Westfalenliga: SC Herford fehlen nur mehr Tore  Der Plan geht fast auf

Herford (VZ). Der SC Herford ist in dieser Saison unberechenbar. Nach der blutleeren Vorstellung im Westfalen-Pokal zeigte die Mannschaft beim VfL Theesen eine starke Leistung. Lediglich das Ergebnis von 1:1 trübte den ansonsten guten Auftritt.

Von Benedikt Paweltzik
Alban Shabani macht über Theesens Florian Schlüter eine Rolle vorwärts.
Alban Shabani macht über Theesens Florian Schlüter eine Rolle vorwärts.

Dass der SCH am Ende nur mit einem Punkt dastand, war der mangelnden Chancenverwertung geschuldet. Trainer Sascha Cosentino musste mit ansehen, wie seine Spieler reihenweise gute Möglichkeiten ausließen. »Wir hätten heute drei, vier Tore machen müssen«, ärgerte er sich nach dem Spiel, das trotz aller Brisanz über weite Strecken ruhig verlief.

 Insbesondere in der ersten Hälfte war die Überlegenheit der Gäste erdrückend. Umso ärgerlicher, dass Theesen aus dem Nichts das 1:0 markierte. Beim Tor von Thies Kambach wies die Innenverteidigung Lücken auf. »Das kann man verteidigen«, analysierte Sascha Cosentino. Allerdings wollte er niemanden allein dafür verantwortlich machen: »Das kann immer mal passieren.«

 Trotz der fehlenden Treffer war der Coach zufrieden. Von Beginn an setzte der Sport-Club die favorisierten Gastgeber unter Druck. Angeführt vom gut aufgelegten Kapitän Sebastian Klaßes eroberten die lauf- und zweikampfstarken Herforder bereits im Mittelfeld die Bälle und fuhren ihrerseits schnelle Konter über die Außen. »Das war auch meine Intention«, freute sich Cosentino darüber, dass sein Matchplan umgesetzt wurde. Auch das Ausgleichstor von Stürmer Jörn Seifert resultierte aus einem dieser Herforder Flankenläufe.

 Als die Partie in der zweiten Hälfte dahinzuplätschern drohte, versuchte der SCH-Trainer, durch Einwechslungen neuen Schwung hineinzubringen. Doch die schnellen Spieler Giacomo Serrone und Thilo Versick, der nach langer Pause sein Comeback feierte, konnten in den letzten Minuten keine Impulse mehr setzen.

 Zufrieden war Cosentino nicht nur mit der Art und Weise, wie seine Truppe gespielt hat. Ihm hatte diesmal auch die Einstellung gefallen. »Im Gegensatz zum Pokalspiel, wo wir keine Körpersprache hatten, haben wir einen guten Auftritt gezeigt.«

 Mit nun acht Punkten aus den letzten vier Ligaspielen zeigt die Formkurve nach oben. Vom aktuell 8. Tabellenplatz darf sich der Club aber nicht blenden lassen. Das weiß auch Cosentino. »Die Liga ist unheimlich eng«, weist er darauf hin, dass es bis zu den Abstiegsrängen nur drei Punkte Vorsprung sind. Trotzdem wird der SC Herford kaum auf einem Abstiegsplatz in die Pause gehen. Dafür ist das Torverhältnis gegenüber Gievenbeck auf Platz 14 zu gut. Im letzten Spiel des Jahres geht's zum Rückrundenstart zum Tabellenzweiten SC Preußen Münster II. Im Hinspiel zeigten die Herforder bei der 1:3-Niederlage eine sehr gute erste Hälfte.

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