Silvesterlauf des CVJM Rödinghausen: 520 Aktive erreichen das Ziel Wiehen wird zum Märchenwald

Rödinghausen (WB). Das Wiehengebirge hat beim Silvesterlauf des CVJM Rödinghausen einem Märchenwald geglichen. In Nebel gehüllt und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt waren unter anderem Schneewittchen mit zwölf Zwergen und der bösen Königin sowie Rotkäppchen und der böse Wolf unterwegs. Sie gehörten zu 520 Läufern, die das Ziel erreichten.

Von Gerrit Nolte
Verkleidet als Schneewittchen, Zwerge und böse Königin ist das Trial-Team OWL aus Holsen beim Silvesterlauf in Rödinghausen gestartet.
Verkleidet als Schneewittchen, Zwerge und böse Königin ist das Trial-Team OWL aus Holsen beim Silvesterlauf in Rödinghausen gestartet. Foto: Gerrit Nolte

Märchen enden immer gut: So auch am Samstag beim Silvesterlauf. Dafür hatte sich Schneewittchen (Anja Lück) die Unterstützung von gleich zwölf anstatt der sonst üblichen sieben Zwerge gesichert, und kam nach 5,5 Kilometern wohlbehalten im Ziel an. Obwohl auch die böse Königin, als die sich Karin Hegi-Koch verkleidet hatte, zur Gruppe des Trail-Teams OWL aus Holsen gehörte. »Der Apfel ist mir unterwegs abhanden gekommen«, erklärte »Schneewittchen« nach dem Lauf. Darüber konnte am Silvestermorgen auch die »böse Königin« lachen. Initiator dieser Idee war Karl-Walter Decius. »Er hatte ein Zwergenkostüm gefunden, dann haben wir uns daran orientiert«, sagte Hegi-Koch. Für diese Kreativität gab es den Preis für die beste Kostümierung.

Ganz auf die Strecke konzentrierte sich hingegen Arved Gronau (TG Ennigloh). Der 15-jährige Handballer aus der B-Jugend des CVJM Rödinghausen düste im Eiltempo über die 5,5 Kilometer. In 21:03,9 Minuten hatte er sich den ersten Platz der Schüler (Jahrgänge 2001 und jünger) gesichert. Die Zeit hätte auch gereicht, um die Wertung der Männer für sich zu entscheiden. »Ich bin bisher viermal beim Silvesterlauf dabei gewesen. Es ist eine anstrengende Strecke, das war jetzt meine beste Zeit«, freute sich Gronau, der damit Platz vier in der Bestenliste des Silvesterlaufes einnahm.

Mit seiner Zeit lag Gronau deutlich vor Kai Beinke. Der Athlet des TSVE Bielefeld hatte die Distanz in 23:04,0 Minuten bewältigt und wurde Erster der Männer. Die Konkurrenz der Frauen entschied Sina Maack vom TV Löhne-Bahnhof in 27:22,6 Minuten für sich.

Genau in den Trainingsplan passte der Silvesterlauf für Marco Rehmeier von der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen. »Ich musste einen Tempolauf machen, hatte aber keine Lust alleine zu laufen. Deshalb hat mein Trainer gesagt, ich soll nach Rödinghausen fahren«, erklärte der 23-Jährige, der normalerweise die Distanzen 5000 und 10 000 Meter läuft. Aber auch die 11 Kilometer im Wald absolvierte er erfolgreich, so dass er in 42:18,6 Minuten vorne lag.

Gelungener Jahresabschluss

Ihren zweiten Sieg am Wiehen feierte Jasmin Brammert. Die Triathletin des RC Endspurt Herford lag nach der ersten Runde noch hinter Anja Bitter (SC Melle), holte sie aber noch ein. In 50:34,6 Minuten wurde sie Erste. »Die Füße mussten bei den Temperaturen erst mal warm werden. Außerdem ist Anja nicht zu unterschätzen und ich kenne die Anstiege. Deshalb habe ich es mir gut eingeteilt und hatte am Ende wohl mehr Körner«, sagte Brammert, die ihre Zeit nicht interessierte. »Das ist nicht so wichtig. Ich komme hier her, weil es immer ein schöner Abschluss ist.«

Den hatte auch Markus Kellermeyer vom Organisationsteam des CVJM Rödinghausen wieder gesehen. »Wir haben 600 Anmeldungen gehabt, 520 Läufer haben das Ziel erreicht. Ganz wichtig ist aber gewesen, dass es keine Verletzungen gab«, sagte Kellermeyer. »Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat erneut alles sehr gut funktioniert. Die Ausgabe der Startnummern ging schnell, es gab gute Laufzeiten und wir hatten originelle Kostüme dabei«, resümierte er. Alle Ergebnisse sind im Internet zu finden.

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