2. Frauenfußball-Bundesliga: Herforder SV beim 0:2 in Bielefeld deutlich verbessert 30 Minuten auf Augenhöhe

Bielefeld (WB). Reaktion gezeigt, Überraschung verpasst: Nach dem 0:7 im Hinspiel und dem zuletzt desolaten 0:3 gegen Delmenhorst hat sich Frauenfußball-Zweitligist Herforder SV im Derby bei Arminia Bielefeld wieder von seiner besseren Seite präsentiert. Zu Punkten reichte das beim 0:2 (0:1) allerdings nicht.

Von Henrik Wittenborn
Enttäuscht: Während Arminia den Derbysieg feiert, wenden sich Amelie Fölsing und Friederike Schaaf ab.
Enttäuscht: Während Arminia den Derbysieg feiert, wenden sich Amelie Fölsing und Friederike Schaaf ab. Foto: Thomas F. Starke

Trainer Ralf Lietz darf dem Rest der Saison dennoch wieder zuversichtlicher entgegensehen. Denn gerade in den ersten 30 Minuten brachten die Herforderinnen den DSC in Bedrängnis. Das fing schon vor dem eigenen Tor an. Die Hintermannschaft schob im entscheidenden Moment geschickt nach vorne und stellte das Offensivduo um Sarah Grünheid und Kapitänin Maxine Birker geschickt ins Abseits.

Und auch offensiv wurde der HSV von Minute zu Minute mutiger. Nach einer Viertelstunde verfehlte Bielefelds Torhüterin Vivien Brandt eine Freistoß-Flanke in den Strafraum, Herford kam gleich zwei Mal zum Abschluss, wurde allerdings geblockt.

Chance zur Führung

Diese erste Chance war beileibe kein Zufallsprodukt: Nach 22 Minuten ließ Giustina Ronzetti Bielefelds Lea Malin Mößinger aussteigen, Brandt hielt der Prüfung im rechten unteren Eck allerdings stand. Den zuletzt harmlosen Herforderinnen machte der Offensivdrang offensichtlich Lust auf mehr.

Nach einer starken Kombination fand Ronzettis flache Hereingabe Lisa Lösch an der Strafraumkante, doch auch Herfords Kapitänin konnte Brandt mit ihrem Flachschuss erneut nicht überwinden. »Da müssen wir in Führung gehen«, trauerte Trainer Ralf Lietz der vergebenen Großchance hinterher.

Bielefeld drückt aufs Tempo

Denn in der Folge verschärfte Bielefelder sichtbar das Tempo und kam zu Chancen: Birker scheiterte mit einem Lupfer über Kira Kutzinski an der Latte, Lena Schulte mit ihrem Kopfball an der Herforder Torhüterin selbst. Ihre gute Leistung machte sich Kutzinski kurz vor der Pause dann aber selbst ein Stück weit kaputt: Birker lief die Torhüterin, die diesmal den Vorzug vor Alisa Ostwald bekam, an und eroberte am Strafraum den Ball, den Grünheid nur noch einschieben musste.

Dass Arminia-Trainer Markus Wuckel beim Stand von 1:0 in der Schlussphase die eigene Abwehr verstärkte, wertete Lietz als gutes Zeichen für die Leistung seines Teams. Für ein weiteres Arminia-Tor reichte es trotzdem noch: Nach einem hohen Ball packte Kutzinski erneut nicht energisch genug zu, wieder bedankte sich Grünheid mit dem 2:0 (84.).

Aufstellung

Arm. Bielefeld: Brandt – Preuß (88. Rahe), Wos, Hausberger, Mößinger – Schulte (82. Thormaehlen), Liedmeier, Jäger, Lange (68. Siemann) – Birker, Grünheid.

Herforder SV: Kutzinski – Baus, Heitlindemann, Kleinedöpke, Thiemann – Ronzetti (67. Salzmann), Fölsing, Schaaf, Althof (46. Kotjipati) – Lösch, Demirönal.

Tore: 1:0 und 2:0 Grünheid (43. und 84.).

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