VfL Mennighüffen gewinnt hitziges Wiederholungsspiel gegen Harsewinkel mit 27:23 Feuriges Duell

Löhne (WB). Abgezockt: Mennighüffens Marco Büschenfeld ist im Wiederholungsspiel gegen die TSG Harsewinkel eiskalt. Beim 27:23 (14:13)-Sieg überlupft der Topshooter des VfL bei gleich drei Siebenmetern den gegnerischen Torwart – und führt den heimischen Handball-Verbandsligisten zum fünften Erfolg in Folge.

Von Florian Weyand
Starker Auftritt: Routinier Kay Daumann (rechts) hat beim 27:23-Erfolg des VfL Mennighüffen gegen die TSG Harsewinkel zwei Tore geworfen. Durch den fünften Sieg in Serie springt der heimische Handball-Verbandsligist auf den zweiten Tabellenplatz.
Starker Auftritt: Routinier Kay Daumann (rechts) hat beim 27:23-Erfolg des VfL Mennighüffen gegen die TSG Harsewinkel zwei Tore geworfen. Durch den fünften Sieg in Serie springt der heimische Handball-Verbandsligist auf den zweiten Tabellenplatz.

 Ganz schön frech, wie der Rückraumschütze der Mennighüffener dem Gast aus Harsewinkel auf der Nase herumtanzt. Beim Stand von 20:18 setzt Büschenfeld den ersten Lupfer an – und versenkt den Ball über Harsewinkels Torwartschlaks Johnny Dähne. Anschließend trifft er mit seinem zweiten Lupfer aber nur den Pfosten. Es bleibt beim 21:19. Doch wer glaubt, dass der Fehlwurf am Selbstbewusstsein des ehemaligen Zweitligaspielers nagt, der hat sich getäuscht. Nach einem Foul tritt Büschenfeld wieder an – und markiert mit dem dann dritten Lupfer des Tages das 22:19 für die Gastgeber. »Marco geht da Hopp oder Top. Aber er ist ein guter Siebenmeterschütze«, sagt Zygfryd Jedrzej.

 Die Mennighüffener Fans toben, bei den Gästen liegen dagegen die Nerven blank. TSG-Trainer Hagen Hessenkämper erweist sich in der Schlussphase als Spielverderber, als er ein wenig Blut am Finger von Oldie Kay Daumann entdeckt – und die Schiedsrichter informiert. Die Folge: Daumann muss vom Feld. Tim Wienkemeier kommt ins Spiel. Ein Glücksgriff. Der flinke Handballer erledigt seine Aufgabe anschließend mit Bravour und blockt in der Defensive sogar Harsewinkels Hünen Manuel Mühlbrandt. Auch vorn setzt er Akzente, wirbelt die gegnerische Abwehr mächtig durcheinander. »Tim war richtig quirlig. Er hat gute Aktionen gehabt«, lobt VfL-Trainer Zygfryd Jedrzej, dessen Team in der hektischen Schlussphase überlegt agiert und mit 26:23 vorn liegt, als Harsewinkel sich zwei Minuten vor dem Ende selbst schwächt.

 »Wie kann man so einseitig pfeifen«, ruft TSG-Trainer Hagen Hessenkämper in Richtung der Unparteiischen und kassiert zwei Minuten. Als er weiter wie ein Rohrspatz schimpft, schmeißen die Schiedsrichter den Coach mit Rot vom Feld. Als die Zuschauer die Leistung des VfL mit Standing Ovations feiern, brennen bei Manuel Mühlbrandt die Sicherungen durch. Zehn Sekunden vor Schluss läuft Arne Kröger auf das TSG-Tor zu, doch »Mühle« fährt dem Mennighüffener mit einem harten Foul in die Parade. Rot für Mühlbrandt, der sich anschließend noch einige böse Worte des VfL-Anhangs gefallen lassen muss.

 Als die Schlusssirene ertönt liegen sich die Mennighüffener, die durch den Sieg auf Rang zwei gesprungen sind, in den Armen und lassen sich von den Fans feiern. Längst vergessen sind die kurzen Schwächephasen in Halbzeit eins, als der VfL es verpasst hat, sich frühzeitig abzusetzen. »Anstatt die 14:10-Führung auszubauen. haben wir Harsewinkel auf 14:13 herankommen lassen«, sagt Zygfryd Jedrzej.

 Eine besondere Gratulation kommt gestern Abend übrigens von Dirk Rabeneck. Der Löhner Feuerwehrmann leitete den Einsatz, der nach dem Feueralarm Mitte November zum Spielabbruch geführt hatte. »Glückwunsch von eurer Löschgruppe Mennighüffen«, schreibt Rabeneck auf die Facebook-Seite des VfL. Glückwünsche, die die Mennighüffener gerne annehmen.

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