Fußball-Bezirksliga: Bei TuRa Löhne gibt es auf dem Weg zum Klassenerhalt Unruhe – TuS Lohe rückt näher Studtrucker fordert Unterordnung

Bad Oeynhausen/Löhne (WB). Mit Platz fünf in der Rückrundentabelle hat TuRa Löhne in der zweiten Saisonhälfte die Kurve noch einmal bekommen. Dennoch herrscht Unruhe im Kader des Fußball-Bezirksligisten. Beim TuS Lohe rückt derweil das rettende Ufer immer näher.

Von Florian Weyand
Eduard Reh (Mitte) hat vor dem Varl-Spiel Kabine und Sportplatz verlassen. Der Angreifer wird wohl nicht mehr für TuRa spielen.
Eduard Reh (Mitte) hat vor dem Varl-Spiel Kabine und Sportplatz verlassen. Der Angreifer wird wohl nicht mehr für TuRa spielen. Foto: Weyand

TuRa Löhne

Am Zaun des Sportplatzes am Obernfeld hängt ein großes Banner mit der Aufschrift »Bezirksliga«. Dass dies auch in der kommenden Saison an seinem Platz hängt, ­daran arbeitet Coach Stefan Studt­rucker mit viel Leidenschaft. Der ehemalige Bundesligaspieler ist ein Perfektionist, fordert von seinen Spielern vollen Einsatz und einen perfekten Teamgeist. Damit kamen bei den TuRanern in der Rückrunde nicht alle Spieler klar. Angreifer Eduard Reh, sechsfacher Torschütze, stürmte am Sonntag nach der Besprechung wortlos aus der Kabine und verließ den Sportplatz (wir berichteten). Der Angreifer war mit seinem Platz auf der Bank nicht einverstanden. »Wir haben ein Ziel und das ist der Klassenerhalt in der Bezirksliga. Dafür müssen sich alle Spieler unterordnen«, sagt Studtrucker. Egoisten könne er in seinem Kader nicht gebrauchen.

Reh ist nicht der erste Angreifer, der die Mannschaft verlassen hat. Auch Mo Khalaf spielt seit einigen Wochen nur noch in der Reserve. Nach der Winterpause gab Studt­rucker dem Stürmer eine Chance, Khalaf stand mehrmals in der Startelf. Mit der Leistung war der Trainer aber nicht immer zufrieden. Beim 1:2 gegen den FC Preußen Espelkamp musste Khalaf zur Pause raus, eine Woche später beim 4:1 in Bruchmühlen sowie beim 3:1 in Holzhausen stand er im Kader, wurde aber nicht eingewechselt. Aus sportlicher Sicht ist Studtruckers Kurs der harten Hand die richtige Entscheidung. Aktuell haben die Löhner sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Wer hätte das nach der durchwachsenen Hinrunde gedacht? Auch in der Vorsaison, als mehrere Spieler das Team in der Winterpause verließen, waren die TuRaner erfolgreich. Nach einer Aufholjagd feierten die Löhner am Ende den Aufstieg. In dieser Spielzeit möchte man das Spieljahr mit dem Klassenerhalt beenden.

TuS Lohe

Die Loher sind dem Ziel Klassenerhalt wieder einen kleinen Schritt näher gekommen. Nach dem 2:2 gegen den VfL Holsen hat die Mannschaft von Christian Möller nur noch zwei Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Spielerisch scheinen die Loher die Anweisungen des Trainers endlich verstanden zu haben. Nach einer niederschmetternden Niederlagen-Serie ist der TuS nun seit fünf Spielen ungeschlagen, holte elf von 15 möglichen Punkten.

Dennoch ist das Projekt Ligaverblieb immer noch eines, das es in sich hat. Das anstehende Restprogramm könnte nämlich deutlich leichter sein. In den kommenden Wochen muss das Team gegen die beiden Titelkandidaten BV Stift Quernheim und SC Bad Salzuflen sowie zum Derby gegen den FC Bad Oeynhausen antreten. Dann folgt die Auswärtspartie in Werl-Aspe und das Kellerfinale gegen Kutenhausen-Todtenhausen. Die Chancen auf den Klassenerhalt stehen derzeit wieder ganz gut, aber die Möller-Elf braucht noch einige Siege, um auch im kommenden Jahr in der Bezirksliga spielen zu dürfen.

Titel-Vierkampf

Spannung ist weiterhin an der Spitze geboten. Vier Teams kommen noch für den Aufstieg in Frage. Die beste Ausgangsposition hat sich wieder der FC Preußen Espelkamp mit einem 2:1 gegen Kutenhausen erarbeitet. Da der bisherige Spitzenreiter SC Vlotho nicht über ein 1:1 in Dützen hinauskam, haben die Preußen erst einmal zwei Punkte Vorsprung. Dies kann sich aber ganz schnell wieder ändern. Am Sonntag kommt es auf dem Winterberg zum absoluten Topspiel zwischen Vlotho und Espelkamp. Sollten die Gäste dieses Duell gewinnen, könnten sie sich möglicherweise vorentscheidend absetzen, bei einem Vlothoer Erfolg bliebe alles offen. Sollten sich die Teams die Punkte teilen, könnten die Verfolger profitieren. Bad Salzuflen und Stift Quernheim haben fünf beziehungsweise sechs Zähler Rückstand, aber auch noch eine Partie mehr zu absolvieren.

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