Fußball-Bezirksliga: TuRa-Trainer Stefan Studtrucker nach 2:6 in Bruchmühlen bedient »Das war Angsthasenfußball von uns«

Rödinghausen (WB). Für TuRa Löhne gerät der Auftritt beim TuS Bruchmühlen, Tabellenzweiter der Fußball-Bezirksliga, gestern zum Debakel. Nach einer schwachen Leistung unterliegt das Team von Stefan Studtrucker mit 2:6 (1:1).

Von Philipp Bülter
Ohne Chance: (von links) Die Löhner Jonas Glowatz, Axel Konietzko und Marcel Rinnelt geraten gegen Bruchmühlens Eddy Wachtel (hinten) und Michele Giacalone (am Ball) deutlich ins Hintertreffen.
Ohne Chance: (von links) Die Löhner Jonas Glowatz, Axel Konietzko und Marcel Rinnelt geraten gegen Bruchmühlens Eddy Wachtel (hinten) und Michele Giacalone (am Ball) deutlich ins Hintertreffen. Foto: Philipp Bülter

Dabei ist es Winterzugang ­Andreas Wiens im Tor zu verdanken, dass die Löhner nicht bereits frühzeitig untergehen. Der Ex-Schlussmann des Ligakontrahenten SC Bad Salzuflen pariert glänzend gegen die Bruchmühlener Marcos Brandao Bello (20., 28.), Daniel Urban (36.) und Andrej Gorr (43.). »Er hat toll gehalten. Zur Pause hätten wir schon deutlich führen müssen«, sagt TuS-Trainer Michael Bernhardt.

So sieht Stefan Studtrucker das Spiel

Die Gäste wirken im Defensivverbund unsicher und leisten sich viele Abspielfehler. »Wir haben nicht mutig genug gespielt«, ärgert sich Trainer Stefan Studt­rucker. Vor allem über ihre linke Seite kombinieren sich die Bruchmühlener wiederholt gekonnt durch. Michele Giacalone macht mit seinen Gegenspielern Axel ­Konietzko und Huzni Saleh Ismail Dna über weite Strecken, was er will. Das 1:0, das Sven Kampe markiert (28.), bereitet Giacalone mustergültig vor. Er ist auch an den weiteren TuS-Treffern beteiligt.

Den Gästen gelingt durch Luca Albrecht aus dem Nichts der 1:1-Ausgleich (45.). Nach dem erneuten Rückstand (50.) schaffen die Löhner durch Olcay Esen noch das 2:2 – stellen in der Folge das Fußballspielen aber weitgehend ein. Warum, bleibt unklar. »Wir haben das Spiel zweimal mit Glück offen gehalten. Wir müssen nichts beschönigen: Das war Angsthasenfußball von uns«, sagt »Studti«.

Nach einer fragwürdigen Elfmeterentscheidung geht Bruchmühlen durch Mithat Kirmaci zum dritten Mal in Führung (3:2, 59.), legt dann durch einen 23-Meter-Freistoß-Knaller Jannik Diekmanns nach (67.) und spielt in der Folge gegen einen indisponierten Gegner für die Galerie.

Löhner Leistungsträger mit Comeback

Marcos Brandao Bello, der die Löhner Defensivreihe vor enorme Probleme stellt, hat zunächst Glück, als er nach einem Handspiel nicht seine zweite Gelbe Karte sieht. Nur zwei Minuten später umkurvt der »Übeltäter« die Löhner Andreas Wiens und Tim ­Nolting und schiebt zum 5:2 ein. Teamkollege Eddy Wachtel setzt den Schlusspunkt zum 6:2-Erfolg des Favoriten, der Preußen Espelkamp (4:2 gegen Bad Salzuflen) auf den Fersen bleibt.

Nach der deutlichen Packung dürfen die Löhner neben der insgesamt guten Leistung von Torhüter Andreas Wiens noch aufatmen, dass mit dem wiedergenesenen Tim Nolting ein Leistungsträger nach wochenlanger Verletzungspause sein Comeback feiert. Der Abwehrspieler und baldige Akteur des Landesligisten VfL Holsen kommt im zweiten Durchgang ins Spiel, agiert aber ebenso wie seine Nebenleute nicht ohne Fehler. Das passt ins Bild.

TuS Bruchmühlen: Rentz – Wöhler, Diekmann, Rahde, Wachtel – Urban, Kirmaci – Brandao Bello (78. Dornhöfer), Gorr, ­Giacalone (68. Klußmann) – Wöhler.

TuRa Löhne: Wiens – Konietzko (73. Karak), Dna (46. Nolting), Kärmper, Ewert – Albrecht, Esen, Gumin (83. Neumann) – Rinnelt, Glowatz, Bulut.

Tore: 1:0 Kampe (28.), 1:1 Albrecht (45.), 2:1 Brandao Bello (50.), 2:2 Esen (52.), 3:2 Kirmaci (59., Foulelfmeter), 4:2 Diekmann (67.), 5:2 Brandao Bello (75.), 6:2 Wachtel (81.).

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