Eni Tiemeier und Simon Reinke sind die Jugendsportler des Jahres Jugendsportlerwahl: Zwei Stimmen entscheiden

Herford (WB). Knapper geht’s kaum: Nur zwei Stimmen haben bei der Wahl zur Herforder Jugendsportlerin des Jahres 2016 den Ausschlag für Leichtathletin Eni Tiemeier vom SC Herford gegeben. Bei den Jungen gewann Schwimmer Simon Reinke, ebenfalls vom SC Herford, mit mehr als der Hälfte der Stimmen.

Von Henrik Wittenborn
Ehrung der Herforder Jugendsportler des Jahres 2016 im Stadttheater: (von links) Leichtathlet Robin Harland, Stadtsportverbands-Vorsitzender Jürgen Berger, Radsportler Janis Kommnick, Sieger Simon Reinke, Sportredakteur Lars Krückemeyer, Siegerin Eni Tiemeier, Eiskunstläuferin Malena Derksen, Judoka Nikita Krieger und Bürgermeister Tim Kähler.
Ehrung der Herforder Jugendsportler des Jahres 2016 im Stadttheater: (von links) Leichtathlet Robin Harland, Stadtsportverbands-Vorsitzender Jürgen Berger, Radsportler Janis Kommnick, Sieger Simon Reinke, Sportredakteur Lars Krückemeyer, Siegerin Eni Tiemeier, Eiskunstläuferin Malena Derksen, Judoka Nikita Krieger und Bürgermeister Tim Kähler. Foto: Henrik Wittenborn

Zum mittlerweile sechsten Mal hatten die Leser und Onlinenutzer dieser Zeitung die Entscheidung mit ihrer Abstimmung im Internet getroffen. Mehr als 2000 Stimmen kamen für die sechs Nominierten zusammen. Freuen konnten sich auch die Zweit- und Drittplatzierten der Wahl: Denn auch sie bekamen vom WESTFALEN-BLATT schicke Glaspokale und Einkaufsgutscheine überreicht.

»Absolute Mehrheit« für Simon Reinke

Der Spruch »Jede Stimme zählt« sollte sich bewahrheiten. Tiemeier, die es dank ihrer Vielseitigkeit gleich in fünf Disziplinen in die Bestenlisten der deutschen Leichtathleten in der Altersklasse W13 geschafft hatte, setzte sich mit 37,2 Prozent vor Derksen mit 37 Prozent durch. Die Eiskunstläuferin hatte bei der Landesmeisterschaft den zweiten Platz belegt. Judoka Nikita Krieger vom PSV Herford – Dritte der deutschen Einzelmeisterschaft in der Klasse U18 bis 44 Kilo – erhielt 25,8 Prozent der abgegebenen Stimmen und wurde Dritte.

Deutlicher fiel das Ergebnis bei den Jungen aus: Schwimmer Simon Reinke (SC Herford), setzte sich sogar mit der »absoluten Mehrheit« von 54 Prozent durch. Er schwamm unter anderem einen Bezirksrekord und auf Platz fünf der deutschen Bestenliste über 200 Meter Rücken. Zweiter wurde Radsportler Janis Kommnick vom RC Endspurt Herford – als Bahn-, Straßen-, Cross- und Mountainbike-Fahrer vielseitig erfolgreich – mit 28,6 Prozent. Es folgte Leichtathlet Robin Harland (17,4 Prozent) auf Platz drei.

Doch nicht nur national vertraten die mehr als 100 ausgezeichneten Sportler die Stadt Herford: Die beiden Eishockey-Spieler Anton Engel und Philip Woltmann vom Herforder EV reisten für ein Turnier sogar bis nach China. »Vergesst nie, dass ihr unsere Stadt überall repräsentiert. Und das habt ihr im vergangenen Jahr großartig gemacht«, rief Bürgermeister Tim Kähler den Nachwuchssportlern zu.

Auch das Ehrenamt wird gewürdigt

Moderator Jörg Brökel bat gestern Abend aber auch einen erwachsenen Sportler auf die Bühne. Unter großem Jubel des Publikums traf Lutz Striehn, seit 1977 (!) OWL-Rekordhalter über 200 Meter Rückenschwimmen, seinen Nachfolger Simon Reinke. Der neue Jugendsportler des Jahres hatte die Bestzeit auf 2:58,44 Minuten verbessert. »Glückwunsch! Ich dachte, mein Rekord wäre schon längst geknackt worden. Meine Zeit von damals weiß ich gar nicht mehr«, sagte Striehn.

Ganz zufällig war er freilich nicht im Stadttheater. Denn zu den Geehrten zählten auch seine Kinder Lia und Fynn, die mit den Handballern des VfL Herford erfolgreich waren. »Bei der Wahl der Sportart hat sich meine Frau durchgesetzt«, sagte Lutz Striehn mit einem Augenzwinkern.

Eine verdiente Auszeichnung gab es auch für Ehrenamtliche. Die Wahl fiel auf Miriam Fleher (TGH), Leon Siebrasse (VfL) und Lea Wieggarn. »Sie schaffen die Rahmenbedingungen für die Erfolge«, sagte Tim Kähler.

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