Fußball-Landesliga: »Momo« Diabang wechselt in die Landesliga und zieht nach Löhne Tengern holt Ex-Bundesligastar

Hüllhorst/Löhne (WB). Transfer-Kracher in der Winterpause: Fußball-Landesligist TuS Tengern hat sich mit dem früheren Bundesliga-Profi und ehemaligen senegalesischen Nationalspieler Mamadou »Momo« Diabang verstärkt.

Von Ingo Notz
Vom Bundesliga-Profi zum Landesliga-Neuzugang: Mamadou »Momo« Diabang hat beim TuS Tengern angeheuert.
Vom Bundesliga-Profi zum Landesliga-Neuzugang: Mamadou »Momo« Diabang hat beim TuS Tengern angeheuert. Foto: Stefan Hörttrich

Der am Wochenende gerade 38 Jahre jung gewordene Neu-Tengeraner ist den Kleeblättern als nachträgliches Weihnachtsgeschenk in den Schoß gefallen – sie selbst haben angesichts der Abgänge in der Hinrunde zwar immer wieder ihre Augen auf dem Transfermarkt offen gehalten, aber nicht aktiv nach einer Verstärkung mit Bundesliga-Erfahrung gesucht.

Der Zufall war schließlich der »Spielervermittler«, verriet Teammanager Christian Meyer gestern im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT: »Momo zieht gerade nach Mennighüffen (einem Stadtteil von Löhne Anm. d. Red.) und hat sich dann von sich aus bei uns gemeldet! Er war auf der Suche nach einem Verein nahe seiner neuen Heimat, wo er Fußball spielen und Spaß haben kann.«

Mündliche Freigabe liegt vor

Den TuS Tengern kannte Diabang bereits von einem Testspiel in Hüllhorst mit seinem ehemaligen Verein SC Hicret aus Bielefeld, nun wird er zu seiner neuen sportlichen Heimat. Die mündliche Freigabe liegt bereits vor, die schriftliche soll zeitnah folgen.

Eingewöhnungsprobleme befürchtet Christian Meyer beim Stürmer nicht: »Momo ist ein witziger Vogel, er hebt sofort die Stimmung und passt gut bei uns rein. Das läuft alles ganz locker, er hat auch gar keine Ansprüche gestellt oder eine Sonderbehandlung verlangt. Er will einfach nur kicken. Und dass er Fußball spielen kann, steht außer Frage«, meint Meyer, nachdem das nun prominenteste Vereinsmitglied bereits am Trainingsbetrieb des Landesligisten teilgenommen hat.

»Bock auf Tengern«

Konditionelle Rückstände sind nicht zu befürchten, denn nach einer fast zweijährigen Pause nach seinem eigentlichen Karriereende beim VfB Lübeck war Diabang bereits 2015 wieder ins unterklassigere Fußball-Geschehen eingestiegen und hatte seither für die drei Bielefelder Vereine TuS Brake, SC Hicret und FC Türk Sport gespielt.

Nun also der Umzug und damit verbunden der erneute Vereinswechsel – eben zum TuS Tengern. Das freut natürlich nicht zuletzt auch den Trainer der Tengeraner, Holm-Holger Hebestreit, der nach den Abgängen und Verletzungen der Hinrunde Zugänge gewünscht hatte.

»Eigentlich haben wir ja nach »Jung, talentiert und Bock auf Tengern« gesucht, Momo ist älter, erfahren – aber er hat Bock auf Tengern. Ich war begeistert von den Gesprächen mit ihm«, lobte Hebestreit explizit auch den Charakter des Ex-Profis: »Soviel Bescheidenheit würde ich mir von manchem unterklassigen Fußballer wünschen...« Hebestreit warnt gleichzeitig aber auch vor überhöhten Erwartungen an den Ex-Profi: »Es ist jetzt nicht so, dass ein Wunderstürmer kommt. Es kommt einer, der uns helfen kann und uns verstärken wird«, stellt Hebestreit nach den ersten Eindrücken im Training und beim internen Hallenturnier am Wochenende fest.

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