Radsport: RC Endspurt veranstaltet Silvestercross-Rennen – 275 Anmeldungen Mit Technik durch den Matsch

Herford (WB). Tiefe Spurrillen sind garantiert: Der RC Endspurt veranstaltet sein Silvestercross-Rennen unter besonders matschigen Vorzeichen. Das älteste deutsche Querfeldein-Rennen wird am 31. Dezember zum 58. Mal gestartet. 275 Anmeldungen liegen vor.

Von Hendrik Fahrenwald
Wieder am Start: Yannick Gruner vom RC Endspurt, hier beim Silvestercross des Vorjahrs, fährt für das Stevens Racing Team erneut in der Elite-Klasse. Mit dem siebten Rennen des Tages endet der Wettbewerb am 31. Dezember.
Wieder am Start: Yannick Gruner vom RC Endspurt, hier beim Silvestercross des Vorjahrs, fährt für das Stevens Racing Team erneut in der Elite-Klasse. Mit dem siebten Rennen des Tages endet der Wettbewerb am 31. Dezember. Foto: Lars Krückemeyer

Zum dritten Mal nehmen die Radsportler das Gelände rund um die Gesamtschule Friedenstal unter Beschlag. Zum ersten Mal wird es vermutlich »extrem matschig«, sagt RC-Sprecher Detlef Wittenbreder. »Da müssen selbst die Top-Leute laufen.«

Wir profitieren von der guten Infrastruktur der Schule. Volker Platz, 2. Vorsitzender des RC Endspurt

Denn, wenn auf zwei Rädern partout kein Durchkommen mehr möglich ist, hilft nur noch das Tragen des Rads. »Das ist für Crosser normal«, sagt Wittenbreder. Üblich ist auch, dass die Fahrer, aufgrund des Schmutzes, ihre Crossräder während des Rennens wechseln. In einem Depot steht das Zweit- oder gar Drittrad und an einer Waschstation kann mit Hochdruck der Dreck vom Rad gespritzt werden. »Wir profitieren von der guten Infrastruktur der Schule«, sagt Volker Platz, 2. Vorsitzender des RC.

Hautnah am Geschehen

Für die Zuschauer ist die Strecke ein Vorteil. »Das Rennen ist höchst attraktiv, weil die Zuschauer hautnah am Geschehen sind«, sagt Wittenbreder. Für Übersicht sorgt Streckensprecher Henning Tonn.

Dabei spiele die Streckenlänge von 2,1 Kilometern nicht die übergeordnete Rolle, sagt Wittenbreder. Entscheidend sei bei der Planung die Zeit, die benötigt wird, um eine Runde zu absolvieren. »Man versucht auf eine Rundenzeit von sechs bis sieben Minuten zu kommen«, sagt RC-Vorsitzender Dietmar Müller. Aufgrund der Bodenverhältnisse könnten die diesjährigen Zeiten über dem Durchschnitt liegen.

Starker Zuwachs bei den Hobby-Fahrern

Vom Mittelwert weichten diesmal auch die Anmeldungen ab. »Wir liegen bereits über den Meldungen der Vorjahre«, sagt Wittenbreder. Weitere Anmeldungen sind möglich. Vor allem bei den Hobbyfahrern verzeichnete der RC einen »erheblichen Zuwachs«, sagt Wittenbreder, der sich zudem auf die Jugend-Rennen mit vielen Fahrer »in roten Trikots« freut.

Internationales Teilnehmer-Feld

Die größte Teilnehmergruppe hat das Feld der Senioren. »Das sind allesamt gestandene Fahrer«, sagt Platz. Sogar aus Schweden, Dänemark, Frankreich und Großbritannien liegen Anmeldungen vor. Am meisten im Fokus dürften aber die Elite-Klassen stehen. »Wir haben ein qualitativ hochwertig besetztes Fahrerfeld«, sagt Platz. Dass Herford die letzte Station der Rennserie um den Deutschland-Cup ist, sorgt für zusätzliche Spannung. So auch bei Johanna Müller. Die Endspurtlerin will sich mit ihrer Leistung im Heimrennen die guten Chancen wahren, vorne bei den Deutschen Meisterschaft der U23 zu starten.

Zeitplan

9:30 Uhr: Hobbyklasse. 10.15: Master 3 und 4. 11.00: U15. 11.35: U17. 12.30: U19 und Masters 2. 13.30: Frauen Elite und U19. 1430: Männer Elite und U23.

www.endspurt-herford.de

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