Tischtennis-Europapokal: Bundesligist reist nach Russland Driburg träumt vom Halbfinale

Bad Driburg (WB). »Wir wollen ins Halbfinale.« Franz-Josef Lingens, Manager des Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg spricht das Ziel deutlich aus. Im Europapokal möchten die Driburger zu den besten vier Teams gehören und können dafür an diesem Samstag in Russland die Voraussetzungen schaffen.

Von Sylvia Rasche
Nina Mittelham (links, im Gespräch mit Coach Kevin Kösling) möchte mit dem TuS Bad Driburg in Russland eine gute Ausgangslage für das Rückspiel schaffen.
Nina Mittelham (links, im Gespräch mit Coach Kevin Kösling) möchte mit dem TuS Bad Driburg in Russland eine gute Ausgangslage für das Rückspiel schaffen. Foto: Sylvia Rasche

Nach dem »Aus« in der Champions-League steigt der TuS Bad Driburg im Viertelfinale des ETTU-Cups ein und hat ein anspruchsvolles Los gezogen. Das russische Team TMK-Tagmet Taganrog hat in der europäischen Vereinspunkterangliste nur unwesentlich weniger Zähler auf dem Konto als die Driburger. Damit stehen zwei spannende Partien um den Einzug ins Halbfinale bevor. An diesem Freitag machen sich die Driburger über Moskau auf den Weg in die südrussische Hafenstadt am Asowschen Meer. Am kommenden Freitag, 23. Februar, steht das Rückspiel in Bad Driburg auf dem Programm.

»Wir wollen in Russland die Grundlage für ein tolles Heimspiel legen. Am liebsten wäre uns natürlich ein Sieg. Mit einer knappen Niederlage hätten wir im Rückspiel aber auch noch gute Chancen«, sagt Lingens.

Taganrog hat im ETTU-Cup bisher alle Aufgaben souverän gelöst und sich mit vier 3:0-Erfolgen ins Viertelfinale gespielt. An den Start gehen die Gastgeber mit drei Angriffsspielerin: Olga Vorobeva und Elena Troshneva sind erfahrende russische Nationalspielerinnen. Die Nummer drei, Valentina Sabitova, ist zweifache russische Vizemeisterin im Doppel. »Wir sind vom Niveau her auf Augenhöhe. Das haben mir gleich mehrere Experten bestätigt«, hat sich Franz-Josef Lingens im Vorfeld umgehört. Bei den Ungarn-Open im Januar sorgte Olga Vorobeva für Aufsehen, indem sie die deutsche Nationalspielerin Sabine Winter in vier Sätzen besiegte. »Daran sieht man schon, wie stark unsere Gastgeber sind«, weiß Franz-Josef Lingens, worauf sich sein Team in Russland einstellen muss.

Allerdings haben auch die Driburger zuletzt gute Ergebnisse vorzuweisen. Spitzenspielerin Nina Mittelham hat in den ersten Wochen des Jahres gleich mehrere europäische Topspielerinnen geschlagen und befindet sich in guter Verfassung. »Wenn sie in Taganrog so spielt wie zuletzt, kann sie auch zwei Punkte machen«, meint Lingens. Sarah DeNutte verteidigte am Wochenende ihren luxemburger Landesmeistertitel und zeigte auch vorher im DTTB-Pokal und in der Bundesliga gute Leistungen. Als Nummer drei fährt Elena Waggermayer mit nach Russland.

Sophia Klee greift erst im Rückspiel in den ETTU-Cup ein. Sie ist an diesem Wochenende beim Bundesranglistenfinale der Mädchen in Sachsen-Anhalt eine der Titelfavoritinnen und setzt daher im internationalen Geschäft aus. Am Rückspielwochenende steht den Driburgerinnen übrigens ein echter Tischtennis-Marathon bevor. Am Freitag, 23. Februar, wollen sie ab 19 Uhr in der Südstadthalle den europäischen Halbfinaleinzug perfekt machen. Am Samstag, 24. Februar, empfangen sie um 14 Uhr in der Grundschulhalle den SV Böblingen, bevor sie am Sonntag, 25. Februar, in Bingen zum dritten Spiel innerhalb von nur drei Tagen antreten.

Zuschauer-Info: Übertragen wird das ETTU-Cup-Hinspiel im Liveticker auf der Homepage der Europäischen Tischtennis-Union (www.ettu.org) am Samstag ab 14 Uhr deutscher Zeit.

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