Fußball-A-Ligist FC Neuenheerse/Herbram möchte sich steigern Einfache Fehler abstellen

Neuenheerse/Herbram (WB). Erst der überraschende und emotionale Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A, dann eine eher enttäuschende Hinrunde: Der FC Neuenheerse/Herbram und Trainer Werner Schuck wollen nach der Winterpause die einfachen Fehler abstellen.

Von Björn Friedrichs
Dennis Suchodola (Mitte) und seine Teamkollegen des FC Neuenheerse/Herbram haben sich langsam an das Niveau in der Kreisliga A gewöhnt und wollen in der Rückrunde noch ein bis zwei Plätze nach oben klettern.
Dennis Suchodola (Mitte) und seine Teamkollegen des FC Neuenheerse/Herbram haben sich langsam an das Niveau in der Kreisliga A gewöhnt und wollen in der Rückrunde noch ein bis zwei Plätze nach oben klettern. Foto: Jan-Hendrik Schrick

»Das Abschneiden hat viele Gründe«, sagt Werner Schuck, der in seiner dritten Saison die Geschicke in Neuenheerse leitet. Sieben Punkte sammelte der FC bislang in 14 Spielen. »Wir sind aufgrund des Entscheidungsspiels gegen Brakel später in die Vorbereitung gestartet , die durch Klausuren der Studenten auch nur schleppend lief. Außerdem haben mehrere Akteure aus privaten oder verletzungsbedingten Gründen aufgehört. Dazu gehörte auch Torjäger Stephan Sprock, außerdem hat sein Sturmpartner Christian Nölle den Verein Richtung Dringenberg verlassen. Dadurch waren wir personell nicht so gut aufgestellt. Das war nicht so schnell und einfach zu ersetzen«, berichtet der Coach.

Einfache Fehler

Ein weiteres Problem machte er an einfachen Fehlern fest. »In drei oder vier Spielen waren wir chancenlos, da muss man nichts schönreden. Viele Spiele standen aber auf der Kippe. Individuelle Fehler werden in der A-Liga schneller bestraft, da müssen wir einen Lernprozess durchlaufen. Als Beispiel dient das Spiel gegen Bad Driburg, das wir 3:0 oder 4:0 gewinnen müssen und am Ende 0:0 spielen.«

Schuck betont aber auch, dass sich seine Elf zum Ende der Hinrunde gesteigert habe. Die Offensive gehört mit 19 Treffern in der Liga nicht zu den schlechtesten, an der Defensive (45 Gegentore) muss in der Vorbereitung aber gearbeitet werden.

»Wir haben in der Winterpause mit Fabian Löhr defensiv Verstärkung bekommen. Vor dem Winter hat sich uns außerdem Jeffrey Olehge angeschlossen. Ich hoffe, dass unsere eigentlichen Mittelfeldspieler Timo Stork und Hubertus Sökefeld nun wieder auf ihren angestammten Positionen spielen und die leichten Fehler eindämmen können«, erwartet Schuck neue Möglichkeiten.

Kein Anlass, die Füße hochzulegen

Er möchte die Rückserie schon als Vorbereitung für die neue Saison sehen: Trotz der Aussichten, dass es womöglich keinen Absteiger mehr geben werde, gäbe es keinen Anlass, die Füße hochzulegen. Kein Spieler sollte sich in Sicherheit wiegen, macht der Coach deutlich.

Mitte Februar startet der FC Neuenheerse/Herbram in die Vorbereitung. Vor dem ersten Saisonspiel am 25. März in Stahle stehen fünf Testpartien auf dem Programm. Vor allem auswärts muss der Aufsteiger seinen Trend ändern. In der Fremde holte Neuenheerse erst einen Punkt, in der Rückrunde warten noch neun Auswärtsspiele. Zuhause dürfen sie nur noch dreimal ran.

»Das Fußballjahr 2017 war für uns mit dem Aufstieg sicher ein Highlight. Auch der neue Kunstrasenplatz brachte eine Aufbruchstimmung. Jetzt heißt es aber: Nach vorne gucken und aus den Fehlern lernen. Wir wollen ein oder zwei Plätze in der Tabelle klettern«, hat Werner Schuck klare Vorstellungen.

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