Handball-Oberliga: TuS spielt nicht meisterlich, baut aber die Führung aus Spenge ist im entscheidenden Moment zur Stelle

Spenge (WB/lak). Meisterlich war die Leistung des TuS Spenge beim 23:21 in Soest nicht, aber so wird man eben Meister. Dann nämlich, wenn man die schwierigen Auswärtsspiele gewinnt. Das gelang Verfolger TSG A-H Bielefeld am 16. Spieltag der Handball-Oberliga beim 28:28 bei LIT Tribe Germania eben nicht und deshalb ist der TuS Spenge nun mit einem Punkt Vorsprung Tabellenführer in der Handball-Oberliga.

Die Serie hält: Sebastian Reinsch und der TuS Spenge schaffen in der Oberliga in Soest den zwölften Sieg in Folge.
Die Serie hält: Sebastian Reinsch und der TuS Spenge schaffen in der Oberliga in Soest den zwölften Sieg in Folge. Foto: Jens Göbel

»Wir haben eines unserer schlechteren Spiele gezeigt. Aber die Mannschaft hat die Qualität, auch solche Spiele zu gewinnen. In der letzten Saison haben wir in Soest hoch verloren. Aber das spielt in den Köpfen der Spieler gar keine Rolle mehr«, sagte Heiko Holtmann. Schon in Gladbeck war in letzter Sekunde der 25:25-Ausgleich gelungen und in Hamm bog die Mannschaft einen 23:25-Rückstand in einen 26:25-Sieg um.

Tesch gewinnt den entscheidenden Ball

In Soest kam auch das nötige Quäntchen Glück dazu. Beim Stand von 22:21 eroberte der Soester TV den Ball, verlor ihn aber umgehend und Spenges Routinier Oliver Tesch erzielte den entscheidenden 23. Treffer.

Wie erwartet stellte Soest den Tabellenführer vor knifflige taktische Aufgaben und spielte lange Zeit mit dem siebten Feldspieler anstelle des Torwarts. Beim Gastgeber machte sich dabei allerdings das Fehlen des etatmäßigen Kreisläufers bemerkbar. »Das konnten wir besser verteidigen als beim Unentschieden im Hinspiel«, sagte Heiko Holtmann. Der TuS Spenge gewann in Soester Überzahl mehrere Bälle und verwandelte ins leere Tor.

Entscheidendes tat sich trotz des Bielefelder Punktverlusts indes nicht. »Sie müssen sowieso bei uns gewinnen«, stellte der Spenger Trainer fest. TSG-Trainer Michael Boy ist um Gelassenheit bemüht: »Wir haben weiterhin alles in eigener Hand. Aber wir dürfen den Glauben nicht verlieren!« In Nordhemmern hatte seine Mannschaft erst fünf Sekunden vor dem Abpfiff den Ausgleich hinnehmen müssen.

Spitzenspiel gegen Gladbeck schon um 16.45 Uhr

Dem TuS steht am Samstag ein weiteres Spitzenspiel gegen den Tabellendritten VfL Gladbeck bevor. Dann sind auch Sebastian Reinsch, dessen Rote Karte in Soest keine Sperre nach sich zieht, und der angeschlagene Nils van Zütphen wieder dabei.

Anwurf ist schon um 16.45 Uhr. Spenge hat die Zeit geändert, weil Oliver Tesch zur gewohnten Zeit um 19.15 Uhr aus beruflichen Gründen nicht hätte spielen können. Noch keinen Termin gibt es für das Auswärtsspiel bei LIT Tribe Germania (regulär am 4. März), das aufgrund des Spenger Amateurpokalspiels beim SSV Nümbrecht am 3. März verlegt werden muss. Spenger Wunschtermin ist am spielfreien Wochenende 24./25. März.

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