5:2 und 4:1 – Herforder EV führt in den Eishockey-Play-offs gegen die Soester EG 2:0 Noch ein Sieg fehlt zum Halbfinale

Herford (WB). Nach dem 5:2 gegen die Soester EG im ersten Viertelfinal-Spiel und dem 4:1 im zweiten Aufeinandertreffen steht der Eishockey-Regionalligist Herforder EV vor dem Einzug ins Halbfinale. Den Ice Dragons fehlt nur noch ein Sieg in der Best-of-Five-Serie.

Von Lars Sundermann
Im Angriffsmodus: Ben Skinner (Mitte) und der Herforder EV haben die beiden ersten Play-off-Spiele gegen Soest gewonnen.
Im Angriffsmodus: Ben Skinner (Mitte) und der Herforder EV haben die beiden ersten Play-off-Spiele gegen Soest gewonnen. Foto: Lars Sundermann

Herforder EV - Soester EG 5:2 (3:0/1:0/1:2)

»Die Play-Offs sind eine Welt für sich.« »Dort kann alles passieren.« »Fehler aus der regulären Saison können ausgemerzt werden.« All diese Phrasen fielen am Freitag rund um das erste Viertelfinalspiel der Ice Dragons gegen Soest im Herforder Eisstadion.

Doch dass die Play-offs mit der regulären Saison mehr gemein haben, als manchem HEV-Fan lieb sein dürfte, wurde am Freitag gegen die Bördeindianer deutlich. Nachdem die Mannschaft von Jeff Job spektakulär begonnen hatte und bereits mit 5:0 uneinholbar schien, schlichen sich immer wieder Fehler ein, die die Gäste gegen Ende der Partie nutzten.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Für einen Sieg kamen die Sauerländer zwar nicht in Frage, sie deckten aber auf, dass beim Herforder EV nicht alles Gold ist, was zu glänzen scheint. Doch der Reihe nach: Für den Glanz auf Seiten der Herforder waren im ersten Drittel der wiedererstarkte Killian Hutt und Teamkollege Nils Bohle binnen 30 Sekunden in der 9. Minute sowie Leon Nasebandt nur zwei Minuten später mit ihren Treffern zuständig. Gerade das zweite HEV-Tor zeigte, wie wichtig Spieler einer Klasse wie Ben Skinner sind.

Der Kanadier behauptete die Scheibe hinter dem Tor, wartete auf den richtigen Moment und passte auf seinen Teamkollegen, der aus kürzester Distanz zum 2:0 nur noch einnetzen musste.

Im zweiten Spielabschnitt verpasste es der HEV, das erste von mindestens drei Viertelfinalspielen vorzeitig zu entscheiden. Grund war wieder einmal die Chancenverwertung. Jan-Niklas Linnenbrügger vergab in der 24. sogar einen Penalty. Weil die Soester EG aber in den wenigen offensiven Aktionen immer wieder am starken HEV-Goalie Kieren Vogel scheiterte, und Hutt in der 29. das überfällige 4:0 erzielte, ging es mit einem Polster ins dritte Drittel.

Weg ins Halbfinale nicht leicht

Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Hutt seinen dritten Treffer des Abends – die Partie war mit 5:0 entschieden. »Wir haben 40 Minuten lang die totale Kontrolle gehabt und super gespielt«, lobte Job sein Team. Die Leistung im letzten Spielabschnitt prangerte er aber deutlich an: »Einige von uns wollten lieber ein Tor schießen, statt zu verteidigen.«

Dies hatte zur Folge, dass die Soester durch Marc Polter (24.) und Martin Juricek (56.) nicht nur ihre Ehrentreffer erzielten, sondern den Ice Dragons aufzeigten, dass der Weg ins Halbfinale womöglich nicht so leicht werden könnte, wie erhofft.

Leichte Fehler, Unkonzentriertheiten im Spielaufbau, ein kritischer Trainer und Spieler die am Ende doch gewonnen hatten: Die Play-offs sind den ganzen Phrasen zum Trotz, eben doch ein Spiegelbild der Saison.

Torfolge: 1:0 Hutt (9.), 2:0 Bohle (9.), 3:0 Nasebandt (11.), 4:0 Hutt (29.), 5:0 Hutt (43.), 5:1 Polter (48.), 5:2 Juricek (56.).

Weitere Ergebnisse: Diez-Limburg - Lauterbach 8:1, Neuwied - Dinslaken 9:3, Ratingen - Hamm 3:6.

Soester EG - Herforder EV 1:4 (1:1/0:2/0:1)

Am Sonntag gewann der HEV sein zweites Spiel gegen Soest. Mit einem dritten Sieg am Freitag ist das Halbfinale erreicht.

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