarah DeNutte, Nadine Bollmeier und Sophia Klee werden auch in der kommenden Saison für den TuS Bad Driburg aufschlagen. Mit Nina Mittelham befinde ich mich im Gespräch und hoffe, dass sie sich auch für ein weiteres Jahr in Driburg entscheidet. Dazu würde ich gerne mit zwei Ersatzspielerinnen in die Saison gehen. Da ist aber noch nichts konkret.

Die Termine im Überblick

ETTU-Cup-Viertelfinale: TuS Bad Driburg - TMK Taganrog (Freitag, 19 Uhr, Südstadthalle, Am Krähenhügel).

Bundesliga: TuS Bad Driburg - SV Böblingen (Samstag, 14 Uhr, Grundschulturnhalle, Jahnstraße).

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim - TuS Bad Driburg (Sonntag, 14 Uhr, in Bingen).

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