Handball-Bezirksliga: TGH 29:25 gegen Versmold – Spenge III 24:29 in Steinhagen Amlers starkes Comeback

Kreis Herford (hw/lak). Mit einem hart erkämpften 29:25-Sieg ist der TG Herford der Start in die Handball-Bezirksliga gelungen. Aufsteiger TuS Spenge III verlor 24:29 bei der Spvg. Steinhagen II.

Neunfacher Torschütze: Lukas Steffen ist bester Werfer beim 29:25-Sieg der TG Herford gewesen. Der Handball-Bezirksligist machte gegen Versmold einen  12:16-Rückstand wett.
Neunfacher Torschütze: Lukas Steffen ist bester Werfer beim 29:25-Sieg der TG Herford gewesen. Der Handball-Bezirksligist machte gegen Versmold einen 12:16-Rückstand wett. Foto: Henrik Wittenborn

TG Herford - Spvg. Versmold 29:25 (11:13). »Die Einstellung war  wirklich schon richtig gut«, lobte Trainer Kai Kieselhorst. In einer zerfahrenen ersten Hälfte half er in der Deckung selbst aus, konnte aber auch  einfache Tore der Versmolder nicht verhindern. »Wir haben sehr verkrampft begonnen. Vielleicht war es die Anspannung, weil wir nach dem Spielausfall vergangene Woche nicht wussten, wo wir stehen«, sagte Kieselhorst zum 4:6 nach 15 Minuten.

Auch offensiv lief bei der TGH vor der Pause nicht viel zusammen. Die Herforder taten sich gegen den großen Mittelblock der Gäste  schwer. Eine Zeitstrafe für Kieselhorst vor der Pause überstand die TGH  gut, so dass es nur mit einem 11:13 in die Pauseging.

Danach präsentierten sich die Gastgeber wie ausgewechselt. Zwar wuchs der Rückstand zunächst bis auf  12:16 an, doch eine Zeitstrafe für die Versmolder nutzte der neunfache Torschütze Lukas Steffen mit zwei schnellen Toren zum Ausgleich.  

Auch eine doppelte Unterzahl bremste die TGH kaum, Tobias Schröder traf per Siebenmeter zum 17:17. Dann erwischte es die Gäste gleich dreifach: Mit nur drei Feldspielern verwandelten die Versmolder trotzdem aus dem Rückraum und zogen anschließend wieder auf zwei Tore davon. »In dieser Phase gab es wahnsinnig viele Unterbechungen. Da kommt kein wirklicher Rhythmus auf«, kommentierte Kieselhorst die umstrittenen Entscheidungen der Schiedsrichter.

Nach einer weiteren Versmolder Zeitstrafe spielte jetzt nur noch die TGH: Tobias Everding drehte den Ball in der 53. Minute zum 25:22 ins Tor – eine kleine Vorentscheidung. Denn in der Defensive konnten sich die Herforder auf ihren  guten Torhüter Andre Amler verlassen.

»Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet zu spielen. Aber die Mannschaft hat mir viel Vertrauen geschenkt«, zeigte sich Amler erleichtert über seine gelungene Rückkehr. Nach fünf Jahren Handballpause sei der 42-Jährige jedoch »konditionell noch lange nicht bei 100 Prozent. In der ersten Halbzeit war ich zu unruhig und habe mich zu viel im Tor bewegt. Nach der Pause bin ich dann einfach länger stehen geblieben bevor ich mich für eine Ecke entschieden haben«, verriet Amler.

TGH: Lyschik, Amler – Schlenzig, Sturhahn 1, T. Steffen n.e., Melnicuk 4/4, Schröder 5/3, Schoeps 3, L. Steffen 9, Bresser 1, Siekmann n.e., Kieselhorst, Everding 6.

Spvg. Steinhagen II - TuS Spenge III 29:24 (16:12). Trotz der ersten Niederlage war Trainer Ralf Dörr nicht unzufrieden. Seine Mannschaft startete zwar mit  einem 3:9-Rückstand, kämpfte sich aber in der  zweiten Hälfte beim 20:20 (43.) und 23:23 (50.) wieder heran. Danach leistete sich der Aufsteiger zu viele Fehler und stellte sich in eigener Unterzahl in der Abwehr nicht  clever genug an. »Es war klar, dass die Saison kein Selbstläufer wird. In Steinhagen haben wir Lehrgeld gezahlt«, sagte Dörr. Ihm missfiel zudem, dass  zum Aufwärmen aufgrund des  vorherigen Spiels nur eine Viertelstunde  blieb. 

TuS: Höner, J. Holtmann – A. Martens, P. Martens 5, P. Holtmann 6, Schulz, Osterwald 1, Aufderheide 4, Moneta n.e., Tanakov, Preece, Gladisch 5/1,    Bonas, T. Störmer n.e.,  Kühn 3.

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