Westfalenliga: Herford will sich in Beckum von Abstiegsrängen absetzen – SVR-Reserve in Neuenkirchen Keine Angst vor dem Absturz

Herford (WB). Bei einer Niederlage folgt der Abstiegsplatz: Doch das Westfalenliga-Kellerduell am Sonntag um 15 Uhr bei der SpVg Beckum beunruhigt den Sport-Club Herford nicht. Trainer Sascha Cosentino sieht seine Mannschaft in guter Form. Der SV Rödinghausen II gastiert zeitgleich beim SuS Neuenkirchen.

Von Hendrik Fahrenwald
Pascal Röber vom SC Herford, hier in der Hinserie gegen den BSV Roxel.
Pascal Röber vom SC Herford, hier in der Hinserie gegen den BSV Roxel. Foto: Jens Göbel

SpVg Beckum - SC Herford

Ausgerechnet ein Erfolg aus dem Vorjahr sorgt für zusätzliche Zuversicht beim SCH. Nein, das Hinspiel ist es nicht. Die von Cosentino geschätzten 80 Prozent Ballbesitz und die vier ausgelassene Chancen seiner Mannschaft bei der 1:2-Niederlage sollen allerdings einen Vorgeschmack auf die Ausrichtung des SC Herford im Rückspiel bieten. »Wir wollen wieder unseren Fußball durchsetzen und spielerisch zum Erfolg kommen«, sagt Cosentino.

Spielerisch brilliert Beckum in dieser Saison kaum. Das ist auch nicht die Art des Tabellenvorletzten. »Sie spielen einfachen Fußball«, sagt Cosentino. Als »defensiv robust« schätzt der Herforder Trainer die Gastgeber ein und fordert: »Wir müssen dagegenhalten!« Nur nicht so wie Aytürk Gecim im Hinspiel. Der Herforder sah in der Nachspielzeit aufgrund einer Tätlichkeit die Rote Karte. Der SC Herford stand nach dem Spiel auf einem Abstiegsplatz.

Cosentino lobt sein Team

Eine Wiederholung ist unerwünscht und beschäftigt Cosentino nicht. Er blickt auf drei Punkte. »Wir können uns absetzen.« Seinem Team spricht er ein Lob aus. »Wir haben einen sehr guten Lauf.« Aufwind gibt den Herfordern immer noch der 2:0-Sieg zum Rückrundenauftakt vor der Winterpause gegen den derzeitigen Tabellenzweiten SC Preußen Münster II.

An den Erfolg will Herford mit aller Macht anknüpfen. »Die Mannschaft ist sehr fokussiert, jeder will sich für die Startelf anbieten«, sagt Cosentino. Nicht in Frage für einen Kaderplatz kommen die Verletzten Jannis Wehmeier, Igor Safonov und Michael Zech sowie die Langzeitverletzten Dennis Kroos und Yannik Grützner. Ein Einsatz von Mario Bertram ist noch ungewiss.

SuS Neuenkirchen - SV Rödinghausen II

»Jetzt gilt’s die PS auf die Straße zu bekommen, die wir auf der Teststrecke schon gezeigt haben«, sagt SVR-Trainer Sebastian Block. Gelingt das, dann biegt die Rödinghauser Reserve auf die Überholspur ab und zieht an Neuenkirchen vorbei.

Nur zwei Punkte liegen die Gäste hinter dem Tabellenachten, den Block zu einem der Schwergewichte der Westfalenliga erklärt. Dern 6:0-Sieg aus dem Hinspiel bewertet er nicht über. »Da hat Neuenkirchen die komplette Sturmreihe gefehlt«, sagt Block.

Und das will schon etwas heißen, denn die SuS-Offensive ist die Zweitgefährlichste der Liga. Gleich dahinter folgt schon der SV Rödinghausen. »Wir sind eine Ausbildungsmannschaft und dazu gehört auch unsere offensive Spielweise«, sagt Block.

Das zeigten auch die vergangenen Testspiele (6:5 gegen TuS Tengern, 6:0 gegen Bad Oeynhausen). »Wir wollen unsere gute Leistung aus der Vorbereitung frühzeitig in der Liga auf den Platz bringen«, sagt Block. Im ersten Pflichtspiel des Jahres werden ihm dafür seine beiden »Mentalitätsspieler« Christian Schmidt und Ben Klostermann fehlen.

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