Fußball-Regionalliga: SV Rödinghausen heute bei RW Essen Keine Angst vor dem Mythos Hafenstraße

Rödinghausen(WB). Es ist eine der stimmungsvollsten Kulissen in der Fußball-Regionalliga West: Das Stadion an der Hafenstraße, Heimat von Rot-Weiß Essen. In Ehrfurcht erstarren will der SV Rödinghausen in der Kult-Spielstätte aber nicht. Heute Abend (19.30 Uhr) peilt der SVR dort den zweiten Saisonsieg an.

Von Tilo Sommer
Gegen Düsseldorf II hat sich der SV Rödinghausen zum ersten Saisonsieg gekämpft. Heute Abend will Tom Schulz (rechts) mit dem SVR bei Rot-Weiß Essen nachlegen.
Gegen Düsseldorf II hat sich der SV Rödinghausen zum ersten Saisonsieg gekämpft. Heute Abend will Tom Schulz (rechts) mit dem SVR bei Rot-Weiß Essen nachlegen. Foto: Jens Göbel

Nicht nur wegen des ersten Sieges am vergangenen Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf II fährt der SVR-Tross gut gelaunt ins Ruhrgebiet. »Wir brauchen an der Hafenstraße keine Angst haben«, erinnert Teammanager René Wederz an die beiden bisherigen Auftritte in Essen.

Zuletzt gab es dort ein 1:1, Sören Siek erzielte mit einem Tor von der Mittellinie das zwischenzeitliche 1:0. In der ersten Regionalliga-Saison 2014/15 gewann Rödinghausen 3:0.

Die sportlichen Glanzzeiten liegen in Essen lange zurück. Der Deutsche Meister von 1955 hatte mit drohender Insolvenz und dem Abstieg in die Regionalliga zu kämpfen. Auch dort läuft RWE den eigenen Ansprüchen hinterher. In der abgelaufenen Saison wurde man mit 48 Punkten Zwölfter.

Die Fans strömen dennoch ins Stadion. Knapp 8 000 Zuschauer pilgerten im Schnitt zu den ersten drei Heimspielen an die Hafenstraße. »Als Fußballer ist das ein tolles Erlebnis. Freitagabend, Flutlicht – und weil in der Bundesliga nicht gespielt wird, kommen vielleicht noch 2 000 Leute mehr ins Stadion«, sagt Co-Trainer Andy Steinmann.

Verwöhnt wurden die RWE-Anhänger in den vergangenen Wochen nicht von ihrer Mannschaft. Nach gutem Start mit zwei Siegen steht Essen nach fünf Spieltagen mit sieben Punkten auf Rang elf. In den vorigen drei Partien gegen Mönchengladbach II (0:2), Viktoria Köln (0:4) und Wuppertal (0:0) gelang zudem kein eigener Treffer. »Die Mannschaft wirkt angeschlagen«, meint Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis.

Mit dem Erfolg vom Düsseldorf-Spiel im Rücken will der SVR diese Verunsicherung ausnutzen. Die Stimmung ist nach dem ersten Dreier der Saison entsprechend gut in der Mannschaft. Nijhuis: »Es ist gut, dass man wieder weiß, was ein Sieg ist.« Jetzt gehe es darum, weiter an Sicherheit im eigenen Spiel zu gewinnen.

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