Eishockey: Herforder EV unterliegt Hamm 2:3 nach Verlängerung Neues Team, alte Probleme

Herford(WB). Trotz der 2:3 (0:2/2:0/0:0)-Niederlage nach Verlängerung gegen die Hammer Eisbären hat sich die Lage für den Herforder EV im Kampf um Platz zwei der Eishockey-Regionalliga verbessert. Weil Konkurrent Neuwied 3:4 gegen Ratingen verlor, wuchs der Vorsprung auf drei Punkte.

Von Lars Sundermann
Hammer Übermacht: Der neue Herforder Stürmer Maurice Becker (links) wird von den Gästen geschickt zugestellt.
Hammer Übermacht: Der neue Herforder Stürmer Maurice Becker (links) wird von den Gästen geschickt zugestellt. Foto: Lars Sundermann

Vier neue Spieler, die kurzfristig verpflichtet werden, bedeuten immer taktische Veränderungen innerhalb eines Teams. So fand sich am Freitagabend beispielsweise Rückkehrer Aric Schinke in der ersten Reihe wieder, die Kontingent-Hoffnung Ben Skinner hingegen für einige überraschend nur in der zweiten Formation. Verteidiger Philipp Brinkmann agierte offensiver als zuletzt, Tim Schürstedt feierte sein Comeback und der eigentliche Co-Trainer, Dennis Schmunk, der zuletzt ausgeholfen hatte, gehörte gar nicht Aufgebot.

Tim Stenger feiert Debüt im HEV-Tor

Weil sich Torwart Justin Figge während der Trainingswoche erkältet hatte, stand der 22-jährige Tim Stenger bei seinem Debüt über die volle Spieldauer zwischen den Pfosten. Seinen Einstand hatte sich der Zugang aus Lauterbach sicher anders vorgestellt. Denn die Hammer Eisbären führten in der 16. Minute mit 2:0, Unzufriedenheit machte sich unter den HEV-Fans breit.

Doch die Ice Dragons besannen sich und egalisierten den Rückstand durch Tore von Gleb Berezovskij (18.) und Nils Bohle (26.). In der Folge waren die Herforder zwar spielbestimmend, doch wirklich durchschlagend wirkten ihre Angriffe nicht. Das seit Saisonbeginn leidige Thema der Chancenverwertung war vor 782 Zuschauern erneut nicht wegzudiskutieren. Immer wieder rannten die Gastgeber an, scheiterten aber entweder an Hamms Goalie Sebastian May oder vertändelten die Scheibe kurz vor der gefährlichen Zone.

Entscheidendes Tor in der 62. Minute

Gegen Ende des letzten Drittels wurden die Hammer wieder besser und kombinierten sich immer häufiger vor das Tor. Ibrahim Weißleder kurvte mehrfach mit der Scheibe erst hinter das Tor von Stenger, um dann aus spitzem Winkel sein Glück zu suchen. Letztlich blieb es bei einem leistungsgerechtes 2:2-Unentschieden – Verlängerung.

In jener dürfen nur noch vier Spieler pro Mannschaft agieren. Zu allem Überfluss kassierte Killian Hutt kurz vor Ende der regulären 60 Minuten eine Strafzeit, sodass der HEV für 60 Sekunden lediglich drei Akteure aufbieten konnte. Hamm nutzte diesen Vorteil, drang nach vorne und bekam Chance um Chance. Zunächst hielt die HEV-Defensive diesem Druck stand, doch in der 62. Minute fiel das entscheidende 2:3.

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