Handball-Oberliga: TuS Spenge spielt heute im Derby in Jöllenbeck Statistik sprichtgegen den Favoriten

Spenge (WB). Vier Spiele bleiben dem TuS Spenge noch, um im Aufstiegskampf der Handball-Oberliga ein kleines Wunder zu vollbringen. Mit wesentlich besseren Chancen verfolgt da der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck sein Ziel: Im Derby kann das Kellerkind heute Abend (20 Uhr) zu Hause einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Von Tilo Sommer
Alternative am Kreis für den fehlenden Marco Fillies: Jakob Röttger spielt heute Abend mit Spenge in Jöllenbeck.
Alternative am Kreis für den fehlenden Marco Fillies: Jakob Röttger spielt heute Abend mit Spenge in Jöllenbeck. Foto: Jens Göbel

Jöllenbecks Sportlicher Leiter Thorsten Lehmeier stellt eine einfache Hochrechnung auf: »Wir stehen stark unter Zugzwang und brauchen noch mindestens vier Punkte aus den letzten vier Spielen.« So weit der Plan. Die Bielefelder haben noch zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, aber auch das schwerste Restprogramm: Nach dem Derby geht es zu LIT Handball, dann in eigner Halle gegen den starken Aufsteiger HTV Sundwig-Westig und schließlich noch zu den Sportfreunden Loxten.

Wenn Jöllenbeck heute Abend verliert und die HSG Gevelsberg-Silschede am Samstag das Kellerduell bei der HSG Augustdorf-Hövelhof gewinnt, fällt das Team von Eric Husemann auf einen Abstiegsplatz zurück. »Jöllenbeck wird natürlich alles reinwerfen in dieses Spiel. Wenn wir diesen Kampf nicht annehmen, geht das für uns in die Hose«, warnt Spenges Trainer Heiko Holtmann, der dennoch klarstellt: »Wir sind aber klarer Favorit.«

Letzter Spenger Sieg in Jöllenbeck am 21. Oktober 2011

Seine Mannschaft liegt drei Punkte hinter Tabellenführer VfL Gladbeck zurück und hat die Hoffnungen im Kampf um die Meisterschaft noch nicht ganz aufgegeben. »Wir wollen jetzt vier Spiele gewinnen. Das ist unsere einzige Chance«, sagt Holtmann. Im Hinspiel gelang dem Rangdritten ein klarer 34:27-Erfolg. In der jüngeren Vergangenheit spricht die Statistik aber für den TuS 97. Fünf der vergangenen neun Spiele gewannen die Bielefelder, dreimal setzte sich Spenge durch, einmal spielte man unentschieden. Den bislang letzten Sieg in Jöllenbeck feierte Spenge am 21. Oktober 2011: ein 23:21.

Allerdings geht der Favorit angeschlagen ins Spiel. Während Jöllenbeck seine stärkste Formation aufbieten kann, wird bei den Gästen Kreisläufer Marco Fillies (Grippe) fehlen. Auch Simon Hanneforth konnte wegen Krankheit zwei Wochen nicht trainieren, Marcel Ortjohann hatte erneut mit Schulterproblemen zu kämpfen. »Beide sind noch angeschlagen, sind in Jöllenbeck aber dabei«, versichert Holtmann.

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