Handball-Oberliga: Spenges René Wolff trifft auf Ex-Verein Augustdorf/Hövelhof »Bei uns kann jeder ein Spiel entscheiden«

Spenge (WB). Drei Jahre hat René Wolff mit der HSG Augustdorf/Hövelhof erfolgreich gegen den Abstieg aus der Handball-Oberliga gekämpft. Mit dem TuS Spenge verfolgt der 24-jährige Rechtsaußen seit seinem Wechsel im Sommer andere Ziele. Vor der Partie gegen seinen Ex-Verein spricht der Maschinenbau-Student im Interview darüber.

Von Klaus Münstermann
René Wolff, hier im Spiel gegen VfL Mennighüffen, findet sich nach Anlaufschwierigkeiten beim TuS Spenge immer besser zurecht. Der Rechtsaußen hat inzwischen 31 Saisontore erzielt und trifft am Samstag auf seinen Ex-Verein Augustdorf/Hövelhof.
René Wolff, hier im Spiel gegen VfL Mennighüffen, findet sich nach Anlaufschwierigkeiten beim TuS Spenge immer besser zurecht. Der Rechtsaußen hat inzwischen 31 Saisontore erzielt und trifft am Samstag auf seinen Ex-Verein Augustdorf/Hövelhof. Foto: Lars Krückemeyer

Herr Wolff, sie haben einige Zeit gebraucht, um in Spenge richtig anzukommen. Woran lag’s?

René Wolff: Es ist alles extrem ungewohnt gewesen. Die Spielweise, das Training, meine Aufgaben. Bei der HSG hatten wir unter Trainer Lazlo Benyei viele Freiheiten. Heiko Holtmann dagegen hat genaue Vorstellungen davon, was ein Außenspieler in der Abwehr und im Angriff zu tun hat. Zudem musst du in Spenge auch im Training richtig Gas geben, sonst wirst du nass gemacht. Seit Ende Oktober läuft es bei mir besser.

Viele Sportler sprechen von »ganz besonderen Spielen« wenn es gegen den Ex-Verein geht. Wie ist das bei Ihnen?

Wolff: Für mich ist es schon im Hinspiel kein Problem gewesen gegen Dominik Schmidt, David Honerkamp und Nico Schmeckthal anzutreten. Aber wenn man fast einmal pro Woche privat zusammen etwas unternimmt, gibt man noch mal zehn Prozent mehr, um sich von seinen Freunden nicht düpieren zu lassen.

Augustdorf hat nach zuvor sieben Niederlagen in Folge gegen Schlusslicht Gevelsberg den zweiten Saisonsieg gelandet. Ändert das etwas an der Ausgangslage für Samstag?

Wolff: Nein. Unser Ziel ist klar. Wir wollen aufsteigen. Nun stehen wir auf dem 1. Platz und wollen dort bis Saisonende bleiben. Dafür brauchen wir die Punkte.

Was macht den TuS Spenge in dieser Spielzeit so stark?

Wolff: Wir haben einen extrem breiten Kader, in dem 15 Leute stehen, von denen jeder ein Spiel entscheiden kann. Zudem sind wir bislang von Verletzungen verschont geblieben. Wenn das so bleibt, wird es für die Konkurrenz ganz schwer. Unsere Truppe passt gut zusammen und verfügt über eine mannschaftliche Geschlossenheit, die auch beim regelmäßigen Stammtisch oder Essen nach den Spielen gefördert wird. So etwas gab es in Augustdorf nicht.

Sebastian Reinsch, Sebastian Kopschek und Leon Prüßner werden den Verein verlassen. Hat das Auswirkungen auf den Rest der Serie?

Wolff: Es muss jeder selbst wissen, wo er in der kommenden Saison spielt. Ich werde meinen Vertrag bis 2019 erfüllen. Die drei sind trotz des feststehenden Abgangs voll dabei. Ich glaube nicht, dass einer von ihnen weniger gibt. Im Gegenteil, vermutlich wollen sie es jetzt erst Recht allen zeigen.

Was passiert, wenn der Titel am 12. Mai nicht bejubelt werden kann?

Wolff: Nix. Was soll sich ändern? Wir können Meister werden, müssen es aber nicht. Auch wenn wir nicht aufsteigen, bricht in Spenge nichts zusammen.

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