Handball: Mennighüffen lässt sich von ruppiger Gangart nicht aus der Ruhe bringen VfL kontert Hahlens Härte

Löhne (WB). Auf die harte Tour: Handball-Verbandsligist VfL Mennighüffen musste im Heimspiel gegen den TSV Hahlen mächtig einstecken. Am Ende setzte sich der spielerische Glanz der Löhner gegen die ruppige Gangart der Gäste durch. Das Team von Zygfryd Jedrzej bleibt nach dem 34:18-Sieg verdient an der Tabellenspitze.

Von Florian Weyand
Jonas Köster (links) wird von einem Gegenspieler attackiert. Der Rechtsaußen musste gegen den TSV Hahlen mächtig einstecken, kassierte in der ersten Halbzeit auch einen Schlag ins Gesicht.
Jonas Köster (links) wird von einem Gegenspieler attackiert. Der Rechtsaußen musste gegen den TSV Hahlen mächtig einstecken, kassierte in der ersten Halbzeit auch einen Schlag ins Gesicht. Foto: Florian Weyand

Die aggressive Spielweise der Gäste lässt sich in Zahlen ausdrücken. Ganze acht Zeitstrafen – die Mehrzahl im ersten Durchgang als Fynn Höltkemeyer, Henrik Thielking und zweimal Tjorven Wiese unter anderem vom Feld mussten – kassierte der TSV Hahlen im Spielverlauf. Mennighüffen agierte in 60 Minuten dagegen nur einmal in Unterzahl, was TSV-Trainer Stephan »Zorni« Böker an der Seitenlinie mächtig in Rage brachte.

Zorni Böker in Rage

Wild gestikulierend, auch angepeitscht von den stets meckernden Fans, handelte sich der Coach sogar eine gelbe Karte ein. Dabei lieferten die Unparteiischen eine souveräne Vorstellung ab, hatten meist gar keine andere Wahl als auf Zeitstrafe zu entscheiden. So auch als Jonas Köster mit der Hand übel im Gesicht getroffen oder Marco Büschenfeld in den Wurfarm gegriffen wurde. »Beim Foul gegen Jonas hätte man auch Rot zeigen können«, sagt Zygfryd Jedrzej, der nach Spielschluss von »Kreisliga-Fouls« des Gegners spricht.

Kröger dreht spät auf

Die Partie hätte für den Gast noch weitaus schlimmer ausgehen können. Doch zu Beginn der Partie gönnt sich Arne Kröger, mit insgesamt 42 Toren derzeit Zweiter der Torschützenliste, noch eine Auszeit. Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit läuft der Rückraumschütze heiß und erzielte den ersten seiner acht Treffer. Zu diesem Zeitpunkt ist die Partie aber schon entschieden, was auch Stephan Böker anerkennen muss. »Spätestens ab der elften Minute war das blamabel, was wir hier abgeliefert haben«, sagt Hahlens Coach, der vom zuvor angekündigten Spitzenspiel nichts gesehen hat.

Nun Topspiel in Gütersloh

Denn im Sinne eines Spitzenteams zeigte sich nur der VfL Mennighüffen, der nach fünf Spieltagen weiter fehlerlos die Tabelle der Verbandsliga anführt. Weil Oberliga-Absteiger TuS Möllbergen sowie die HSG Gütersloh ebenfalls punkteten, beträgt der Abstand aber nur zwei Punkte. Am kommenden Wochenende kann der Vorsprung auf vier Zähler anwachsen. Dann spielt der VfL in Gütersloh – und kann mit einem Sieg einen ernsten Verfolger auf Distanz halten.

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