Großer Preis: Dänin Lesje Bramminge bleibt als einzige Reiterin fehlerfrei und siegt Das Stechen fällt aus

Vlotho(VZ). Auch die ältesten Besucher können sich daran nicht erinnern! Beim S*-Springen um den Großen Preis der Herforder Brauerei fällt das Stechen erstmals aus. Die 20-jährige Dänin Lesje Bramminge bleibt auf Cascada als einziges Starterpaar fehlerfrei und gewinnt die mit 2500 Euro dotierte Prüfung beim RV von Bismarck Exter.

Von Florian Weyand
Lesje Bramminge und Cascada sorgen beim Großen Preis der Herforder Brauerei für eine Premiere. Beim erstmals am Samstag ausgetragenen Springen bleibt die Dänin als einzige Starterin fehlerfrei und holt sich den Sieg.
Lesje Bramminge und Cascada sorgen beim Großen Preis der Herforder Brauerei für eine Premiere. Beim erstmals am Samstag ausgetragenen Springen bleibt die Dänin als einzige Starterin fehlerfrei und holt sich den Sieg. Foto: Florian Weyand

Mit dem von Friedhelm Oetting gesteckten Kurs hatten die 20 Starterpaare einige Probleme. »Für diese Klasse ist das eigentlich nicht so schwer«, sagt der Parcoursbauer vor dem Springen. Aber viele individuelle und vermeidbare Fehler kosten den Reitern das Ticket für das Stechen. »Es sind ja nicht nur bei einem Hindernis die Fehler passiert, sondern an vielen Stellen gab es Abwürfe«, sagt Oetting.

Nachdem bis auf Lesje Bramminge alle Starter sich mindestens einen Abwurf leisteten, hätte Ronny Lösche vom RFZV Ovenstädt als letzter Reiter doch noch ein Stechen ermöglichen können. Der mit zwei Pferden angetretene Reiter legte zuvor auf Clint die schnellste Zeit des Tages hin, war mit vier Fehlerpunkten aber für ein Stechen aus dem Rennen. Vor seinem zweiten Ritt des Tages auf Colando saß der Ovenstädter locker im Sattel und warf Friedhelm Oetting vor dem Start noch einen Spruch zu. »Wo ist denn der Parcoursbauer, hat der sich schon verbuddelt?« Oetting konterte: »Pass’ auf die Dreierkombination auf!« Und genau da erlaubten sich Lösche und Colando einen Fehler, Bramminges Sieg war damit perfekt. Für Lösche blieb auf Clint der zweite Platz. Mit Colando reihte er sich auf Rang neun ein.

Die 20-jährige Dänin, die in Kürze bei der EM für Junge Reiter startet, gewann damit erstmals den Großen Preis der Herforder Brauerei. »In Exter war ich aber schon beim Winterturnier am Start. Hier ist es immer schön. Ich komme in Zukunft bestimmt wieder«, sagt die ehemalige Bereiterin aus dem Stall Hassmann, die in Kopenhagen aufgewachsen ist und sich mittlerweile in Lienen selbstständig gemacht hat. Worte, die auch Turnierchef Hans-Herbert Obermowe gern vernimmt. Der Vereinsboss der RV Exter hätte natürlich gern ein Stechen gesehen, konnte mit dem Ausgang aber gut leben. »Das ist halt der Sport. Im Fußball gibt es auch Unentschieden ohne Tore. Und wenn man ein Springen immer planen könnte, wäre es ja auch nicht mehr so interessant«, sagt er.

Der RV Exter hatte keinen Starter im Rennen. Mit Sabine Flörkemeier vom RV Fridericus Rex Valdorf war aber immerhin eine Lokalmatadorin am Start. Für Flörkemeier war der Samstag nicht der Tag der hohen Sprünge. Auf Highfly leistete sie sich zwei Abwürfe. Das reichte nur für Rang elf. 17 Fehlerpunkte auf Clüth bedeuteten den 17. Platz. Mehr ausgerechnet hatte sich auch Henrik Griese, der auf Letitia mit vier Fehlerpunkten und dem dritten Platz aber zufrieden sein konnte.

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