Schwimmen: SC Herford glänzt sportlich und als Gastgeber bei OWL-Meisterschaften 20 Mal Gold auf heimischen Bahnen

Herford (WB). Nele Sophie Reinke hat ihren Heimvorteil eindrucksvoll genutzt. Bei den OWL-Meisterschaften gewann die Schwimmerin vom SC Herford über die 100 Meter Distanz in der Brust-Disziplin. Für den SC Herford war Reinkes Erfolg einer von 20 Siegen beim ostwestfälischen Kräftemessen.

Von Henrik Wittenborn
Kraftvoll auf der Schmetterling-Strecke: Nico Pahmeyer vom SC Auquarius Löhne zieht seine Bahnen im Herforder Freibad.
Kraftvoll auf der Schmetterling-Strecke: Nico Pahmeyer vom SC Auquarius Löhne zieht seine Bahnen im Herforder Freibad. Foto: Henrik Wittenborn

Reinkes Zeit von 1:18,37 Minuten reichte dabei nicht nur für den Sieg in ihrem Jahrgang 2001, sondern bedeutete klassenübergreifend auch die schnellste aller Zeiten. Der gleiche Erfolg gelang ihr am Sonntag über die doppelte Distanz. Auch die Zeit von 2:55,29 reichte zum Gesamtsieg.

Nicht weniger erfolgreich waren Katharina Terholsen mit vier, und Isabel Krawinkel mit sechs Siegen für den SC Herford. Für die Turngemeinde Herford gewann Vanessa Mellentin über die 100 und 200 Meter Brust die Juniorinnen-Klasse. Für die TG Ennigloh gab es sechs erste Plätze. Rund 350 Aktive kämpften im Kleinen Felde bei 1214 Starts um die ostwestfälischen Bestmarken.

Der ostwestfälische Schwimmverband hatte sich schon lange vor dem Wettkampfwochenende ein weiteres Mal für Herford als Austragungsort entschieden. Für SC-Schwimmwartin Anke Heintz liegt der Grund auf der Hand: »Mit dem Kleinen Felde haben wir wohl die schönste Anlage im Bezirk zur Verfügung.«

Sportlich liegt der SCH jedoch ein Stück hinter der ostwestfälischen Spitze aus Paderborn, Warendorf und Bielefeld. »Bei den jüngeren Sportlern sind wir sehr gut aufgestellt, aber die älteren Jahrgänge fehlen uns ein bisschen. Uns fehlt auch ein bisschen das Einzugsgebiet«, sagte Heintz.

Dabei ist der Weg zum Erfolg weit. »Schwimmen ist ein Ausdauersport für den man am besten mindestens viermal pro Woche trainieren sollte«, sagte Michael Vahldiek. Doch dafür seien die knappen Trainingszeiten und Möglichkeiten der Herforder nicht groß genug. Anke Heintz erkennt dennoch einen positiven Trend.

Für Anke Heintz und Angelika Heinovski hatte der zweite Wettkampftag noch eine Überraschung parat. Der SC-Vorsitzende Jürgen Brocks hatte die beiden Trainerinnen »heimlich« für die silberne Ehrennadel des Schwimmverbandes Ostwestfalen-Lippe vorgeschlagen.

Dessen Vorsitzender Burkhard Schröder kam dem gerne nach und übernahm die Auszeichnung. »Für Vereine ist es immer wertvoll, wenn ehemalige Aktive ihr Wissen an den Nachwuchs weitergeben«, lobte Schröder das langjährige Engagement. Alle Ergebnisse gibt es im Internet.

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