Tischtennis: TuS Bad Driburg erstmals im Final Four Die große Endspiel-Chance

Bad Driburg (WB). Es geht um den ersten Titel des Jahres – und der TuS Bad Driburg ist dabei. Erstmals in der Vereinsgeschichte haben sich die Badestädter für das Final Four um die deutsche Pokalmeisterschaft der Tischtennisfrauen qualifiziert. In Hannover will der Bundesligist nun auch das Endspiel erreichen.

Von Sylvia Rasche
Sarah DeNutte hat gegen Busenbach erstmals beide Spitzeneinzel in dieser Saison gewonnen. Wenn sie sich auch im Final Four in dieser starken Form präsentiert, hat der TuS Bad Driburg eine gute Chance, ins Endspiel einzuziehen.
Sarah DeNutte hat gegen Busenbach erstmals beide Spitzeneinzel in dieser Saison gewonnen. Wenn sie sich auch im Final Four in dieser starken Form präsentiert, hat der TuS Bad Driburg eine gute Chance, ins Endspiel einzuziehen. Foto: Sylvia Rasche

»Das ist eine große Chance, die wir uns noch entgehen lassen möchten«, sagt Manager Franz-Josef Lingens. So nah wie jetzt waren die Badestädter seit dem Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2000 in Langweid nie wieder an einem nationalen Finale.

In der Vorrunde im August haben sie sich für die Runde der besten vier Pokalteams qualifiziert und in der Auslosung für das Halbfinale den einzigen Zweitligisten, der noch im Wettbewerb war, gezogen. »Wir können nicht verheimlichen, dass wir als leichter Favorit ins Spiel gehen«, sagt Franz-Josef Lingens vor der Partie gegen den TSV Langstadt.

Die Südhessen haben einen steilen Erfolgsweg hinter sich und sind in nur drei Jahren aus der Oberliga in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Im zweiten Zweitliga-Jahr belegen sie dort nach der Hinrunde den dritten Platz. »Das ist für unser 1400-Seelen-Dorf schon eine große Sache. Wir sind sehr stolz, dass wir nun zudem im Final Four antreten dürfen«, sagt Langstadts Manager Manfred Kämmerer. Seine Mannschaft war als krasser Außenseiter in die Qualirunde im August gestartet und hatte überraschend die beiden Bundesligisten Böblingen und Kolbermoor besiegt. »Trotzdem machen wir uns nichts vor. Wir hoffen, dass wir Driburg etwas ärgern können. Zu mehr wird es wohl nicht reichen«, blickt Kämmerer voraus. Der Zweitligist wird mit der ehemaligen U15-Europameisterin Alena Lemmer, die Driburger Fans aus dem spannenden Zweitliga-Meisterkampf gegen Baunatal vor vier Jahren noch kennen werden, und Ex-Jugendnationalspielerin Janina Kämmerer antreten. »Wer unsere dritte Spielerin ist, entscheidet sich erst noch im Laufe der Woche«, plant Kämmerer mehrgleisig. Am liebsten hätte er seine indische Nationalspielerin Archana Girish Kamath, die in der Weltrangliste an Position 219 geführt wird, dabei. Das sei aber noch unklar. Unter anderen steht auch noch die Polin Monika Pietkiewicz bereit, die für Hannover 96 schon mal in der 1. Liga gespielt hat.

Beim TuS Bad Driburg hat sich Franz-Josef Lingens auf sein Pokalteam festgelegt. Das Spitzenpaarkreuz um Nina Mittelham und Sarah DeNutte komplettiert Sophia Klee. Das Trio hatte sich zusammen mit Nadine Bollmeier im August erfolgreich die Qualifikation gesichert. DeNutte hat sich am vergangenen Sonntag in der Bundesliga in Topform präsentiert und an die starken Leistungen der Vorsaison mit zwei Einzelsiegen im oberen Paarkreuz angeknüpft. Mittelham erwischte im ersten Bundesligaspiel des Jahres einen schlechten Tag und will sich im Pokal wieder von ihrer besseren Seite zeigen. Zudem setzt Franz-Josef Lingens auf ein Erfolgserlebnis seiner Jüngsten im Team, Sophia Klee, die an Position drei zum Einsatz kommen soll.

Das Halbfinale gegen den TSV Langstadt beginnt am Sonntag um 10 Uhr. Im anderen Halbfinale stehen sich Titelverteidiger TTC Berlin und der Bundesliga-Herbstmeister TTG Bingen gegenüber. Das Finale wird im Anschluss ab 13.30 Uhr ausgetragen. Einen Liveticker aller Partien und einen Livestream vom Endspiel gibt es auf www.tischtennis.de

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