Deutscher Amateurpokal: 38:27 in Nümbrecht – Heimspiel gegen Laupheim folgt TuS Spenge spaziert ins Halbfinale

Nümbrecht (WB). Nur noch einen Schritt ist Titelverteidiger TuS Spenge vom erneuten Finale um den Deutschen Handball-Amateurpokal in Hamburg entfernt. Mühelos mit 38:27 (20:12) gewann der Oberliga-Spitzenreiter beim mittelrheinischen Oberligisten SSV Nümbrecht .

Von Klaus Münstermann

In der Vorschlussrunde trifft der TuS am Ostersamstag, 31. März, zuhause auf den HV Laupheim (Siebter der Württembergliga Süd), der den TSV Friedberg aus Bayern 29:23 bezwang. Im zweiten Halbfinale empfängt die HSG Ostsee (Schleswig-Holstein) nach einem 36:23 gegen den VfL Fredenbeck II (Bremen/Niedersachsen) den HC Elbflorenz II (Sachsen), der die HSG Kleenheim (Hessen) 27:20 besiegte.

Der TuS Spenge ließ vor etwa 200 Zuschauern, darunter zwei Dutzend aus Spenge, von der ersten Minute an keinen Zweifel, wer die GWN-Arena als Sieger verlassen sollte. Fünf verschiedene Torschützen auf Spenger Seite sorgten für eine 6:0-Führung (9.).

Die Gründe für den starken Start

Gründe dafür gab es mehrere. Nümbrechts 6:0-Deckung kam mit dem schnellen Umschalt- und Angriffsspiel des TuS nicht zurecht. SSV-Torhüter Tom Rydzewski bekam so gut wie keinen Ball zu fassen. Sein Spenger Gegenüber Bastian Räber hingegen hatte bei den langsam vorgetragenen Angriffen der Gastgeber wenig Mühe, wenn die Bälle überhaupt den Weg aufs Tor fanden und nicht daneben oder drüber gingen. Räber spielte die 60 Minuten durch, weil Kevin Becker seine Hüftprellung aus der Vorwoche auskurieren sollte.

Bereits in der 25. Minute schraubte Spenge den Vorsprung erstmals auf zehn Treffer. Das Tor dazu durch Oliver Tesch war bezeichnend: Während der inzwischen eingewechselte SSV-Keeper Phillip Winkler sich mit seinem Trainer an der Bank besprach, fing Spenges Kapitän einen Ball im Nümbrechter Angriffsspiel ab und warf ihn vom eigenen Kreis zum 16:6 ins Tor.

Kurze Pausenansprache

Viel zu besprechen hatte Trainer Heiko Holtmann in der Pause nicht. Keine fünf Minuten war der TuS in der Kabine. »Wir wollten die ersten zehn Minuten abwarten, wie der Gegner auf den Rückstand reagiert. Schließlich musste er was unternehmen. Das war ja ein K.o.-Spiel«, sagte Holtmann. Er hatte zumindest damit gerechnet, dass Nümbrecht wie beim Aufeinandertreffen im Vorjahr die 6:0-Deckung aufgibt. Das tat Nümbrecht aber dieses Mal nicht. »Das Spiel war doch zu dem Zeitpunkt schon gelaufen«, sagte SSV-Co-Trainer Christoph Bitzer.

Und so hatte die zweite Halbzeit eher den Charakter eines fairen Trainingsspiels mit insgesamt nur drei Zeitstrafen. Wenngleich Oliver Tesch in der 43. Minute die Rote Karte nach einem Foul am eigenen Kreis sah. »Wenn ich ihn nicht länger festhalte, fällt er vielleicht unglücklich und verletzt sich. So habe ich mich entschuldigt und alles ist gut«, sagte Tesch.

Eigenes Geburtstagsgeschenk

Auf Spenger Seite trafen alle Feldspieler. Neben Sebastian Reinsch langte Nils van Zütphen aus dem Spiel heraus am häufigsten hin. Fünf Treffer erzielte der Rückraumspieler an seinem 24. Geburtstag, zu dem ihm seine Kollegen ein Ständchen sangen.

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