SV Löhne-Obernbeck feiert 90-jähriges Jubiläum mit mehr als 500 Gästen Ein Fest in Blau und Weiß

Löhne (WB). Sie spielten vor 12?000 Zuschauern gegen Schalke 04 und warfen den VfL Bochum aus dem DFB-Pokel. In 90 Jahren ist beim SV Löhne-Obernbeck eine Menge passiert. Grund genug, um beim Vereinsjubiläum in der Werretalhalle mit mehr als 500 Gästen auf eine interessante Historie und eine erfolgreiche Zukunft anzustoßen.

Von Florian Weyand
Vereinsboss Jörg Petzold und sein Vize Sebastian Krüger stoßen auf das Vereinsjubläum an
Vereinsboss Jörg Petzold und sein Vize Sebastian Krüger stoßen auf das Vereinsjubläum an Foto: Florian Weyand

Bevor die Rio-Band und das DJ-Team das rauschende Fest musikalisch eröffnen, steht natürlich der offizielle Festakt auf dem Programm. Vereinsboss Jörg Petzold, ein Obernbecker Urgestein und seit 43 Jahren Mitglied, führt durch den Abend. Wie tief er mit dem Klub verwurzelt ist, macht er in seiner Rede deutlich. »Der Verein und das Fußballspielen hat mein Leben geprägt. Der Verein hat mir viel gegeben«, sagt er und erinnert an die Höhepunkte der Vergangenheit.

Erinnerungen an Pokal-Kracher gegen Schalke und Bochum

Neben den Pokal-Krachern gegen Schalke 04 und den VfL ­Bochum im Jahr 1954 gehören auch die fußballerischen Glanzzeiten dazu, als der SVLO in der Landesliga spielte. Heute ist der Verein zwar nur noch in der Kreisliga B vertreten, peilt unter Trainer Markus Drawert aber die Rückkehr in die A-Liga an. Petzold hat großes Vertrauen in die Mannschaft, wie er den Anwesenden erklärt. »Diese Jungs werden mit dem Trainer die entscheidenden Schritte wieder nach oben gehen.«

SVLO-Kicker heizen die Stimmung an

Als Stimmungsmacher sind die SVLO-Fußballer schon Meister. Angeführt von Trainer Markus Drawert als Sänger, bringen die Kicker gegen 23 Uhr eine musikalische Show auf die Bühne. Die Stimmung kocht. Zurück zum Festakt: Stolz könne der Verein darauf sein, dass er viele gute Spieler ausgebildet habe. Nicht nur bei den Männern, sondern auch im Frauenfußball. »Wir haben viele Titel geholt und Talente hervorgebracht. Dazu gehört mit Lena Goeßling eine Spielerin, die zu den besten Fußballerinnen der Welt zählt.« Die Nationalspielerin lässt sich die Feier ihres Heimatklubs natürlich nicht entgehen, tummelt sich mit den Gästen auf der Tanzfläche. Zudem erinnert Petzold an Karl-Hermann Eickhoff, der für Arminia Bielefeld in der 2. Bundesliga spielte.

Verein setzt weiter auf die Jugend

Um weiter erfolgreich arbeiten zu können, möchten die Obern­becker weiter auf die Jugend setzen. »Wir haben erkannt, dass dort die Zukunft liegt«, sagt Petzold, der die Gunst der Stunde nutzt, um die anwesenden Gäste aus Politik und Verwaltung auf ein Problem hinzuweisen. Zwar habe der Verein mit dem Werretalstadion einen Rasenplatz und mit der Heimspielstätte am Brückenhaus eine weitere Alternative, doch dem SVLO fehle ein Kunstrasenplatz. »Nur so können wir konkurrenzfähig bleiben und nachhaltig planen«, sagt der Vereinsboss.

Keine Sorgen um die Zukunft

Stolz ist Petzold auf das neue Vereinsheim im Werretalstadion. Der schicke Bau hat sich mittlerweile zu einem Treffpunkt der Vereinsmitglieder entwickelt. »Es hat sich als neue Heimat erwiesen«, sagt der Vorsitzende, der den Verein für die kommenden Jahrzehnte gut gerüstet sieht. »Wir müssen uns für die Zukunft keine Sorgen machen, wenn man sieht, mit welcher Begeisterung beim SV Löhne-Obernbeck gerbeitet wird.«

Blumen für die Gastgeber

Am Ende des Festakts ergreifen auch einige Ehrengäste das Wort. Dieter Steffen vom Kreissportbund überreicht eine Urkunde sowie einen Blumenstrauß. Michael Schelp vom TV Löhne-Bahnhof lobt die gute Zusammenarbeit seines Vereins mit dem SV Löhne-Obernbeck. Schließlich teilen sich beide Klubs das Werretalstadion.

Hagen-Vertreter sorgt für einen Lacher

Für einen Lacher sorgt dagegen Manfred Katzberg aus dem Vorstand des SV Bischofshagen-Wittel. Überraschend wünscht er dem Verein, dass die Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga A verpasst. Böse Worte aus der Nachbarschaft? Von wegen! Katzberg löst auf: »Wenn ihr noch weiter in der B-Liga bleibt und wir aufsteigen, dann kommt es endlich wieder einmal zum richtigen Derby zwischen unseren beiden Mannschaften«, sagt er.  Auf die Obernbecker kann er dabei nicht zählen. Die Rückkehr in die A-Liga soll her, am liebsten zum 91. Geburtstag.

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