Fußball-Regionalliga: Rödinghausen unterliegt Wuppertal 0:1 Heimann-Patzer besiegelt Heimniederlage

Rödinghausen (WB). Der SV Rödinghausen hat sein erstes Punktspiel in der Fußball-Regionalliga nach drei Monaten Pause verloren. Begünstigt durch einen schweren Patzer von SVR-Torhüter Niclas Heimann setzte es eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den Wuppertaler SV.

Von Klaus Münstermann
Rödinghausens Kelvin Lunga wird von Wuppertals Michael Blum heftig gefoult. Noch schmerzhafter war für den SVR jedoch die 0:1-Heimniederlage.
Rödinghausens Kelvin Lunga wird von Wuppertals Michael Blum heftig gefoult. Noch schmerzhafter war für den SVR jedoch die 0:1-Heimniederlage. Foto: Jens Göbel

Als Wuppertals Daniel Grebe in der 73. Minute von links eine Ecke vor das Rödinghauser Tor flankte, rief Heimann laut »Fänger«. Der 1,94 Meter große Schlussmann, der heute seinen 27. Geburtstag feiert, griff jedoch ins Leere und so hatte Gino Windmüller keine Mühe, aus drei Metern Entfernung einzuköpfen. Heimann war zuvor schon zweimal als Unsicherheitsfaktor aufgefallen. Aber der Reihe nach.

Erneute Umstellungen in der Startelf

Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis musste nach dem Freitagtraining weitere Umstellungen vornehmen. Marius Bülter musste mit Muskelproblemen ebenso kurzfristig passen wie Daniel Latkowski mit Knieschmerzen. Die Ausfälle von Simon Engelmann, Konstantin Möllering und Nico Knystock standen schon vorher fest. Kapitän Daniel Flottmann (5. Gelbe) und Maximilian Hippe (Rote Karte) fehlten gesperrt.

Somit trug Ihsan Kalkan die Kapitänsbinde und versuchte, die junge Rödinghauser Mannschaft aus der Innenverteidigung heraus zu führen. Vorne rieb sich Björn Schlottke auf. Der 22-Jährige lief als einzige Spitze zwar viel, jedoch fehlte ihm die Bindung zu seinen Mitspielern.

Holpriger Start

Der SVR kam schwer rein in die Partie. Das war auf Wuppertaler Seite jedoch nicht anders. Bis zur 40. Minute passierte vor beiden Toren überhaupt nichts. Dann ermöglichte ein Fehlpass von Azur Velagic dem WSV die erste Chance. Gaetano Manno schoss jedoch weit vorbei. Im Anschluss verlor Omar Traoré den Ball an Manno, der versuchte, Heimann zu umkurven. Der SVR-Keeper konnte jedoch zur Ecke klären. Diese wiederum verlängerte Traoré unglücklich auf den zweiten Pfosten. Wuppertals Christopher Kramer scheiterte jedoch mit seinem Kopfball an der Latte. Völlig überflüssig ließ sich Heimann kurz vor dem Pausenpfiff auf ein Dribbling gegen Kramer ein und hatte Glück, dass der Wuppertaler sein Abspiel nicht blockte.

Die beste Chance zur Führung hatte der SV Rödinghausen in der 57. Minute. Tobias Steffen nahm Michael Blum den Ball ab, drang in den Strafraum ein und verpasste den Moment, um auf den mitgelaufenen Schlottke zu passen. Steffen entschied sich aus spitzem Winkel selbst drauf zu halten und traf nur das Außennetz.

Chance auf den Ausgleich

Heimann musste gegen Kramer retten (69.), nachdem er ihm selbst den Ball ohne Not in den Fuß gespielt hatte. Nach dem anschließenden 0:1 hatte Stefan Langemann (82.) die größte Ausgleichschance. Von Jonas Burke geschickt, schoss der SVR-Stürmer jedoch flach am zweiten Pfosten rechts vorbei. Wuppertal versäumte es zu Beginn der Nachspielzeit, alles klarzumachen. Kalkan grätschte entscheidend gegen Kramer und Heimann hielt den Nachschuss von Windmüller – die beste Aktion des SVR-Torhüters an diesem Tag.

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