Stark aufspielender FC Exter scheitert bei Hallenfußball-OWL-Meisterschaft im Halbfinale  Verletzungen bremsen Oldies 

Verl (VZ). Als Außenseiter gestartet, sorgen die Ü40-Fußballer des FC Exter bei der OWL-Hallenmeisterschaft in Verl für Paukenschläge am laufenden Band. Früh ist das Weiterkommen perfekt. Doch im Halbfinale lassen auch zwei Verletzungen den Traum vom Titelgewinn platzen.

Von Alexander Grohmann
Der FC Exter erreichte das Halbfinale. Mit dabei waren (hinten, von links) Michael Sawadski, Andre Zimmermann, KaDe Koch, Pino Ackermann, (Mitte, von links) Uwe Reinkensmeyer, Özdal Kaplan, Volker Nentwig, Wolfgang Brandt, (unten, von links) Alexander Schierer, Thomas Ackermann, Andreas Degner sowie die FCE-Fans Lisa-Marie (rechts) und Sarah-Sophie Reinkensmeyer
Der FC Exter erreichte das Halbfinale. Mit dabei waren (hinten, von links) Michael Sawadski, Andre Zimmermann, KaDe Koch, Pino Ackermann, (Mitte, von links) Uwe Reinkensmeyer, Özdal Kaplan, Volker Nentwig, Wolfgang Brandt, (unten, von links) Alexander Schierer, Thomas Ackermann, Andreas Degner sowie die FCE-Fans Lisa-Marie (rechts) und Sarah-Sophie Reinkensmeyer

 Gegen den späteren Turniergewinner VfB Fichte Bielefeld müssen sich die Exteraner beim 2. Hejon-Cup nach der 1:0-Führung durch »Pino« Ackermann mit 1:5 geschlagen geben. »Nach dem Tor kassieren wir umgehend mit dem Anstoß den Ausgleich. Das ist blöd gelaufen. Wenn wir länger das 1:0 halten, ist vielleicht mehr drin. Man muss aber sagen, dass Fichte technisch sehr stark war. Hut ab!«, berichtet FCE-Mannschaftsverantwortlicher Wolfgang Brandt.

 Nach dem Tor zum 1:3 gehen die Köpfe runter. »Die Niederlage ist zwei Tore zu hoch ausgefallen«, findet Brandt. Dass die FCE-Oldies nichts mehr zuzulegen haben, ist auch dem im Turnierverlauf ausgedünnten Kader geschuldet. Neben Michael Sawadski, der sich im dritten Spiel eine Zerrung zugezogen hat, erlebt auch Brandt die K.o.-Runde nur noch als Fan. »Im vierten Spiel beim 0:0 gegen Westenholz bin ich weggeknickt. Die Jungs meinten, sie hätten ein lautes Knacken gehört. Ich musste vom Platz getragen werden«, erzählt Brandt, der sich wohl eine Meniskusverletzung zugezogen hat. Die Ausfälle führen dazu, dass dem FCE gegen Fichte in der auf 15 Minuten aufgestockten Spielzeit früh die Puste ausgeht.

 Zwei Wechsel-Alternativen weniger hinterlassen ihre Spuren. Der Frust hält sich in Grenzen. Schließlich haben die Exteraner zuvor für zahlreiche Ausrufezeichen gesorgt und den Kreis Herford würdig vertreten. »Das war bombastisch, was wir abgeliefert haben«, ist Brandt stolz auf seine Truppe, die furios mit drei Siegen ins Turnier startet. Volker Nentwig und Klaus-Dieter Koch sorgen für das 2:1 gegen den SuS Störmede, Uwe Reinkensmeyer gelingt das »goldene Tor« beim 1:0 gegen Gastgeber SC Verl. »Die waren danach ganz schön sauer«, erzählt Brandt. Der Exter-Lauf geht beim 2:1 gegen Wellensiek weiter – ein Doppelpack von Andi Degner sorgt für das Aus des Titelverteidigers.

 Nachdem man mit dem 0:0 gegen Westenholz das Weiterkommen vorzeitig gesichert hat, schont der FCE im fünften Spiel die Kräfte. Prompt setzt es gegen Dalhausen (0:1) die erste Pleite, wodurch man als Gruppenzweiter schon im Halbfinale gegen Fichte antreten muss. »Es ist hypothetisch, ob wir mit vollem Kader eine Chance gehabt hätten«, sagt Brandt, der die OWL-Meisterschaft trotz seiner Verletzung in guter Erinnerung behält: »Das war eine geile Geschichte.«

 Fichte ist im Finale auch für den SuS Westenholz zu stark: Angeführt von Ivan Kandic (100 Oberliga-Einsätze), der zum besten Spieler gewählt wird, und Top-Torschütze Nuh Saka (9) macht der VfB beim 3:0 kurzen Prozess. »Bei einigen Fichte-Spielern hatte man den Eindruck, sie könnten auch noch Erste spielen. Die waren topfit«, staunt auch FCE-Akteur Frank Ackermann.

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