2. Frauenfußball-Bundesliga: Herforder SV unterliegt Delmenhorst 0:3 0:1 nach neun Sekunden

Herford (WB). Sie hatten sich so viel vorgenommen. Doch nur neun Sekunden dauerte es, bis Frauenfußball-Zweitligist Herforder SV im ersten Spiel des Jahres gegen den TV Jahn Delmenhorst 0:1 hintenlag. Am Ende einer emotions- und harmlosen Vorstellung stand eine verdiente 0:3 (0:2)-Niederlage.

Von Lars Krückemeyer
Lichtblick: Lea Althof (rechts, hier gegen die Delmenhorsterin Tomke Hege) gehörte bei der enttäuschenden 0:3-Niederlage des Herforder SV im ersten Rückrundenspiel zu den wenigen Spielerinnen im Bereich der Normalform.
Lichtblick: Lea Althof (rechts, hier gegen die Delmenhorsterin Tomke Hege) gehörte bei der enttäuschenden 0:3-Niederlage des Herforder SV im ersten Rückrundenspiel zu den wenigen Spielerinnen im Bereich der Normalform. Foto: Lars Krückemeyer

Anstoß, Ball nach vorne gespielt und ein Heber über Alisa Ostwald – 0:1. So begann das Spiel, von dem sich Ralf Lietz eine Signalwirkung für die restlichen elf Saisonspiele versprochen hatte. Es war der Vorgeschmack auf 90 restlos enttäuschende Minuten, die den Trainer ratlos zurückließen. »Dieses Mittelmaß kotzt mich an! Wir machen Donnerstag ein gutes Testspiel gegen Enschede und gehen aggressiv zur Sache. Warum machen wir das heute nicht? Wir haben fast 80 Prozent Ballbesitz, aber Delmenhorst macht drei Tore, obwohl sie nicht mal drei Chancen hatten. So ist das reine Zeitverschwendung. Wo sind bei uns die Laufwege? Wo ist die Bereitschaft? Das ist doch hier immer noch die 2. Bundesliga.«

Wehrlos ergeben

In der Tat ergab sich der Herforder SV wehrlos in sein Schicksal. Die Mannschaft wird sich ebenso wie der mit nur zwei Feldspielerinnen zum Auswechseln angereiste Aufsteiger nicht für die eingleisige 2. Bundesliga qualifizieren. Aber die Delmenhorsterinnen lebten in Sachen Körpersprache und Kommunikation vor, dass sie sehr wohl Spaß am Fußball haben und das Spiel gewinnen wollten. Das ist das Mindeste, was man auf diesem Niveau erwarten kann.

Lisa Lösch trifft nur die Latte

Ralf Lietz hatte auf ein offensives 4:4:2-System umgestellt, doch Chancen gab es nur zwei: Giustina Ronzetti scheiterte in der 47. Minute aus spitzem Winkel an Torhüterin Magdalena Flug und Lisa Lösch traf aus 20 Metern die Latte. Ansonsten versuchten es die Herforderinnen viel zu oft durch die Mitte, wo die robusten Sechser und spätestens die Viererkette alles abräumten. Schnelles Spiel über die Flügel? Fehlanzeige.

Zweimal ausgekontert

Vor dem 0:2 in der 35. Minute monierten die Herforderinnen vergeblich ein Foul an Celine Demirönal, Delmenhorst konterte über die schnelle Neele Detken und Nathalie Heeren vollendete mühelos. Ähnlich das 0:3 in der 84. Minute: Diesmal legte Detken für Torschützin Bianca Becker auf.

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