Eishockey: Torwart Lars Rusche verlässt Verein nach Aussage von Jeff Job HEV-Fans sind sauer auf den Trainer

Herford (WB). Vor den beiden letzten und entscheidenden Vorrundenspielen im Kampf um Platz zwei der Eishockey-Regionalliga sind viele Fans des Herforder EV stinksauer. Grund ist, dass der beliebte Torwart Lars Rusche den Verein aus persönlichen Gründen verlassen hat.

Von Lars Krückemeyer
Sein letzter Einsatz für den Herforder EV: Torwart Lars Rusche kann in dieser Szene bei der 4:7-Niederlage am vergangenen Freitag einen Treffer des EC Diez-Limburg nicht verhindern. Aus persönlichen Gründen hat der 24-Jährige den Verein verlassen.
Sein letzter Einsatz für den Herforder EV: Torwart Lars Rusche kann in dieser Szene bei der 4:7-Niederlage am vergangenen Freitag einen Treffer des EC Diez-Limburg nicht verhindern. Aus persönlichen Gründen hat der 24-Jährige den Verein verlassen. Foto: Lars Sundermann

Auslöser dafür ist ausgerechnet Trainer Jeff Job. Der hatte nach dem 4:7 am vergangenen Freitag gegen die EG Diez-Limburg , der vierten Niederlage in Folge, gegenüber dieser Zeitung erklärt: »Wir helfen den Gegnern mit unseren Fehlern und Lars Rusche ist kein Regionalliga-Torwart.« Der 24-Jährige war beim Stand von 0:3 für den verletzten Tim Stenger eingewechselt worden. Jeff Job betonte auf Nachfrage, dass er Lars Rusche nicht die Schuld für die Niederlage geben wollte.

Heftige Kritik in sozialen Medien

Die Vereinsmitteilung über den Abgang löste in den so genannten sozialen Medien des Internets heftige Kritik der HEV-Anhänger an Job aus, die zum Teil Grenzen deutlich überschreitet. Einige wollen ihrem Unmut am Freitag beim Heimspiel gegen den Tabellenletzten Neusser EV Luft machen.

Der Vorstand räumte gestern in einer Stellungnahme ein, »im Umgang mit dem Menschen Lars Rusche klare Fehler gemacht zu haben. Wir haben uns noch am Tag der Zeitungsveröffentlichung in aller Form entschuldigt. Lars hat unserem Verein viele Jahre die Treue gehalten und sich immer mit der schwierigen Rolle des Ersatztorhüters arrangiert.«

»Rücktrittsforderungen sind völlig überzogen«

Verständnis zeige der Vorstand für die Wut und Verärgerung der Fans und werde deren Unmut auch aushalten. Aber: »Was wir nicht verstehen, sind der Hass, die persönliche Hetze und die erschreckende Maßlosigkeit mancher Kommentare.«

Der Vorstand stärkt in der Stellungnahme die Position des Trainers. »Auch Jeff Job ist ein Mensch. Er arbeitet sieben Tage die Woche mit überragendem Einsatz für das Nachwuchs- und Senioren-Eishockey«, heißt es weiter. Völlig überzogen seien gar Rücktrittsforderungen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.