45. Schnellschachturnier: Acht Großmeister bei den Königsspringern Matt in 30 Minuten

Herford (WB). Der erst 19-jährige Matthias Blübaum vom SV Werder Bremen hat beim 45. internationalen Schnellschachturnier der Herforder Königsspringer 117 Denksportler hinter sich gelassen und bereits zum zweiten Mal das renommierte Turnier gewonnen.

Von Lars Sundermann
Duell zweier Großmeister: Der spätere Sieger Matthias Blübaum (links) setzt sich gegen den Siebtplatzierten Felix Levin durch.
Duell zweier Großmeister: Der spätere Sieger Matthias Blübaum (links) setzt sich gegen den Siebtplatzierten Felix Levin durch. Foto: Lars Sundermann

2013 siegte der Lemgoer in Herford. Diesmal setzte er sich gegen insgesamt sieben weitere Großmeister durch. Blübaum trägt diesen Titel ebenfalls und gehört mit seiner Wertungszahl von 2618 Punkten bereits zur Elite des Schachsports. Ab einer Wertung von mehr als 2700 steigen die Großmeister in die Riege der Weltklassespieler auf.

Von denen war zwar im Grün-Gold-Haus niemand anwesend, dennoch zeigte sich Turnierleiter Thomas Klemme vom Teilnehmerfeld mehr als begeistert: »Wir haben 20 Spieler mehr als im letzten Jahr. Und acht Großmeister hatten wir noch nie dabei.«

Punkte für die Wertungszahl konnten beim Kampf gegen die Uhr nicht erspielt werden, Matthias Blübaum freute sich aber über ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro. In den neun Runden gewann er sieben Partien und spielte zweimal Remis. Damit holte Blöbaum als einziger 8,0 Punkte.

Bester Herforder wurde Michael Loemker auf Platz 19 mit sechs Siegen und drei Niederlagen. Er war damit einer von 13 Spielern des ausrichtenden Vereins, der 80 Mitglieder stellt.

Ein Generatiosproblem, mit dem viele Sportvereine zu kämpfen haben, gibt es bei den Königsspringern nicht. »Wir haben Mitglieder im Alter von acht bis 80 Jahren«, erklärte Klemme.

Gespielt wurde im Schweizer System über eine Zeit von 15 Minuten pro Partie und Spieler. Neun Runden gab es ingesamt, mehr hätten es auch nicht sein dürfen. »Normalerweise dauert Schnellschach 30 Minuten. Damit wir das Turnier aber an einem Tag ausrichten können, haben wir uns auf die Hälfte der Zeit geeinigt«, sagte Thomas Klemme.

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