Neuer Modus der Hallenfußball-Stadtmeisterschaften – kein Alt-Herren-Wettbewerb Ein Turnier für alle Teams

Vlotho (VZ). Kleine Revolution im Vlothoer Hallenfußball: Bei der kommenden Auflage der Stadtmeisterschaften wird nicht mehr in erste und zweite Mannschaften unterschieden. Ausrichter TuS Bonneberg veranstaltet nur noch ein Turnier – für alle sieben Vlothoer Senioren-Mannschaften.

Von Florian Weyand
Im Vorjahr duellierten sich Arminia Vlotho (rote Trikots) und der SC Vlotho noch mit Rundumbande und nach Fußballregeln. Bei der kommenden Auflage wird nun Futsal gespielt – das freut nicht alle Vlothoer Fußballer.
Im Vorjahr duellierten sich Arminia Vlotho (rote Trikots) und der SC Vlotho noch mit Rundumbande und nach Fußballregeln. Bei der kommenden Auflage wird nun Futsal gespielt – das freut nicht alle Vlothoer Fußballer.

 Der Schwund der zweiten und dritten Mannschaften – mit dem SC Vlotho II, dem FC Exter II und dem TuS Bonneberg II sind nur noch drei Mannschaften im Spielbetrieb vertreten – führte bei den Organisatoren des TuS Bonneberg zum Umdenken. »Es hätte keinen Sinn gemacht, nur mit drei Mannschaften ein Turnier auszuspielen«, sagt Peter Berg, der gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des TuS Bonneberg die Stadtmeisterschaften organisiert.

 Die Folge: Anstatt an zwei Turniertagen jeweils ein Turnier für Reserveteams und einen Wettbewerb für erste Mannschaften durchzuführen, wird bei der kommenden Auflage nur noch ein Turnier gespielt. »Im Modus ›Jeder gegen jeden‹ treten dann sieben Mannschaften in einer Gruppe gegeneinander an. Gerade für die Reservemannschaften ist das ein Anreiz, auch mal gegen höherklassige Mannschaften zu spielen«, sagt Peter Berg, der die Mannschaften für Samstag, 10. Januar 2015, in die Rudolf-Kaiser-Halle eingeladen hat. Den Beginn macht um 14 Uhr der FC Exter, der zum Auftaktmatch gegen Arminia Vlotho antreten muss.

 Gespielt wird nach Futsal-Regeln, was zu weiteren Veränderungen führen wird. So wird nicht nur mit einem kleineren, sondern auch schwereren Ball gespielt. Auch von der für die Vlothoer Titelkämpfe gewohnten Rundumbande müssen sich die Fußballer verabschieden. »Es wird ohne die Bande, dafür mit Aus und auf kleine Tore gespielt«, sagt Peter Berg. Eine Änderung, die besonders den Vlothoer Alt-Herren-Fußballern nicht gefällt. Die heimischen Oldies verzichten auf eine Austragung. »Ich habe reichlich mit den Verantwortlichen telefoniert. Es gab nur eine geringe Resonanz, nach den Futsal-Regeln spielen zu wollen. Daher verzichten wir auf die Austragung, was wirklich schade ist«, sagt der Organisator.

 Dass der Futsal die heimische Fußballszene meinungstechnisch spaltet, ist Peter Berg bewusst. Verstehen kann er das aber nicht. »In Bonneberg spielen wir aktuell mit dem neuen Ball. Das ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber macht Spaß«, sagt der B-Liga-Torwart. Dass beim Turnier nicht nach den neuen Regeln gespielt werden wird, stand daher nicht zur Debatte. »Wir haben ein attraktives Turnier auf die Beine gestellt. Falls Futsal am Ende Murks ist, dann sind wir natürlich die Buhmänner. Aber wir wollen das Turnier erst einmal abwarten«, sagt Berg, der sich auf tolle Titelkämpfe in der Rudolf-Kaiser-Halle freut.

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