Tennis: TC Herford wird Dritter bei U18-Westfalenmeisterschaft Gastgeber überrascht Favoriten

Herford (WB). Eigentlich wollten sie die Favoriten nur ärgern. Am Ende griffen sie beinahe selbst nach dem Titel: Als Ausrichter der Tennis-Westfalenmeisterschaft können die U18-Mädchen des TC Herford mit dem dritten Platz vollkommen zufrieden sein.

Von Tilo Sommer
Starker Auftritt bei der Westfalenmeisterschaft: Chantal Kähler hat sich mit Gastgeber TC Herford gut präsentiert.
Starker Auftritt bei der Westfalenmeisterschaft: Chantal Kähler hat sich mit Gastgeber TC Herford gut präsentiert. Foto: Tilo Sommer

Der TC Herford empfing auf seiner Anlage TuS Ickern, TG Friederika Bochum, TC GW Herne, TC BW Halle, TC Herzebrock sowie die erste und zweite Mannschaft des TC Deuten. Nach Platz sieben im Vorjahr verzeichnete das junge Herforder Team mit dem dritten Platz einen großen Entwicklungsschritt. »Platz drei ist eine Top-Platzierung. Schade, dass Urlauberin Julia Müller nicht dabei war. Sonst hätte es wohl auch fürs Finale gereicht«, meinte die zweite Jugendwartin Julia Knake.

Für Herford begann das Turnier-Wochenende mit einem souveränen 7:1-Erfolg gegen Vorjahressieger Herne. Seit diesem Jahr werden die Doppel bei der Jugend doppelt gewertet. Nach der 3:1-Führung nach den Einzeln gewann Herford auch beide Doppel.

Dem gelungenen Auftakt folgte eine bittere 2:6-Niederlage gegen den TC Deuten I, der in der Runde zuvor Mitfavorit Halle besiegt hatte. »Ärgerlich für uns, denn Halle wäre wohl der leichtere Gegner gewesen«, sagte Julia Knake. Ab Samstag musste Halle nämlich auf die Ex-Herforderin Franziska Kommer verzichten. Sie erhielt für das ITF-Turnier in Versmold, die »Reinert Open«, eine Wildcard.

Gegen den TC Deuten stand es 2:2 nach den Einzeln. Herfords Leonie Hoppe verlor erst im Championstiebreak. Sie lag bereits 2:9 hinten, verkürzte auf 7:9 und zog dann doch mit 7:10 den Kürzeren. Michelle Heid, die ihr Einzel noch 6:3, 6:3 gewonnen hatte, musste wegen einer Hüftverletzung im Doppel passen. Ihr Spiel an der Seite von Chantal Kähler ging daher kampflos 0:6, 0:6 verloren. »Damit hatten wir schon vor dem zweiten Doppel einen Rückstand von 16 Spielen, den wir nicht mehr aufholen konnten«, erklärte Julia Knake. Gegen Friederika Bochum gab es mit dem 5:3-Sieg um Spiel um Platz drei aber einen mehr als versöhnlichen Abschluss. .

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