Handball-Oberliga: TuS-Bezwinger im Finale Das Pokal-Aus schmerzt noch

Spenge (WB). Wer steigt auf, wer steigt ab? Die wichtigsten Entscheidungen fallen in der Handball-Oberliga erst am letzten Spieltag. Völlig losgelöst von jeglichem Druck ist dabei der TuS Spenge, der schon vorab sein Saison-Fazit ziehen kann.

Von Tilo Sommer
Viel Redebedarf: Mit der Leistung beim Pokal-Aus gegen die SG Langenfeld war Spenges Trainer Heiko Holtmann überhaupt nicht einverstanden.
Viel Redebedarf: Mit der Leistung beim Pokal-Aus gegen die SG Langenfeld war Spenges Trainer Heiko Holtmann überhaupt nicht einverstanden. Foto: Jens Göbel

»Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir wieder oben mitspielen wollen. Das haben wir als Dritter auch bis zum Schluss getan«, sagte TuS-Trainer Heiko Holtmann, der mit der verpassten Aufstiegschance inzwischen seinen Frieden geschlossen hat. Vielmehr ärgert ihn im Nachhinein das Ausscheiden aus dem DHB-Amateurpokal-Wettbewerb.

In der ersten Hauptrunde scheiterte Spenge nach schwacher Leistung in eigener Halle mit 30:33 an Oberligist SG Langenfeld. Und ausgerechnet die hat sich jetzt den großen Traum erfüllt, den auch der TuS hegte: Mit Siegen bei den Oberligisten HSG Siebengebirge/Thomasberg (26:22) und HSV Apolda (32:30) hat sich die SG für das Amateurfinale qualifiziert, das am 1. Mai in Hamburg vor dem Pokal-Endspiel der Profis stattfindet. Holtmann: »Das ist für uns schon sehr ärgerlich, dass Langenfeld jetzt nach Hamburg fährt.«

Während in Spenge am Samstag um 18 Uhr gegen VfL Eintracht Hagen II die Saison entspannt zu Ende gehen kann, geht es parallel in einigen Hallen noch hoch her. Allen voran in Gladbeck. Der VfL als Tabellenführer mit 39:11 Punkten und Verfolger Ahlener SG (38:12) liefern sich ein Endspiel um den Aufstieg. »Gladbeck hätte es im Prinzip verdient, weil die quasi die ganze Zeit vorne waren. Ich wüsste aber überhaupt nicht, auf wen ich da setzten sollte«, sagte Holtmann.

Ebenso spannend geht es am anderen Tabellenende zu, wo der zweite Absteiger neben Schlusslicht TuS Ferndorf II ermittelt wird. Dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck (16:34) reicht im Derby bei SF Loxten ein Zähler für den Klassenerhalt. Gleiches gilt für die punktgleiche HSG Augustdorf-Hövelhof, die bei LIT aber klarer Außenseiter ist. HSG Gevelsberg-Silschede (14:36) empfängt Ferndorf II.

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