Mennighüffens ehemaliger Torjäger trifft mit Altenhagen erstmals auf seinen Ex-Klub Kröger freut sich auf das Bier danach

Löhne (WB). Nach dem Wechsel vom VfL Mennighüffen zur TSG Altenhagen-Heepen hat sich das Handball-Leben von Arne Kröger deutlich verändert. »Alles ist professioneller. Wir trainieren vier Mal die Woche, laufen im Training mit einheitlicher Kleidung auf«, sagt der 26-Jährige, der Sonntag mit dem Oberligisten erstmals auf seinen Ex-Klub trifft.

Von Florian Weyand
Arne Kröger (links) musste sich bei seinem neuen Klub TSG Altenhagen-Heepen erst einmal durchsetzen – wie auch im Zweikampf gegen Spenges Sebastian Kopschek. Am Sonntag trifft der 26-Jährige erstmals auf Ex-Klub VfL Mennighüffen.
Arne Kröger (links) musste sich bei seinem neuen Klub TSG Altenhagen-Heepen erst einmal durchsetzen – wie auch im Zweikampf gegen Spenges Sebastian Kopschek. Am Sonntag trifft der 26-Jährige erstmals auf Ex-Klub VfL Mennighüffen. Foto: Büscher

Im Sommer 2017 wagt Kröger nach vielen Jahren im VfL-Dress den Sprung nach Altenhagen. Beim derzeitigen Tabellenführer hat man große Ziele: Der Aufstieg in die 3. Liga soll kurzfristig her. Langfristig soll der Weg sogar bis in die Bundesliga führen. Dafür hat man mit Christian Sprdlik den ehemaligen Geschäftsführer des Erstligisten TBV Lemgo nach Bielefeld gelotst, der das gleiche Amt nun in Altenhagen ausübt.

Beim Weg nach oben möchte auch Arne Kröger dabei sein. Der 26-Jährige gehörte in den vergangenen Jahren immer zu den Leistungsträgern beim VfL Mennighüffen, holte in der Ober- und Verbandsliga die Torjägerkanone. »In Altenhagen gefällt es mir sehr gut. Ich habe mich hier sportlich und auch persönlich weiterentwickeln können«, sagt Kröger, der in Bielefeld studiert und Lehrer werden möchte.

Bis zu fünf Trainingseinheiten in der Woche

Durch den Wechsel nach Altenhagen kann er Studium und Sport fast noch besser verbinden. Zwar stehen unter der Woche mehr Einheiten an (»Wir trainieren viermal und montags können wir noch in den Kraftraum«), doch die Fahrtwege des in Bielefeld lebenden Studenten haben sich deutlich verkürzt. »Zum Training brauche ich jetzt nur noch 15 Minuten«, sagt der Rückraumschütze.

In Altenhagens stark besetzten Kader muss sich Kröger nach seinem Wechsel erst einmal zurechtfinden. Das Spiel ist nicht mehr so auf ihn zugeschnitten, der Konkurrenzkampf ist hoch. Anders als in Mennighüffen ist der Rechtshänder nicht gleich gesetzt. »Jede Position ist doppelt besetzt. Das bringt uns Spieler weiter, denn niemand kann sich im Training ausruhen«, sagt Kröger.

Kröger: »Bin mit den Einsatzzeiten zufrieden«

Zu Saisonbeginn steht er kürzer auf der Platte als noch beim VfL. »Ich habe meist zwischen 20 und 40 Minuten gespielt. Aber mit den Einsatzzeiten war ich zufrieden. Ich muss auch nicht immer durchspielen. Weil wir so variabel agieren, sind wir auch nicht so leicht auszurechnen«, sagt der Handballer. Nach der zwischenzeitlichen Verletzung des ehemaligen Zweitligaspielers Marius Kastening setzt Trainer Michael Boy nun immer mehr auf den ehemaligen Mennighüffer und Kröger kommt in Altenhagen besser in Fahrt. Beim 41:26 in Augustdorf gehört der 10-fache Torschütze zu den besten TSG-Spielern und zeigt die passende Reaktion auf die vorherige Niederlage im Topspiel gegen den TuS Spenge.

Zur Person

Arne Kröger (26) lernte das Handballspielen bei der HSG Löhne-Obernbeck, schloss sich im letzten A-Jugend-Jahr der HSG Hüllhorst an. Anschließend wechselte der Student (Lehramt) zum VfL Mennighüffen. Mit dem Klub stieg er in der Saison 2015/16 unter Trainer Zygfryd Jedrzej in die Oberliga auf. Ein Jahr später verließ der Rückraumschütze, der mehrmals die Torjägerkanone abräumte, den Verein und wechselte zur TSG Altenhagen/Heepen.

Im Vorjahr mit Mennighüffen noch im Abstiegskampf, arbeitet der 26-Jährige mit Altenhagen nun am Aufstieg in die 3. Liga. Schärfster Konkurrent ist Spenge, der nur zwei Punkte Rückstand auf die TSG hat. »Ich denke, dass beide Vereine den Aufstieg unter sich ausmachen werden«, sagt Kröger, der sich mit seinem Team möglichst keinen Ausrutscher mehr leisten darf.

Kröger: »Wenn es passt, schaue ich mir gern den VfL Mennighüffen an«

Am Sonntag trifft der Rückraumspieler in der Sporthalle am Löhner Gymnasium erstmals auf seinen Ex-Klub Mennighüffen, den er in dieser Spielzeit schon ein paar Mal gesehen hat. »Wenn es passt, bin ich ab und zu bei den Spielen in der Halle«, sagt Kröger.

Mennighüffen ist für den Studenten die »Überraschungsmannschaft der Saison«. »Sie haben jetzt schon viele Punkte geholt, dass sie mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben werden«, sagt Kröger, der den Kontakt zu seinem ehemaligen Mitspielern aufrecht erhalten hat. »Wenn ich in der Halle bin, gehe ich auch gern noch zu den Jungs in die Kabine«, sagt er. Sonntag ruht die Freundschaft aber erst einmal für zwei Halbzeiten. Mit einem Sieg in Löhne wollen Kröger und die TSG Altenhagen-Heepen den nächsten Schritt in die 3. Liga machen. »Nach dem Spiel freue ich mich aber darauf, mit meinen ehemaligen Mitspielern ein Bier zu trinken.«

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