Kreisliga B: FC Exter freut sich über die Rückkehr von Andreas Zelmer  Alte Liebe rostet nicht 

Vlotho-Exter (WB). Mit offenen Armen empfangen: Andreas Zelmer (35) ist zurück beim FC Exter. Der zweikampfstarke Mittelfeldspieler füllte in der Saison 2011/2012 beim damaligen A-Ligisten eine Führungsrolle aus, ehe er zum FC Stukenbrock wechselte.

Von Alexander Grohmann
Geht dahin, wo es weh tut: Andreas Zelmer (links) ist für seine Zweikampfstärke bekannt. In der Saison 2011/2012 füllte der Bielefelder beim FC Exter eine Führungsrolle aus. Anschließend stieg er mit dem FC Stukenbrock in die Bezirksliga auf.
Geht dahin, wo es weh tut: Andreas Zelmer (links) ist für seine Zweikampfstärke bekannt. In der Saison 2011/2012 füllte der Bielefelder beim FC Exter eine Führungsrolle aus. Anschließend stieg er mit dem FC Stukenbrock in die Bezirksliga auf.

 Auch bei seinem neuen Verein lief es rund. Mit Stukenbrock stieg Zelmer auf Anhieb in die Bezirksliga auf und schloss die vergangene Serie auf Platz zwei ab. Als Co-Trainer von Andre Koslowski startete der 35-Jährige in die laufende Saison. Die 0:3-Pleite am 8. Spieltag im Derby gegen den VfB Schloß Holte bedeutete das Aus für das befreundete Trainerduo. »Dafür gab es viele kleine Gründe. Ich bin mit dem Verein aber im Guten auseinander gegangen«, sagt der Bielefelder, den die Fußballpause seit Oktober immer unruhiger hatte werden lassen.

 »Es hat wieder gekribbelt. Ich habe in der Hinrunde einige Spiele von Exter gesehen. Der Kontakt ist nie ganz abgerissen«, war Zelmer dem FC Exter seit seinem einjährigen Gastspiel verbunden geblieben. In der Winterpause kickte er beim B-Ligisten hin und wieder in der Halle mit. Der nächste Schritt erfolgte dann fast automatisch: Im Testspiel beim TuS Bad Oeynhausen (3:2) trug Zelmer am vergangenen Sonntag erstmals wieder den FCE-Dress.

 Roger Lange setzte den Rückkehrer gleich wieder als Abräumer im zentralen Mittelfeld ein. »Andreas ist ein immens wichtiger Spieler«, freut sich der Coach über eine wertvolle Verstärkung für die zweite Saisonhälfte. »Er ist ein guter Zweikämpfer und bringt fußballerische Qualität mit«, sagt er über den Rückkehrer. Zelmer schließt beim Tabellenfünften zudem die Lücke, die Igor Hopp mit seinem Wechsel zum SV Löhne-Obernbeck aufgerissen hat.

 Wer Zelmer kennt, weiß, dass sich der ehrgeizige Akteur für die Rückrunde viel vorgenommen hat. »Ich habe wieder Bock auf Fußball«, sagt der 35-Jährige, den die Pendelei zwischen Bielefeld und Exter nicht stört. »Der Platz liegt ja direkt an der Autobahn, das kann man in 25 Minuten schaffen. Es ist nur etwas schade, dass zwischen Herford und Exter mittlerweile ein Tempolimit eingeführt worden ist«, kann es dem Mitarbeiter einer Versicherung nach der Arbeit gar nicht schnell genug gehen, auf den Platz zu kommen.

 Im Testspiel beim TuS Bad Oeynhausen feierte der Rückkehrer mit dem FCE am Sonntag auf Anhieb ein Erfolgserlebnis. Den 0:1-Pausenrückstand verwandelten Alex Graf (2) und Dirk Kutschke beim Tabellenzweiten der Mindener Kreisliga B in der zweiten Halbzeit in eine 3:1-Führung. Auf dem neuen Kunstrasenplatz an der Mindener Straße kam der TuSBO nur noch zum Anschlusstreffer. Mit Nico Rethemeier stand beim FCE ein weiterer »gefühlter« Neuzugang auf dem Platz: Nach langwierigen Verletzungsproblemen ist der Mittelfeldspieler endlich beschwerdefrei. »Hoffentlich bleibt das auch so«, sagt Lange, dem ein fitter Rethemeier in der Offensive einen Qualitätsschub bescheren würde.

 Am Freitag testet die Lange-Elf dann bei RW Dreyen II (20 Uhr). Zelmer ist froh, wieder seinem liebsten Hobby nachgehen zu können. »Ich hatte mich fast für den Hermannslauf angemeldet. Dabei ist das eigentlich gar nicht meine Leidenschaft«, läuft der Akteur lieber einem Ball hinterher, als in der freien Natur. Beim FC Exter ist er jetzt wieder in seinem Metier.

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