Boxen: Magdalena Wichrowska (26) benötigt Unterstützung Herforder Boxerin träumt von Olympia

Herford (WB). Nach dann 32 Jahren könnte Herford wieder bei Olympischen Spielen vertreten sein. Boxerin Magdalena Wichrowska vom BSV 1929 ist vom deutschen Verband für die Nationalmannschaft nominiert worden und gilt als aussichtsreiche Kandidatin für die Spiele im Jahr 2020 in Tokio.

Von Lars Krückemeyer

2012 bereits Vize-Weltmeisterin

»Ich bin sicher, dass sie das sportlich schafft«, sagt ihr Vereinstrainer Georg Kroner, der sie beim BSV seit zweieinhalb Jahren betreut. Größter internationaler Erfolg der gebürtigen Polin war im Jahr 2012 die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Qinhuangdao (China) – damals im Leichtweltergewicht bis 64 Kilogramm unter ihrem Mädchennamen Magdalena Ewa Stelmach.

Obwohl Wichrowska bei der Deutschen Meisterschaft in Cottbus in der Klasse bis 60 Kilogramm (Leichtgewicht) »nur« Zweite geworden war, hat sie der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) für die Olympischen Spiele 2020 fest im Blick. Denn die Wertung des Finals gegen Annemarie Retzer (ASC Nürnberg) mit 2:3-Richterstimmen war höchst umstritten. »Sie hat den Kampf klar dominiert und wurde mit dem Urteil regelrecht vorgeführt«, erinnert sich Georg Kroner noch genau.

Lehrgänge haben begonnen

So hatte es wohl auch Michael Müller gesehen, denn der DBV-Sportdirektor und -Kaderplaner war von der 26-jährigen Herforderin begeistert und nominierte sie für die Nationalmannschaft. Es folgten Einladungen zu Lehrgängen. Seit gestern trainiert Magdalena Wichrowska in Leipzig, in zwei Wochen geht’s in Potsdam weiter.

So weit so gut. Denn Frauen-Boxen ist nun einmal Amateursport – selbst auf dieser Ebene. »So ein Lehrgang kostet mal eben 500 Euro«, sagt Georg Kroner. Er hofft deshalb, dass sich Unterstützer finden, die der jungen Mutter helfen, ihren großen Traum wahr werden zu lassen. Wer die Boxerin unterstützen möchte, kann sich bei ihm per Telefon unter 05221/15762 und 0171/2092327 melden.

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